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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bastseil bis batengeschenk (Bd. 1, Sp. 1152 bis 1157)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bastseil, m. vimen e libro textum, bästlein.
 
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bastulme, f. ulmus campestris.
 
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bastützler, m. s. DWB apostützler sp. 536.
 
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bastwurm, m. phalaena spirilinguis, raupe die sich in den bast der apfelbäume bohrt.

[Bd. 1, Sp. 1153]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) basz, adv. melius, ahd. paʒ, mhd. baʒ, alts. bat und bet, ags. bet, mnl. bet, altn. betr. die goth. form erscheint nicht, musz aber, wie gramm. 3, 589 vermutet wurde, gelautet haben bats, nach der analogie von mais magis, mins minus, suns ocius u. a. m. das adv. bats verhält sich zum neutrum des adjectivischen comparativs batizô, wie mais zu maizô, mins zu minnizô; das latein unterscheidet magis von majus, bedient sich aber für bats und mins des adjectivischen melius und minus, gerade wie engl. nnl. schwed. und dän. das ältere adv. bet erlosch und durch das neutrum des adj. better, beter, bättre, bedre vertreten wird. nhd. aber hat sich basz neben besser behauptet, mehr neben mehrere, doch das alte min muste dem adjectivischen minder weichen.
In bats, mais, mins, suns ist das auslautende S zeichen des comparativs, im ahd. mêr, mhd. mêr, nhd. mehr, altn. meir ward es zu R, im ahd. paʒ, mhd. baʒ, nhd. basz schwand es, wie in min, doch im altn. betr blieb es haften. merkwürdig sind einzelne spuren von baser (wie Luther bas und das schreibt statt basz, dasz) im 16 jh., worin ein altes adv. baʒer, unterschieden vom adj. beʒʒer enthalten sein könnte: das du die innerlich und dein angeborne tugent dester baser und brachtlicher an tag bringen magst. Wirsung Cal. 3b; wirdt der nagel rot, so hat es geng, wa nit, so lasz es baser sieden. Seutter s. 2; bei Keisersberg wechseln fürbasz und fürbaszer. vielleicht aber faszte die damalige zeit basz als positiv auf und comparierte ihn von frischem, wofür auch die vorhin (sp. 1150) aufgeführte superlativform bast anstatt best zu sprechen scheint.
Wie steht es aber um den eigentlichen positiv zu basz, dem die vorstellung bonus, nicht melior beiwohnen müste? jeder comparativ seiner natur nach setzt einen positiv voraus, doch fast in allen sprachen erlöschen die einfachen positive zu den comparativen melius, pejus, magis, minus und werden durch abgeleitete oder ganz andere wörter ersetzt, wie z. b. im latein durch bene, male, multum, parum. aus demselben grunde tritt auch bei uns an die seite des comparativen bats und baʒ der positiv vaila, wela, wola von verschiednem stamm. theoretisch aber musz es einmal einen wirklichen goth. positiv bata bene, oder ein adj. bats bonus (unterscheidbar von jenem bats = batis melius) gegeben haben, die über die geschichte unsrer sprache hinausreichend sich dem skr. bhadra felix, excellens vergleichen und die wurzel bhand gaudere, excellere anerkennen (Pott 1, 245. Bopp vergl. gr. 411 und gloss. skr. 243a), verwandt ist vielleicht das ir. fearr, ferr melius, doch musz verglichen werden was unter busze und büszen gesagt ist.
Dies über den ursprung und die form von basz vorausgeschickt, kann nun eine darstellung seines gebrauchs gegeben und in folgende regel zusammengefaszt werden: basz steht immer als adverb, besser ursprünglich nur als adjectiv; allmälich aber wurde besser (gleich dem lat. melius) auch adverbialisch verwendet und der gebrauch von basz, das man nicht mehr recht verstand, dadurch eingeschränkt.
1) basz in bezug auf das verbum des satzes, oft im sinn von eher, leichter, mehr, und mit ehe oder mehr ausdrücklich verbunden: die künige mügen basz köstliche speis uberkumen, dann das gemein volk. Keisersb. sünden des munds 4b; gott ist weiser dann du bist, und weisz basz zu wittern (wetter zu machen), weder du. 18a; disen menschen ist nit basz ze helfen, weder das (als dadurch dasz) sie glouben erfarnen leuten. 19a; so schedigstu in mer, weder stülest im gelt und zeitlich gt, wann er möcht es basz leiden. 28a; die leut meinten, sie wolten es umb andere (bei andern kaufleuten) basz kaufen. 22b; ich weisz es wol und basz wen (als) du mirs sagen kanst. 41b; du wilt ausz dem doppel und in ein einöd gon, das du es (des zankens) abkumest, da magstu got basz dienen weder also. 43a; so spricht er, ich wil im basz nachsehen und nach gedenken. 60a; wilt du aber vier reder haben, die behaltest du basz, so hab gott lieb uber alle ding, ist éin rad, hab darnach dich selber lieb, das ist das ander rad, und hab lieb deinen freund, das ist das drit rad, und hab lieb deinen feint, das ist das vierd rad. 89a; er musz dir den kopf basz zerschlagen. 67a;

dem trugen die erzt sülchen hasz,
und deten weder wirs noch basz. fastn. sp. 1255;

wer ich bei meinem bulen,
wie könt mir bas gesein?
Uhland 73. Ambr. lb. s. 50;

so spei einmal, so wirt dir basz.
Scheit grob. D 4a;

[Bd. 1, Sp. 1154]



ein andermal so geht es basz. Q 2b;

so hebt sich erst das murmlen basz. J 2a;

ei lantsman, trink doch basz. M 4b;

damit ers basz verneme. Bocc. 1, 235b; da das der mann vernam, dasz sein weib basz und höher verkauft hett. 2, 31a; sintemal ich es basz dann du verkauft hab. 2, 31b; damit sie sein noch basz freud haben möchten. 2, 20b; der basz den du in hohen freuden stehn wird. 2, 62a; wolan, wir wollen dich bas plagen denn jene. 1 Mos. 19, 9; woran kund er seinem herrn bas gefallen thun, denn an den köpfen dieser menner? 1 Sam. 29, 4; Ahab hat Baal wenig gedienet, Jehu wil im bas dienen. 2 kön. 10, 18; das wird dem herrn bas gefallen denn ein farr, der hörner und klawen hat. ps. 69, 32; den erwürgeten durchs schwert geschah bas, weder den, so da hungers storben. Jer. klagel. 4, 9; die mütter haben alle söne lieb, und geräth doch zuweilen eine tochter bas denn der son. Sir. 36, 23; und solcher einer kan oft etwas bas ersehen, denn siben wechter. 37, 18; als woltet ir in bas verhören. apost. gesch. 23, 15; welcher geschicklichkeit so man ansihet, scheinet es wol, das ir tichter zu viel zeit und papir gehabt, derselben nicht hat gewust bas anzuwenden. Luther 1, 48a; durch welche gesetze die welt würde bas regiert, dan itzt mit den zinsen. 3, 43; aber das ich den teufel bas abmale. 3, 51b; ein apostel ist höher denn ein prophet laut bas, denn apostel ist höher denn prophet. 3, 466; das wird bas beiszen, denn ir lachen. 6, 86b; nu höre weiter, wir wöllen in noch bas sehen. 6, 90b; wie ein messer bas schneidet, denn das andre. tischr. 180a; wer auf dise weis lesen lernet, der list auch das latin vil leichter und bas, dann ders lernet durch das gemein buchstaben, wie mans nennet. Val. Ickelsamer b 6; da merkt er die verenderung der laut und stimm vil ehe und bas, dan so ers von einem andern hört. b 7;

so, nagel, ich dich wacklet merk,
an dir versuch ich pasz mein sterk.
Schwarzenb. 121, 2;

dann als ich wol erquigket was,
da kamen wir zu reden pas. 150, 2;

der hätt dich des bescheiden pasz. 152, 2;

er versucht sich aber basz an ihm.
Alberus 11;

er meint es solt ihm basz gelingen. 20;

ich bitt noch, wöllt euch basz bedenken. 33;

halt, halt, ich wil den pfarrer bringen,
der selb kan basz zu diesen dingen.
H. Sachs III. 3, 43d;

und ist kein uneer, wer basz mag, der nimpt dem andern das sein on gewissen auf dem mör. Frank weltb. 17a; ist nit unnütz si ein wenig basz erleuteren. 176a; es wirt den stetten Tyrus und Sidon basz ergehen am tag des gerichts dann euch. Reiszner Jer. 1, 125b; wolt in basz probieren. Eulensp. cap. 79; hab ich gedacht dis mein büchlin nit basz anzlegen. Wickrams bilger A 2; ach wie möcht basz geschehen mir. B 3; wer mich einmal beteuschet, der sol micht nit basz beteuschen. Lehmann 2, 473; es ist keim basz als in seim haus. Fischart ehz. 46; stricks umb den hals, wird sich basz schicken. bienenk. 27b; trag auf, zelt nicht, lauf basz! Garg. 98b; bekäm mir basz. 99a;

dann was stat basz, dann wann die jugend
nachschlägt irer vorfaren tugend? gl. schif 153;

pas wers, ich wer ein schuster worden.
Ayrer fastn. 99a;

ist es nicht basz zu beth voll wein,
dan auf der erden tod zu sein?
Weckherlin 412;

dan eben nach müh und verdrusz
kan man der ruh vil basz genieszen. 493;

den frawen kan fürwahr nichts dan ihr lob erschallen
und ihrer schönheit macht besingen basz gefallen. 749;

im felde stirbt sichs basz.
Fleming 134;

du bärenhäuter nim dein dintenfasz,
geh in die schul und lerne basz.
Schuppius 645;

es lernte Jost ohn unterlasz,
dasz ihm der kopf fast rauchte,
kein mutterkind studierte basz
was es zu wissen brauchte.
Hagedorn 3, 113;

nun, da ihr die verliebten seelen
so unaussprechlich elend seht,
dasz satan selbst sie basz zu quälen
nicht möglich fände.
Wieland 9, 203;

da sollte Bacchus juchhei basz
ans ohr der kenner schlagen.
Bürger 9a;

drob ärgern sich nun freilich basz (tüchtig)
die herren facultisten. 40a;

die herren von der klerisei
und aus dem edeln rathe
verschmelzen mehr in supp und brei
und prunken basz im staate (als ein dichter). 40a;

[Bd. 1, Sp. 1155]



basz glückt harfenspiel und sang,
wenn ich brav schlampampe. 50b;

was glockenklang, was chorgeplärr!
die jagdlust mag euch basz erfreun. 70a;

der rechte ritter sprengt heran
und warnt den grafen sanft und gut,
doch basz hetzt ihn der linke mann
zu schadenfrohem frevelmut. 70b;

mags, frommer narr, dich basz verdrieszen,
so will ich meine lust doch büszen. 70a;

ha, dasz du deiner besten kuh
selbst angewachsen wärst,
so sollt es basz mein herz ergetzen,
euch stracks ins himmelreich zu hetzen. 71a;

er rühmt dir basz sein gutes herz,
will freundschaft mit dir treiben.
Gökingk an Bürger 39a;

ich sehe wol, das ding verdrieszt dich basz.
Gökingk 2, 206;

ihr zechet basz (tüchtig)!
Gotter 3, 491;

ein guter schlaf stellt alles her,
und morgen bin ich basz.
Claudius 5, 140;

den edeln Bajard zu besingen
gefällt mir basz,
als unsern helden weihrauch bringen.
Stolberg 1, 290;

das macht, er thät sich basz (tüchtig) hervor,
thät die welt mit seinem kriegsruhm füllen.
Schiller 324a;

habens gekauft, es freut sie basz (sehr),
eh mans denkt, so betrübt sie das.
Göthe 2, 246;

sind die im unglück, die wir lieben,
das wird uns wahrlich basz (sehr) betrüben. 2, 306;

dreihundert jahre hat sich schon
der protestant erwiesen,
dasz ihn von pabst- und Türkenthron
befehle basz (stark) verdrieszen.
was auch der pfaffe sinnt und schleicht,
der predger steht zur wache,
und dasz der erzfeind nichts erreicht
ist aller Deutschen sache. 3, 146;

das sollte frau wahrheit basz verdrieszen. 5, 132;

das wesen ist mir recht zur qual
und musz mich basz verdrieszen,
ich stehe hier zum erstenmal
nicht fest auf meinen füszen. 12, 229.

alle neueren belege sind aus der poesie und lehren, dasz das adv. häufig positivbedeutung gewinnt; wo es aber noch comparativische behält, wird in prosa immer besser dafür gesagt. jenes basz für tüchtig, sehr, gewaltig, gestattet sich zuweilen auch die prosa, z. b. er liesz ihn in ungewisheit, dasz reue und furcht ihn basz mürbe machen möchten. Claudius 8, 42; und wenn ich ihn basz gepeinigt hätte. Hermes in Soph. reisen 1, 659; wie wir nun scharmierend um die frauen herumschmunzelten, dasz es einem basz wol thät. Klingers th. 4, 121. hier wäre besser unstatthaft. man sehe auch pasz und unpasz.
2) participia sowol praes. als praet. gleich andern adjectiven zu steigern, war schon ahd. und mhd. unbeliebt, wiewol den gramm. 3, 584. 585 gegebnen seltnen beispielen noch einzelne zugesetzt werden können. in der regel aber pflegte man den comparativ durch vorangehendes baʒ, wie auf romanisch durch plus auszudrücken: mhd. baʒ gemuot. MS. 1, 83a; baʒ geziert. Wigal. 7272; baʒ geriten. Parz. 119, 5. 537, 11 u. s. w. (Ben. 1, 94a); mnl. bat ghemaect, bat oder bet gheraect. dies geschieht nun auch nhd., doch mit recht besteht daneben auch adjectivische comparation. ein kalter trunk wassers wird basz schmackend sein, dann u. s. w. Fischart groszm. 30; baszgeberdiger seie (neben der gewöhnlichen steigerung, für basz gebärdig). Garg. 144a; du bist wahrlich in dieser sachen basz erfahrner (erfahren hätte ausgereicht). Ayrer proc. 1, 7; für basz wird aber heute vorgezogen besser: ich bin besser unterrichtet, besser beritten als du. Seltner hingegen steht ein solches basz oder besser vor adjectiven: der basz gemutest man. Bocc. 2, 125b; doch wil ich hierin keinem basz verständigen fürschreiten. Ayrer proc. 1, 1, wo es richtiger hiesze keinem verständigeren; einem dichter mag es eher gerecht sein:

nun lächelt sie
so minniglich die lehre,
gar sanft mirs thut,
bin basz gemut (= besser zu mute),
denn ob ich kaiser wäre.
Voss 4, 30.

ähnlich ist: und nach den zehen tagen waren sie schöner und bas bei leibe (= beleibter), denn alle knaben, so von des königes speise aszen. Dan. 1, 15. Bemerkenswerth scheint auch bei Steinhövel die häufung von besser und basz vor participien: ist es nicht besser und basz gethan, ich vergünne das? Bocc. 2, 16a; denn du die best und basz geboren tochter

[Bd. 1, Sp. 1156]


bist dieser statt. 2, 59b. in der alten Ulmer ausgabe 227a ist es nicht besser und bas getan; 260b aber: denn du die peste und pasz gepornest tochter pist diser stat. Es läuft auf eins hinaus, ob man diese basz beritten, basz verständig als gesteigerte wol beritten, wol verständig oder als gesteigerte beritten und verständig ansehen will.
3) die ahd. mhd. auch mnl. sprache pflegte baʒ und bet mit den partikeln höher nieder näher ferner her hin für auf und aus zu verbinden, wenn zu den wörtern des stehens gehens tretens reitens fliegens und sitzens die richtung bezeichnet werden sollte. ahd. nidar baʒ sizzi. fragm. theot. p. 7; sizzi noh hôhôro baʒ. daselbst; hera paʒ, hina paʒ. gramm. 3, 214. mhd. wîchet hôher baʒ. Nib. 1880, 1; sitzent hôher baʒ. Gerh. 4561; enthielt er hôher baʒ. Er. 825; er lie die gürtel nider baʒ. Helmbr. 1153; gestuont hin nâher baʒ. Iw. 5228; nâher helde baʒ. Nib. 2069, 1; urloup nâh und nâher baʒ. Wolframs lieder 5, 14; trat nâher baʒ. Trist. 179, 7; hine baʒ. pass. K. 430, 63; rît her nâher haʒ. 236, 25; zôch nâher baʒ. Wigal. 5367; ruck her nâher baʒ. graserin 7, 3; vür baʒ. Nib. 1071, 3. Iw. 3020. Trist. 179, 5; ûf baʒ. pass. H. 151, 10. 342, 29. K. 432, 61. mnl. geht das bat oder bet voraus: bet naer. Maerl. 3, 179; bet naer. Lanc. 5631. bat naer. 25778; bat neder. 20952; trec bet achter. Maerl. 3, 109. altn. hingat betr, propius.
Von allen diesen dauerte nhd. fürbasz ulterius noch am längsten: und wenn du dich von dannen furbas wendest. 1 Sam. 10, 3; und da er von dannen furbas gieng. Matth. 4, 21. 9, 27; doch das etliche zeit hangen liesz, nicht fürbasz suchet, also das gute junge mägdlin fürbasz span. Bocc. 1, 234a; sage mir fürbasz, dasz dich gott gesegne. 2, 80a; bei Keisersberg erscheint bald fürbasz, bald fürbaszer und mit nl. voranstellung basz naher = naher basz: so wolt er inen verheiszen und zgesagt haben, das sie basz naher würden kummen. sünden des munds 22b. fürder basz steht im Ambr. lb. s. 40. Stieler 719 führt an basz dran, basz oben, basz unden, basz forn. z har basz steht bei Uhland 406, auf basz oben sp. 618. heute sind auch sie veraltet und man fügt etwa besser statt basz einzelnen jener partikeln zu: besser heran, herunter kommen, besser hinab steigen; tritt besser her, besser hinter! Tobler 36b mit vorangestelltem bas gibt an: bas aba, bas noba, bas föra.
4) auf gleiche weise hat sich die mit dem alten instrumentalis gebildete partikel des diu paʒ, wie des diu mêr, des diu min, mhd. in deste baʒ, deste mêr (mit t für d wegen der anlehnung) verdünnt. nhd. lautete sie früher noch desto basz, deste basz, dester basz: auf das man dich desterminder erschte, und desterbasz darvon möchtest kummen. Keisersb. sünden des munds 22b; damit dieselbe räth ihres raths und diensts desto basz zukomen. reichsabsch. von 1512. §. 10; auf das mirs deste bas gehe. 1 Mos. 12, 13; damit das volk den gesang deste bas vernemen möge. Luther 7, 14b; damit solche schiffart desto basz von stat gehen möge. Micrälius 4, 104; damit alle sachen dester basz versehen werden. Reutter kriegsordn. 34. heute nur noch bei den dichtern, die sich auch des bloszen basz bedienen:

dagegen kann ihr pfauenpaar
sie desto basz erfreuen.
Bürger 27b;

die sonne mag uns tausend segen schenken,
doch sengt und brennt oft desto basz dafür. 55b;

in prosa aber heiszt es nur desto besser. Bei diesem deste und desto darf nicht übersehen werden, dasz der vorausstehende gen. des ursprünglich abhieng von dem im te oder to enthaltnen instrumental diu, der dem lat. eo in eo melius entspricht. mnl. hiesz es des te bat hebben, vortheil aus etwas ziehen, mi es des te bat, es gereicht mir zum nutzen. der gen. des konnte aber auch wegbleiben, wie er vor dem lat. eo immer fehlt, und dann hätte das te wieder de werden sollen, weil kein anlasz weiter war, die alte tenuis fest zu halten; man liesz aber nnl. te bat stehn, und nhd. entfaltete sich vielleicht ein ganz unorganisches zu basz, zu pasz, dessen sinn schwer zu fassen, nur aus den beispielen selbst zu entnehmen wäre: ich bin übel zu basz, perdita sum valetudine. Mich. Neander sylloge loc. 154b; ich was nit wol zu pasz. Eulensp. cap. 85; solche bossierliche spiel konnt er so meisterlich zu pasz bringen, dasz ihm ein lust zu zu sehen und zu hören war. Garg. 170a. zu basz bringen, zum besten geben, zu basz sein, sich zum besten befinden? Doch richtiger nimmt man an zu bas, zu pas = zu passe, nnl. te pas, nd. to pas vom

[Bd. 1, Sp. 1157]


folgenden (mehr unter P). Leicht verständlich sind je basz und so basz: und thet im ie lenger ie basz gefallen. Keisersb. sünden des munds 57a; setz aber ein clein kolenglut und ie basz und basz richt kolen darumb. küchenmeisterei a 5; ie mehr die reb den weinstock ergreifet und basz in im stehet verwurzlet, ie mehr sie saft in sich sauft. Frank laster a 2; meine bücher, so basz ich immer mag und sich das schicken will, zu transferieren und auslegen. Hutten 5, 41. heute, je länger je besser, je mehr je besser.
 
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basz, m. passus, franz. pas, jetzt pasz, genauer pas, gen. passes, ganz verschieden von dem vorhergehenden:

dasz etlich longae gehn den basz,
breves den zelt gehn lernen lasz,
ancipites zu basz und zelt
könt brauchen wie es euch gefelt.
Isaacus Gilhusius marpurgensis grammatica (eine comoedia) 1597 s. 69.


 
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bat, ablaut von bitten.
 
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bataille, f. proelium, acies. dies fremde wort war schon frühe unter uns hergebracht, vgl. das mhd. verbum bataljen, proeliari bei Ben. 1, 93a. man gebrauchte es auch, wie treffen, von der schlachtordnung: herzog Bernhard von Weimar, der die eine bataille führte. Micrälius 5, 297.
 
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bate, m. sowol baptismi sponsor als filiolus baptismatis, das heutige pathe, der mhd. schreibung gemäsz (Ben 1, 93a) und nach der üblichen umsetzung des fremden P in deutsches B. Stieler 77; bathe. unw. doct. 672.
 
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batengeld, n. pathengeld: der geist aber ist das kleine beutelein, da das batengelt, das ungerische gold innen lieget. Luthers tischr. 198a.
 
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batengeschenk, n. donum lustricum. Stieler 1760.

 

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