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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
beckelmannshaube bis beckenmagd (Bd. 1, Sp. 1215 bis 1216)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) beckelmannshaube, f. dasselbe:

ich hab ein gut beckelmannshauben,
und auch gut blodermanns handschuch,
hab auch an ein banzere bruch,
zum hader bin gerüstet ich.
H. Sachs IV. 3, 51b.

[Bd. 1, Sp. 1216]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) becken, pungere, tundere, bicken, picken. Schm. 1, 150;

gleichwie die englisch sackpfeif sprecken
und wie die reuszisch ruszpfeif becken.
Fischart groszm. 43;

unser beider abconterfect
in stein gehauen und gebeckt.
Ayrer 325b.


 
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becken, n. pelvis, labrum, mlat. bacinus, baccinus, bacinetum (Ducange 1, 526. 527), schon bei Gregor von Tours 9, 28: Brunichildis quoque regina jussit fabricari ex auro ac gemmis mirae magnitudinis clypeum, ipsumque cum duabus pateris ligneis, quas vulgo bacchinon vocant, eisdemque similiter ex gemmis fabricatis auro, in Hispaniam regi mittit. hier also hölzerne schalen, mit gold und edelsteinen verziert. ahd. pecchin (Graff 3, 30) und pecchi, mhd. becke und becken (Ben. 1, 97a). man versteht darunter
1) ein flaches gefäsz, um darauf wasser zu gieszen oder auch blut zu lassen, handbecken, fuszbecken, barbierbecken, bartbecken, kammerbecken, waschbecken: und nemet ein püschel isopen und tunket in das blut in dem becken. 2 Mos. 12, 22; und Moses nam die helfte des bluts und thets in ein becken. 24, 6; schalen, schüssel, becken, leffel und pfannen von lauterm golde. 1 kön. 7, 50; das sie trinken und vol werden als das becken. Zach. 9, 15; darnach gosz er wasser in ein becken, hub an den jüngern die füsze zu waschen. Joh. 13, 5 (welche stelle gothisch nicht einzusehn ist). dasz ein solches becken auch von holz sein konnte, lehrt Gregor.
2) flache metallscheiben zum aneinanderschlagen und erklingen, cymbalum: mit solchem klang, als wan man sonst den immen auf eim becken schlägt (um sie zu locken). bienenk. 240a; becken der spielleute;

die hellen becken musz ich schlagen
und ward von vielem weinen blind.
Cl. Brentano.


3) flache vertiefung der erde oder felsen, worin wasser enthalten ist, it. bacino, franz. bassin: thalbecken in einer landschaft;

wie durch holer felsen becken weint ein bach.
Schiller 8a.


4) pelvis muliebris. die zusammensetzungen mengen sich mit den alten von becke pistor.
 
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beckenband, n. verbindung der das becken bildenden theile.
 
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beckenblutader, f. vena pelvis.
 
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beckenbrot, n. beckerbrot, d. i. feil, nicht zu haus gebacken. unter den spielen führt Fischart 173 an: Memminger vokatzer beckenbrot.
 
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beckenbub, m. socius pistoris mercenarius, beckerknecht, beckerbursch: beckenbuben zu Basel, fischerbuben zu Straszburg. Fischart groszm. 71; hurnauszenstürmig und brämenschwirmig wie die beckenbuben auf der tanzlauben und dem fechtboden. Garg. 82b.
 
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beckenförmig, wie ein becken gestaltet.
 
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beckenhöle, f.
 
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beckenknecht, m. was beckenbub: Wickram rollw. 87;

mein mann alsdann in der mül ist
und auch mit ihm sein beckenknecht.
Ayrer fastn. 85c.


 
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beckenmagd, f. speirische beckenmägde. Garg. 273a.

 

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