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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bardisch bis bärenbrot (Bd. 1, Sp. 1127)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bardisch, poeticus, dichterisch: der bardische quell. Klopstock 1, 245; die verlornen bardischen denkmale. 3, 170; diese genauigkeit scheint unumgänglich, wenn ein bardisches ohr die kunstreiche harmonie eines Flaccus fühlen soll. Lessing 3, 209;

der esel sang mit bardischem geschrei.
Pfeffel 1, 128.


 
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bäre, n. nassa, pera, mhd. bêre (Ben. 1, 105b. 106a): beren in den bach setzen. weisth. 1, 23; man pflegt sie zu fahen gemeiniglich mit garnen, bären und dergleichen instrumenten. Forer 164b.
 
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bareis, n. eis das blosz, baar liegt, unbedeckt von schnee.
 
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baren, procedere, se gerere, gewöhnlicher gebaren, ahd. gebârôn (Graff 3, 151a): denn wie e. k. gn. damit wil faren oder baren, sol es geschehen. Luthers br. 3, 99; der hundert gulden vermag, baart als vermüge er zwei. Frank laster d 3; daselbst baret er, als wer er von seinem sun vertriben. chronik 149b; das man vor fürwitz schier nit mer weiszt, was man an sol thn, oder wie man sol reden, paren, geen und einher tretten. 524b; er sol auch nach gelegenheit der zeit etwan baren, als förcht er ihm. Fronsp. kriegsb. 1, 176b.
 
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baren, m. bei den orgelbauern ein gedecktes, sanftes register. baren schreien hat Schmid schw. wb. s. 43 aus einer urk. von 1532; barren, sublate et ferociter clamare more ursorum. Henisch 192. Stalder 1, 136. s. DWB bar, gesang.
 
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bären, ferre, parere, goth. bairan, ahd. përan, mhd. bërn, wofür aber jetzt nur gebären parere gilt, indem die bedeutung von ferre dem tragen überwiesen wurde. fride beren erscheint noch im j. 1320 weisth. 1, 671. 672; bärender baum, fruchttragender noch in der öfnung von Güttingen bei Pupikofer, wie der Ssp. 2, 28 berende (bei Homeyer barende) bome sagt. (s. DWB bärhaft). Fischart Garg. 258b hat noch unbären = unfruchtbar sein, von weibern. der untergang des einfachen worts muste auch den der schönen ableitungen barm sinus und barn infans nach sich ziehen. nnl. dauert baren noch fort. s. DWB bar.
 
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bären, ferire, verberare, s. DWB beren.
 
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bären, marem appetere, von der bärin: die bärin bäret, wie es heiszt die kuh öchselt, die stute hengstet; weiln die bärin um diese zeit (gegen lichtmesz) anfängt zu bären (hitzig, brünstig zu werden). Hohberg 3, 342a. man sagt ebenso von der sau, und dann leitet es sich von bär aper.
 
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bärenbeiszer, m. canis molossus ursum aggrediens, ein kurzhaariger, dickköpfiger, schwarzschnauziger hund, dessen man sich in der bärenhatz bedient, wie des bullenbeiszers gegen den stier. nicht zu verwechseln mit barnbeiszer.
 
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bärenblust, n. rhododendron ferrugineum. Stalder 1, 135, alprose.
 
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bärenbrot, n. wenn der Mainzer waldbote auf die brotschau gieng, führte er einen bären mit sich, wofür ihm die becker ein brot entrichteten. weisth. 1, 533, vgl. deutsche myth. 743.

 

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