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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bärenklee bis bärenohr (Bd. 1, Sp. 1129 bis 1130)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bärenklee, m. steinklee, melotenklee.
 
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bärenknoblauch, m. allium ursinum, s. DWB bärenlauch.
 
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bärenkoth, m. stercus ursi, bärendreck. in den berghütten, das unreine, beim schmelzen oben schwimmende.
 
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bärenkraut, n. verbascum thapsus.
 
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bärenkris, in Schwaben niedres strauchwerk, buschholz; soll das sein chriesi kirsche, oder griesz stein, sand?
 
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bärenlappe, m. lycopodium clavatum, auch bärlapp, bärlappe genannt, eine urk. von 1303 bei Heinr. Schreiber no 67 hat den mannsnamen Bernlappe, und ahd. lappo ist palma, palmula, hand, folglich pfote, tatze, so dasz bärenlappe wie bärenfusz, bärenklaue zu fassen wäre. lycopodium heiszt nach dem wolf, dän. ulvefod, engl. wolfsclaw, sonst auch nach dem löwen löwenfusz, was mit bärenfusz mythisch einerlei. Der gelbliche, entzündbare samenstaub, semen lycopodii, hexenpulver, sulphur vegetabile dient auf der schaubühne zum blitz machen:

seine blitze sind nur von bärenlappen.
Wieland 20, 216.


 
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bärenlauch, m. allium ursinum.
 
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bärenlaune, f. morositas, brummiges wesen: er ist heute in seiner bärenlaune.

[Bd. 1, Sp. 1130]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bärenmoos, n. polytrichum.
 
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bärenmutzle, n. ursulus. Maaler 48c, und zu Bern heiszt der bär noch heute der mutz, vielleicht von mutzen, zustutzen, putzen (s. DWB aufmutzen), weil die bären ihre unförmlichen jungen grosz lecken?
 
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bärenohr, n. auris ursi, das kleine, gestutzte ohr des bären. Linnaeus gab ausländischen pflanzen den namen arctotis.

 

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