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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
funfzehnhalb bis funfzehnmann (Bd. 4, Sp. 583 bis 584)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) funfzehnhalb, fünfzehnhalb, was funfzehntehalb. mhd. zû dëm êrstin sullen sy gëben uns und unsme vorg. clôster zû dëm thrône funfzëhenhalb malder kornis. wetterau. urk. von 1379 in Baurs hess. urkunden 1, 742 nr. 1115. mit ausstoszung des de aus vünfzêndehalp, in voller form vünfzëhendehalp, wie das wort rein mhd. lauten würde. diese ausstoszung aber ist hier nicht zu billigen, wie in funfzehntheil und funfzehntel, fünftheil und fünftel, wo sie wegen des mit de, te zusammentreffenden anlautes von teil, theil eintreten konnte.
 
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funfzehnherr, fünfzehnherr, m. was fünfzehner 2). quindecimviri, funffzehenherren. Kirsch (1723) 1, 909a, wo funffzehen-herren gelesen werden musz. funfzehenherren. Matthiae 1, 1168. Drümel 2, 1153.
 
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funfzehnherrenamt, fünfzehnherrenamt, n. das amt der fünfzehnherren, quindecimviratus. auch das amt eines fünfzehnherren. vgl. DWB funfzehneramt, DWB funfzehnmänneramt.
 
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funfzehnhundert, fünfzehnhundert, fünfzehnmal hundert. vorhin in fünffzehenhundert jahren. Schuppius 778. Die ableitungen und zusammensetzungen, überhaupt die bildungen mit diesem worte, als funfzehnhunderterlei, funfzehnhundertfach, funfzehnhundertfältig, funfzehnhundertjährig, funfzehnhundertmal, funfzehnhundertmalig, funfzehnhundertste u. s. w., die eben so wol mit umlaut fünfzehnhunderterlei u. s. w. lauten, sind ganz denen mit fünfhundert gemäsz und bedürfen hier, auch was ihre bedeutungen betrift, keiner besonderen angabe. übrigens findet sich als ordinalzahl auch der funfzehenhunderte. Hederich (1753) 995. Nieremberger Ddd 1d. vgl. fünfhunderte.
 
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funfzehnhut, m. ein dummer, thörichter mensch, ein einsichtsloser mensch, eines mannes unwürdig handelnder mensch.

ich alber narr, ich funffzehen hut,
ich meint es solte ohne zweiffel
nu friede werden, ja der teuffel,
fing der erst recht auff diesen plan
mit seiner mutter zu tantzen an.
Weller lieder des dreiszigj. krieges 255;

der ist ein schelm und funffzehnhut,
der Broten was zuleide thut. causenm. 144;

du verlaufner funfzehnhut, halunke. harlequins hochzeit- u. kindtaufenschmaus 8;

wer nicht so thut,
der ist ein rechter funfzehnhut. 48;

solt ich (ein verschwenderischer student spricht) denn ein pfennigfuchser werden,
der sein datum auf den mammon stellt? ...
nein! ich bin kein solcher funfzehnhut,
denn ein reiches weib macht alles gut.
Stoppe ged. 2, 131;

mein vorwitz gieng indessen weiter,
da rieff ein zänckisches geschrey:
du funffzehnhut, du bärenheuter,
verstehst nicht, was das spielrecht sei.
Günther 167.

das wort ist in der zweiten hälfte des 18. jh. erloschen. sollte es ursprünglich einen bezeichnen, der die alte mutter funfzehn (s. oben sp. 581) bedeckt, als hahnrei oder liebhaber ihr ausschweifendes leben zu verdecken gut genug ist? einen menschen ohne mannesehre und manneswürde? vgl. DWB fotzenhut.
 
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funfzehnjährig, fünfzehnjährig, adj.
1) fünfzehn jahre alt. ein fünfzehnjähriges mädchen. uns begleitete sein funfzehnjähriger sohn, der auf die bäume steigen und mir das beste obst brechen muszte. Göthe 27, 51.
2) fünfzehn jahre dauernd oder während:

das kind des lagers spricht aus dir, mein sohn.
ein fünfzehnjährger krieg hat dich erzogen.
Schiller d. Piccol. 1, 4 (Wallenst. 1800 1, 103).


3) nach fünfzehn jahren wieder stattfindend, von fünfzehn zu fünfzehn jahren stattfindend oder geschehend.
 
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funfzehnjährlich, fünfzehnjährlich, adj. was funfzehnjährig 3). Davon das gleichlautende adv.
 
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funfzehnkreuzerstück, fünfzehnkreuzerstück, n. eine fünfzehn kreuzer geltende münze, ein ortsgulden oder ort. Frisch 1, 307a. Meiers schwäb. sagen 1, 58, wo das wort zur erklärung von bärenfünfzehner beigesetzt ist. gewöhnlich funfzehner. s. DWB fünfzehner 1). Zu betonen funfzehnkreúzerstück.
 
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funfzehnmal, fünfzehnmal, adv. mit fünfzehn vervielfacht, quindecies. funfzehenmaf. Kirsch 1, 909a. 2, 123. Drümel 2, 1153. Matthiä 1, 1168a. fünfzehenmal. Dentzler 2, 117a. Weismann 1, 451a.
 
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funfzehnmalig, fünfzehnmalig, von dem vorigen adv. abgeleitetes adj., wovon dann wieder ein gleichlautendes adv.

[Bd. 4, Sp. 584]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) funfzehnmann, fünfzehnmann, m. was funfzehner 2), in so fern dieses das lat. quindecimvir ausdrückt. funfzehnmänner, quindecimviri. Kirsch 2, 123b. quindecimviralis, zu den funfzehenherren oder männern gehörig. Matthiä 1, 1168a. funfzehnmänner, quindecimviri. Haas 209a.

(Diana) horcht der funfzehnmänner
flehn.
Voss Horaz od. 4, 16, 70,

bei Klamer Schmidt

was die funfzehnmänner zu dir, o Phöbe!
flehn, verschmähs nicht!

 

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