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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
beeinträchtigen bis beengen (Bd. 1, Sp. 1242)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) beeinträchtigen, nocere, injuriam facere alicui, eintrag thun (s. eintrag und eintracht): ob thierische begierde den geist in edleren geschäften und reinern vergnügungen beeinträchtigt. Wieland 3, 395.
 
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beeinträchtigung, f. damnum, injuria.
 
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beeisen, glacie obducere, mit eis überziehen, in eis hüllen:

der wind beeist das land.
Opitz 2, 71;

durch beeisten frost. Hugo Grot. 294;

jetzt, da die beeisten gebirge
und der einsame wald
stumm und menschenlos ruhn.
Klopstock 1, 76;

auch von des höchsten gebirgs beeisten zackigen gipfeln.
Göthe 1, 314;

ein alpenheer, beeist zu hauf. 4, 119;

am blumenleeren rande deines beeisten bordes. Fr. Müller 1, 130; überall, selbst nahe an den beeisten polen. Humboldt ans. der nat. 2, 3.
 
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beekeln, fastidire, reprehendere:

sein künstlicher geschmack beekelt seinen stand.
Haller;

ein männlein, das mit dünkeln und klügeln über allerlei gelehrte arbeit und schrift, auch wol meisterwerk seine lebenstage hat zubracht, geblinzt, und gethan, als obs sehn könnt, beekelt und gethan, als hätts ne zunge. Klopstock 12, 127.
 
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beekler, m. reprehensor: kühne erneuerer und beekler des alten. Klinger 3, 22. 11, 42.
 
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beelenden, commiserari, bemitleiden, bedauern: der aber lang zübelen (zwiebeln) schelet, dem laufen die augen hinden nach uber. also der andechtig, fleiszig mensch, der on ufhören an dem zwibelen der uppigen eer schelet und alwegen an der schelet der anfechtung schneidet, beelendet billich sich selber, das er so unvolkomen ist und so vol gebresten, das im auch dick die augen davon uberlaufen. Keisersb. baum der seligkeit 22d. 23a; das er sein jamer und not beelende. post. 2, 7b. 94b; wenn der bilger sicht, das die deller feiszt und wüst sint, die drinkgeschirr unsufer, suppen und musz ermlich, so beelendet (jammert) es in, und gedenkt, werestu doheim. christl. bilger 206; er beellend sich selbs (fühlt sich fremd). 207. so noch in der Schweiz: es belendet mich, macht mich mitleidig; er belendet mich, ich erbarme mich sein. Stald. 1, 342. ich weisz nichts, das mir fält, weder (als) dasz ich mich beellende, dasz ich meine junge tag so ubel angelegt habe. Frey garteng. cap. 75. vgl. DWB barmen, gedeutet bearmen.
 
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beemsigen, studere, befleiszigen. ungebräuchlich.
 
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beenden, ad finem adducere, vollenden, zu ende bringen
 
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beendigen, dasselbe.
 
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beendigung, f. vor, nach beendigung des kriegs.
 
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beengen, coercere, coarctare, in die enge treiben, einschränken. nie aber, auch bei den dichtern nicht, bengen, analog dem bange und bangen. in der brust, im herzen sich beengt fühlen.

 

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