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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bedienlich bis bedienung (Bd. 1, Sp. 1232)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bedienlich, commodus, utilis, beholfen: etliche grosze herren, so uns in unsern sachen bedienlich gewesen. pers. reiseb. 1, 14; sie sind arbeitsam und bedienlich den Franzosen und Spaniern. 3, 4; damit sie euch mehr in gutem als übeln zustande bedienlichen sein. Schoch stud. leben F. heute unüblich und durch diensam vertreten.
 
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bediensten, officium alicui tribuere, bedienstet officialis. Henisch 232.
 
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bediente, m. famulus, minister, pedisequus, gebildet wie aufwartete (sp. 772), und in der activbedeutung des part. praet. bedient (s. bedienen 4), wie sehr viele andere participia praet. so gebraucht werden, z. b. gemeint, gewillt, bedacht, beholfen, beredt, verliebt sein, vgl. gramm. 4, 69—71. Wolfram sagt: ungedient ich daʒ trage. Parz. 248, 29, d. i. ohne es verdient zu haben. Gewöhnlich in schwacher form der bediente, des bedienten, pl. die bedienten, und so auch nnl. de bediende, des bedienden; doch ist in starker zulässig ein bedienter, pl. drei bediente: sein general oder feldmarschalk, seine hofprediger und andere vornehme bediente. Schuppius 37; die fürnehmsten bedienten desselben hofes. pers. rosenth. 1, 20; seine bediente und sklavinnen waren die ausgesuchtesten gestalten. Wieland 1, 69; die menge und gute miene der bedienten. 1, 71; unter ihnen befanden sich viele lehensleute des vornehmen adels, wie auch verschiedene bediente des königs selbst und der herzogin. Schiller 822; das meiste, was man von seinen kleinen sonderbarkeiten weisz, hat man einem weiblichen bedienten des grafen von Oxford zu danken, die ihn vielleicht im mittlern alter gekannt hat. Lichtenberg 5, 66. s. lohnbediente, postbediente.
 
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bediente, f. famula: bei der frau Orgon ist eine bediente nicht allein eine maschine, die von früh bis in die nacht, ohne zu ruhen, sich bewegen musz, nein sie hat noch mehr zu ertragen. Gellert 3, 234.
 
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bedientenhaftigkeit, f. Maltens neueste weltkunde 1846 s. 212.
 
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bedientenrock, m. livree.
 
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bedientenschwarm, m.

und ein bedientenschwarm die marmorsäle füllet.
Uz.


 
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bedientenseele, f.
 
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bedientenstube, f.
 
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bedientenvolk, n.
 
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bedienung, f. 1) wie dienst, dienstleistung: die bedienung ist hier (im gasthaus) gut, schlecht; du verstehst dich nicht auf deine bedienung. 2) wie dienst, amt, stelle: Carolus Crassus nahm seinem canzler seine bedienung. Hahn 1, 269; haben den schutzgott ihres glückes auf erden in ihrem fürsten zu suchen, in dessen hand die bedienungen stehen. J. E. Schlegel 3, 326; ein gleiches recht zu allen öffentlichen bedienungen. Schiller 1068; nicht wieder auf das theater zurückzukehren, vielmehr eine bürgerliche bedienung, sie sei auch welche sie wolle, anzunehmen. Göthe 18, 78; noch ehe er eine bedienung erhielt. 19, 303; es kostet ihm núr ein wort, so macht ihm don Alvarez eine bedienung aus. Lenz 1, 218. wird heute ungern verwandt, wenn unter dem dienst ein öffentliches amt gemeint ist. 3) dienerschaft: männliche, weibliche bedienung; ein knabe, der sich bei Wilhelmen als seine bedienung ankündigte. Göthe 20, 8.

 

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