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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
befehler bis befehligen (Bd. 1, Sp. 1256)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) befehler, m. unüblich, aber im folgenden vorausgesetzt. s. DWB befehliger.
 
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befehlerisch, imperiosus, stolz, übermütig. s. befehlhaberisch.
 
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befehlgemäsz, adv. entgegengesetzt dem befehlwidrig:

doch pflichtgemäsz, befehlgemäsz zu handeln.
Göthe 4, 22.


 
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befehlhaber, m. der zu befehlen hat, der befehlhabende general, officier: von den obersten und andern befehlhabern. Kirchhof disc. mil. 43; eher ein siegsherr, als befehlhaber. Schuppius 404; der obriste befehlhaber. 522. früher befelchhaber, heute gewöhnlich befehlshaber. s. befehlichhaber, befelchhaber, befehlshaber.
 
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befehlich, m. mandatum, nicht aus befehl mit der endung -ich -lich abgeleitet, sondern nichts als befelch, mit eingeschobnem i. belege oben unter befehl angeführt.
 
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befehlichen, imperare: mehr zum beispiele als zum befehlichen. Lohenst. Arm. 1, 31. s. befehligen.
 
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befehlichhaber, m. was befehlhaber: amtleute oder befehlichhaber. Luthers br. 5, 796. pers. reiseb. 1, 3.
 
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befehlichshaber, m. dasselbe:

als er geordent nun und fürgestellet allen
befehlichshaber hab, nach seinem wolgefallen.
Werders Ariost 13, 82.


 
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befehlichsleute, pl. officiere: schickt der herzog zu den angenommenen rittmeistern und befehlichsleuten. Schweinichen 1, 190. s.befelschsleute.
 
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befehlig, m. weichere, mehr niederd. form für befehlich, befelch, z. b. bei Micrälius 3, 418.
 
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befehligen , eingeschränkt auf die bedeutungen
1) praeesse exercitui, agmini: der könig befehligt das heer selbst; der general M. hat nur ein kleines corps zu befehligen.
2) mittere cum imperio, einen mit dem befehl versehen, beauftragen: er wurde befehligt, dies auszurichten; Saleh verkündiget dem volke, wie er von gott ihnen zu predigen befehliget sei. pers. rosenth. 7, 20; sagten, dasz sie befehligt wären, diese nacht bei uns (zur krankenpflege) zuzubringen. Felsenb. 4, 86;

ein herold ward dazu befehliget.
Kleist 2, 67.

dies befehligen leidet eine doppelte erklärung. es kann, wie viel andere verba -igen aus -en entsprungen sein, aber auch erweicht aus befehlichen, welches = befelchen. in beiden fällen geht es also auf befehlen zurück. s. befehlichen.

 

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