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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bahngalopp bis bahre (Bd. 1, Sp. 1079)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bahngalopp, m. der auf der reitbahn erlernte künstliche galopp eines pferdes, zum unterschiede von dem freien feldgalopp.
 
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bahnhobeln, aushobeln, glatthobeln. s. DWB bahn 12.
 
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bahnhof, m. der hof mit den betriebsgebäuden einer eisenbahn.
 
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bahnhofgebäude, n.
 
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bahnig, was glatte flächen hat. bergmännisch, bahnige zinngraupen.
 
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bahnlos, unwegsam. s. DWB bahnenlos: bahnlos liegts hinter mir. Schiller 362.
 
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bahnung, f. apertura viae:

eurer kühneren bahnung
spähe der regeler nach.
Voss 3, 67.


 
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bahnwart, m. wärter auf eisenbahnen.
 
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bahnwärter, dasselbe. nicht zu mischen mit dem alten banwärter = bannwärter.
 
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bahnzug, m. wagenzug auf einer eisenbahn: die bahnzüge folgen sich rasch; zwei bahnzüge stieszen aufeinander.
 
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bahre [bare], f. feretrum, wie dieses von ferre abgeleitet von beren, bären, tragen. ahd. pâra (Graff 3, 150), mhd. bâre (Ben 1, 144b), alts. bâra, nnl. baar, ags. bære, engl. bier, schw. br, dän. baar; goth. bêra oder bêrô zu mutmaszen. pleonastisch sagt man tragbahre, da auf jeder bahre getragen wird, und Luther schreibt noch: das sie die kranken auf die gassen heraus tragen und legten sie auf betten und baren. apost. gesch. 5, 15. allmälich überkam aber das einfache bahre den sinn der leichbare und darum muste die blosze tragbahre unterschieden werden, wenn nicht andere zusammensetzungen wie bandbahre, mistbahre, radebahre, oder der zusammenhang aller zweideutigkeit abhalfen.
Heute gesund, morgen auf der bahre; die kinder stehn um die bahre des vaters und weinen; von der wiege bis zur bahre; kummer und leid haben ihn früh auf die bahre gebracht; der erzbischof kam z der bare und entdecket ime sein gesicht Aimon F 4;

kein lob ist für dich in der bahr.
Weckherlin 18 d. h. im tode gedenket man deiner nicht;

zorn und list brauchen sie mein leben
in die bahr zu föllen (fällen). 270;

[Bd. 1, Sp. 1080]



in dem das ganze land auf seiner bare steht.
Opitz 2, 128;

die ringen nach der bare
und nehmen unverhoft ein schnell und schrecklich end.
Gryphius 1, 17;

es überfällt sie ein katarrh, woraus eine brustkrankheit wird und in drei wochen liegt sie auf der bahre. Göthe 19, 349.

 

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