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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bären bis bärenfett (Bd. 1, Sp. 1127)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bären, ferre, parere, goth. bairan, ahd. përan, mhd. bërn, wofür aber jetzt nur gebären parere gilt, indem die bedeutung von ferre dem tragen überwiesen wurde. fride beren erscheint noch im j. 1320 weisth. 1, 671. 672; bärender baum, fruchttragender noch in der öfnung von Güttingen bei Pupikofer, wie der Ssp. 2, 28 berende (bei Homeyer barende) bome sagt. (s. DWB bärhaft). Fischart Garg. 258b hat noch unbären = unfruchtbar sein, von weibern. der untergang des einfachen worts muste auch den der schönen ableitungen barm sinus und barn infans nach sich ziehen. nnl. dauert baren noch fort. s. DWB bar.
 
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bären, ferire, verberare, s. DWB beren.
 
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bären, marem appetere, von der bärin: die bärin bäret, wie es heiszt die kuh öchselt, die stute hengstet; weiln die bärin um diese zeit (gegen lichtmesz) anfängt zu bären (hitzig, brünstig zu werden). Hohberg 3, 342a. man sagt ebenso von der sau, und dann leitet es sich von bär aper.
 
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bärenbeiszer, m. canis molossus ursum aggrediens, ein kurzhaariger, dickköpfiger, schwarzschnauziger hund, dessen man sich in der bärenhatz bedient, wie des bullenbeiszers gegen den stier. nicht zu verwechseln mit barnbeiszer.
 
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bärenblust, n. rhododendron ferrugineum. Stalder 1, 135, alprose.
 
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bärenbrot, n. wenn der Mainzer waldbote auf die brotschau gieng, führte er einen bären mit sich, wofür ihm die becker ein brot entrichteten. weisth. 1, 533, vgl. deutsche myth. 743.
 
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bärendreck, n. rubus caesius, weil man den strauch aus dem koth des bären aufgehen liesz. auch fuchsbeere, bocksbeere. schweiz. ist bärendreck süszholzbaumsaft. Stalder 1, 135.
 
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bärenfang, m. captura ursorum, die bärenjagd, häufig auch die angelegte grube, in der sich bären fangen sollen.
 
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bärenfackel, f. verbascum thapsus.
 
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bärenfenchel, m. bärwurz.
 
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bärenfett, n. adeps ursorum.

 

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