Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
beekler bis beerblau (Bd. 1, Sp. 1242 bis 1243)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) beekler, m. reprehensor: kühne erneuerer und beekler des alten. Klinger 3, 22. 11, 42.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beelenden, commiserari, bemitleiden, bedauern: der aber lang zübelen (zwiebeln) schelet, dem laufen die augen hinden nach uber. also der andechtig, fleiszig mensch, der on ufhören an dem zwibelen der uppigen eer schelet und alwegen an der schelet der anfechtung schneidet, beelendet billich sich selber, das er so unvolkomen ist und so vol gebresten, das im auch dick die augen davon uberlaufen. Keisersb. baum der seligkeit 22d. 23a; das er sein jamer und not beelende. post. 2, 7b. 94b; wenn der bilger sicht, das die deller feiszt und wüst sint, die drinkgeschirr unsufer, suppen und musz ermlich, so beelendet (jammert) es in, und gedenkt, werestu doheim. christl. bilger 206; er beellend sich selbs (fühlt sich fremd). 207. so noch in der Schweiz: es belendet mich, macht mich mitleidig; er belendet mich, ich erbarme mich sein. Stald. 1, 342. ich weisz nichts, das mir fält, weder (als) dasz ich mich beellende, dasz ich meine junge tag so ubel angelegt habe. Frey garteng. cap. 75. vgl. DWB barmen, gedeutet bearmen.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beemsigen, studere, befleiszigen. ungebräuchlich.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beenden, ad finem adducere, vollenden, zu ende bringen
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beendigen, dasselbe.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beendigung, f. vor, nach beendigung des kriegs.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beengen, coercere, coarctare, in die enge treiben, einschränken. nie aber, auch bei den dichtern nicht, bengen, analog dem bange und bangen. in der brust, im herzen sich beengt fühlen.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beerbank, f. so heiszt den ziegelbrennern die holzbank, auf der sie den lehm kneten und zubereiten, von dem mhd. bern, das sich noch in beerpflaster und abbeeren (sp. 12) erhalten hat, aber auch als einfaches wort bis ins 17 jh. dauerte. s. DWB beeren.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beerben , nnl. beerven.
1) heredem alicui esse, einen beerben: der sohn beerbt den vater, der vater den sohn; den reichsten omras und statthaltern, die er gern beerbt hätte. Wieland 8, 145; er heiratete eine bejahrte reiche witwe, in der hofnung sie bald zu beerben; du sollst mich allein beerben.
2) rem hereditate obtinere: wiltu es (das stück felds) beerben, so keuf es fur den burgern und fur den eltesten meines volks. Ruth 4, 4; beerbe du was ich beerben sol, denn ich mags nicht beerben. 4, 6; wenn einer ein gut nicht beerben noch erkeufen wolt, so zoch er seinen schuch aus und gab in dem andern. 4, 7; und wisset, das ir dazu berufen seid, das ir den segen beerbet. 1 Petr. 3, 9; wisset, das ir dazu berufen

[Bd. 1, Sp. 1243]


seid, das ir die benedeiung beerbet. Luther 2, 360a; das hündchen (neben dem todt auf dem felde liegenden bettler) hatte den ganzen bettelsack schon beerbt und ausgekernt. J. Paul biogr. bel. 1, 168. gewöhnlich sagt man heute das land, die sache erben, nicht beerben.
3) hereditate in alium transferre, auf einen erben: auf das ir besitzt das gute land und beerbet auf ewre kinder nach euch ewiglich. 1 chron. 29, 8; auf das ir mechtig werdet und esset das gut im lande und beerbet es auf ewre kinder ewiglich. Esra 9, 12.
4) beerbt sein heiszt leibliche erben haben, unbeerbt sterben, keine solche erben hinterlassen.
5) beerbte sind erbliche grundeigenthümer, die auf erbgut sitzen: der landrath wurde vom adel der provinz, der steuereinnehmer von den beerbten gewählt, der bauerschaftsvorsteher von den bauern. denkschr. des freih. vom Stein.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beerbfolgung, f. die vollkommenste allegorie von dem ursprunge, dem fortgange, der befestigung und endlichen beerbfolgung der königlichen gewalt unter den menschen. Lessing 6, 468.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
beerblau, blau wie heidelbeeren.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: