Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
beermelde bis beest (Bd. 1, Sp. 1244)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) beermelde, f. blitum.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beermost, m. ungeprester, von selbst aus den beeren laufender most.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beerpflaster, n. malagma, streichpflaster: ein köstlich gut beerpflaster, nimm u. s. w. böhre (= beere) das alles wol untereinander. Tabernaemont. 221. s. DWB beerbank.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beerreis, n. reis mit vogelbeeren, das die vogler auslegen.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beerstrauch, m. sambucus.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beerwein, m. wein aus dem beermost, der von selbst ausrinnt, im Elsasz vorlasz genannt.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beerwinde, f. convolvulus.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beerwolf, m. was bärwolf, werwolf: der satan nur schaden thut, beide der kirchen und policei, wie ein beerwolf. Luther 8, 213b; gott gebe dem bluthunde und beerwolf seinen lohn. Luthers br. 5, 345.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beerwurz, f. athamanta meum, nnl. beerwortel.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beessigen, aceto macerare: beessigte häringe. Garg. 55b.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beest, f. und n. franz. bête, früher beste, im 17 jh. nach dem engl. beast, nnl. beest f. auch in hochdeutscher sprache versucht:

[Bd. 1, Sp. 1245]


die erst erfunden hat ein solchs abschewlich beest,
ch'immaginò si abbominosi ordigni.
Werders Ariost 11, 27,

von erfindung des geschützes redend;

wann mich gefressen hat die wunderböse beest,
se la fera
nel brutto ventre avesse avuto a porme. 11, 57.

auch nnl. wurde das wort anfangs weiblich, bald aber, wie heute allgemein, neutral gesetzt. könig Belsazer muste wie ein ander beest beim wild im feld laufen. Andreae buszposaune Eb. Stieler 210 nimmt an das beest, pl. die beester, und so schreibt man in Niedersachsen: 2 kühe, 2 fette beester (schlachtvieh), 2 stück junges hornvieh. in gebildetem hochdeutsch klingt aber das beest, du beest! gemein, und man sagt dafür die bestie, du bestie!

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: