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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bach bis bache (Bd. 1, Sp. 1057 bis 1061)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bach, m. f. rivus, torrens, von der wurzel backen (für bachen), coquere, wie torrens von torrere, brunne von brinnen, sot von sieden, welle von wallen, bullire, scatere, das warme entspringen, quellen, rinnen aus der erde bezeichnend. der verwandtschaft zwischen bach und πηγή wurde schon sp. 1051 gedacht. und η entspricht dem ablaut ô, uo, wie in φηγός, μήτηρ u. a. m. man darf beide, πηγή und bach, auch die kühlen deuten.
Zu erwägen für bach rivus bleibt
1) das wechselnde genus. bei Ulfilas, der χείμαῥος rinnô verdeutscht, mangelt das wort, ahd. pah pl. pechî, mhd. bach pl. beche, nhd. bach pl. bäche, altn. beckr, schw. bäck, dän. bäk, ags. becc, engl. beck sind alle männlich. doch weiblich

[Bd. 1, Sp. 1058]


vielleicht schon alts. beki, biki, bei Gerhard von Minden 2, 1. 3, 32 beke, in Schürens teutonista beeke, in der lex Frisonum Laubachi, wofür aber fluvius Loveke bei Pertz 2, 380; nnl. beek, was selten vorkommt. aus Lothringen, dem Mittelrhein, der Wetterau, Hessen, Thüringen zieht sich ein weibliches bach bis nach Schlesien. so schon im pass. K. 3, 67. 172, 97, in der livl. chronik, in Elisabeth (Diut. 1, 421) und in urkunden. Schwaben, die Schweiz, Baiern und die edle schriftsprache, auch Luther, halten das m. fest, bei Dasypodius und Pictorius m. Aber Keisersberg schwankt, in den sünden des munds heiszt es hintereinander 44b: und das waltwasser der bach, die da schnell lauft, ist gech für inen, darin sie kommen werden alle, die enteren vatter und mutter, das ist der gech bach ewiger verdamnis; 47b: da sie einest stnd ober dem bach weschen; und brösamlin 37d der erst bach, 38a der ander bach; unsicher omeisz 44d stot in ein bach; doch sind bekanntlich seine predigten von verschiednen aufgeschrieben worden. die krumme bach. weisth. 2, 208. das sie on schaden uber die bach kommen waren. Aimon (Simmern 1535) f 5a; was uber die bach geritten. f 5b; hat sich bei einer groszen bach gelägert. f 6a; wie er nahent bei der bach was. Fierabr. (Simmern 1533) g 2. nicht anders im übersetzten Petrarch, bald: wer könde einen brunnen nicht lieb haben, die weil er solchen lust nur aus dem bach, der daraus fleuszt, hat? 38a; bald aber: zerschmolzen und zusammen, gleich als von einer bach, gelaufen. 39b. durch eine bach hin nach der mülen eilends fuhr. Privatus verdeutschung des Remigius s. 281.
In der Wetterau gilt das wort auch heute nur weiblich, und Alberus sagt: wasser aus der bach in die wis leiten;

da schwam er durch die Erlenbach.
Alberus 19;

das stück fleisch fiel im aus dem maul
und fuhr die bach hinab behend. ebenda;

und plumbten in die bach hebend. 66;

die magd wusch tücher bei der bach. 147;

die katz durch die bach ziehen. Lehmann 128; jenseit der bach findet man auch leut. Agricola (bürtig aus Eisleben) spr. 16a. Burk. Waldis (ein Hesse), der sonst immer bach männlich setzt (1, 2. 4. 69. 96. 100. 2, 77. 83), läszt sich doch noch von einem f. beschleichen:

er pflügt den sand und mist die bach. 4, 95


Schlesische beispiele sind die häufigsten: hinter dem haus weg über die bach baun. Schweinichen 3, 222;

worzu dienet das studieren
als zu lauter ungemach?
unterdessen lauft die bach
unsers lebens, das wir führen,
ehe wir es inne werden,
auf ihr letztes ende hin.
Opitz;

als eine schnelle bach,
die alles was sie rührt, zeucht hinter sich hernach. 1, 11;

man soll, dasz uns der wein
nicht schaden bringen mag, ihm selber schädlich sein,
und bach darunter thun. 1, 59;

an dieser stillen bach, da kein Silvanus springet,
da keine nachtigall sich in die luft erschwinget.
Fleming 2;

so, freund, so geht es auch itzt meiner Hippocrenen,
der obzwar kleinen bach, doch lauteren und schönen,
die vor so helle flosz. 63;

ihr gratien geht vor, komm Sais, lust der sitten,
und Nais, schmuck der bach. 564;

dazwischen auch: sein trinken führt der bach. 73.

(er lauft) wie eine strenge bach, wenn sich die strömm ergieszen
und häuser, bäum und vieh hinführen in die see.
Gryphius 1, 11;

und jagt so hurtig nach,
als der geschwinde falk den tauben an der bach. 1, 55;

und wandt sich nach der schwarzen bach,
die Kidrons thal durchflossen. 2, 203;

der wol beredte mund, der gleich der stolzen bach
sich unverzagt ergosz. 2, 309;

der zorn ist eine volle bach,
ist aber trocken von gemach.
Logau 2, 3, 67;

wer stat des Bacchus ihm läszt lieben eine bach,
bleibt immer bei sich selbst und lescht viel ungemach. 2, 4, 93;

du schreibst von glut und flammen,
indem die trauerbach beschwemmet meine brust.
Hoffmannswaldau heldenbr. 80

aus dieser unerschöpften bach.
Günther 141;

an der schattenreichen bach. 287;

um unsre musenbach. 606;

[Bd. 1, Sp. 1059]


daneben: sage du verschwiegner bach. 302; ein tiefer silberbach. 1067. selbst Haller ahmt Opitzen das der Schweiz fremde f. nach:

dort wirft ein glänzend blat, in finger ausgekerbet,
auf eine helle bach den grünen wiederschein. s. 40 (48).

Joh. Gutslaf liesz zu Dorpt 1644 ein buch von der heiliggenanten bäche Wöhhanda ausgehen.
2) in den aus Opitz und Logau gehobenen stellen vom mischen der bach unter wein, vom trinken der bach statt wein hat bach die bedeutung von wasser, wie wir sie auch den wörtern brunne und quelle beilegen. des bachs trinken 1 kön. 17, 6 meint den bach Crith. meistentheils aber drückt bach das aus der quelle flieszende wasser, den flusz und strom aus: der helle, klare, tiefe, rauschende, plätschernde, rieselnde, murmelnde, zumal häufig der klingende, klingelnde bach, wie torrens ahd. chlinco, mhd. klinge hiesz und die ortsnamen Klingenbach, Klingelbach überall vorkommen. ebenso der gieszende bach, ahd. kioʒo, gioʒo, Gieszen = ze den gieʒen, ad rivulos; der dieʒente, tosende bach, ags. þeote.

wiegt ihn in schlummer der murmelnde bach.
Schiller 497a;

der bach rauscht hurlachei.
Wolkensteiner s. 33,

und hurlachei ist lärm, getöse. s. 65. 78. aber nicht blosz der kühle, kalte, frische bach, sondern auch der heisze und warme, wenn thränenbäche oder blutesbäche stürzen:

hiu ûʒ herten ringen den bluotigen bach. Nib. 2221, 2;

si holten ûʒ den helmen den heiʒ flieʒenden bach. 2225, 4;

daʒ im ein rôter bach
flôʒ ûʒ sînen ringen von Hartmuotes handen. Gudr. 1224, 2,

in welchen stellen bach wiederum mehr dem wasser selbst, als dem flieszen gleichsteht;

in manchem bach von blut, aus des feinds leib vergossen.
Weckherlin 626;

sie trauten, von empfindung warm,
sich ihres herzens tiefste schwäche
und mischten ihrer thränen bäche.
Gotter 1, 222;

der bach der thränen.
Gökingk 2, 158;

das herz des liebenden als geschiebe von thränenbächen fortgerollt und abgerundet. Göthe 6, 107.
3) aus der quelle springt der bach, zusammenrinnende bäche bilden einen flusz, zusammenrinnende flüsse einen strom: wer dem bächlein nachgeht, kommt zum brunnen; viel bächlein machen auch einen strom. doch wird dem bach schon heftigkeit und macht beigelegt: es bricht ein solcher bach erfür, das die drumb wonen, den weg daselbs verlieren, und fellt nider und scheuszt dahin von den leuten. Hiob 28, 4; und liesz beche aus den felsen flieszen, das sie hinab flossen, wie wasserströme. ps. 78, 16; aber bald wirt der brunn grosz und macht ein strengen bach. Frank weltb. 166a. selbst flüsse und ströme heiszen bach:

gefangen ausz dem Thonaw pach.
Schmelzl lobspr. 92.

Hierher gehört die formel, mit der man die gegenüber liegende seite eines flusses bezeichnete. wie es ahd. hiesz ennont Rînes, ennont Tuonowo (Graff 1, 600); mhd. ennent Rînes und ennent baches:

eins spils sie dâ begunden,
alsô man jensît Rînes tuot. GA. 2, 301;

sô man noch spulget hinnen und ennen. Diut. 3, 55;

mit speln, sam enents baches tuot. MS. 2, 193a;

ich bîte dîn anderhalp des bach.
Ulr. Trist. 1399;

enhalm des pachs und hie dishalm wasser. MB. 27, 175 (a. 1362); der hirt sol faren mit dem vihe uf die alt Dorkeimer bach in dem biesemonat, und sol stan gesset der bach naher Dorkeim mit sinem stabe. weisth. 1, 785 (vor 1530); lagert sich gen Raphon jenseit des baches (mehrere ausgaben lesen hier jenseit der bach). 1 Macc. 5, 37;

als man dan jenset Reines thut fastn. sp. 1179:

hie und auch da jenseit des bachs.
H. Sachs II. 2, 96c;

der man noch viel findt jenseits bachs
und auch herjesseits spricht Hans Sachs. II. 4, 88d;

der gest findt man viel jenseits bachs
und auch herjesseit spricht Hans Sachs. II. 4, 97d;

so bleibst ins alter von deiner jugend
sambt deinen brüdern jenseits bachs
sant Grobianus, so spricht Hans Sachs. IV. 3, 96a;

er kan dir doch nit geben mut,
wie man jenseit des wassers thut.
B. Waldis 4, 76.

[Bd. 1, Sp. 1060]


noch heute in Baiern enten bach und herenten; enten bach san a leut (Schm. 1, 69), bei Agricola, jenseit der bach findet man auch leut; nhd. überm bach wohnen auch leute. Simrock 677.
4) ein schlag in den bach bedeutet, was sonst auch ein schlag mit der ruthe ins wasser (weisth. 3, 311), vergebene arbeit, die gleich zerrinnt:

êst als ein slac in einen bach. MS. 1, 155b;

eʒ ist in einen bach ein slac. Winsbeke 35, 10;

daʒ ist als in die bach ein slag.
Haupt 2, 131;

wie man auch spricht zu aller frist,
wenn jemands (müh) vergeblich ist,
es ist nichts denn ein wasserschlagen.
Eyering 1, 19;

so viel als ein streich in das wasser. Abele gerichtsh. 2, 400; vgl. Méon 4, 137 ni pert que cops en eve.
5) unklar oder mehrdeutig ist die redensart in bach treten oder gehn:

si ist weder die erst noch die letzt,
die mit dem fusz in bach ist tretten. fastn. sp. 878, 4,

von einer dirne, die zu fall gekommen war. aber,

er geet mit eim fusz im bach.
Joh. von Morsheims spiegel des regiments. B. 3

meint etwas anderes, und in gutem sinn musz es stehn, wenn Frank in den spr. 2, 201b sagt: und gehört vil zu einer frommen frawen, nemlich, dasz sie nit allein mit dem einen fusz im bach geh, sondern ein lind herz habe. Fischart nennt unter den spielen no 142 eins: was geht auf dem kopf in bach? unverständlich heiszt es im unwürdigen doctor s. 637 bei einer prügelei: die stadtknechte sprungen hinaus und schlugen mit denen springstecken auf sie los, traten in bach, hieben und schlugen, dasz es eine lust war. und bald darauf: gieng mit dem bratspisz auf ihn los, stöszt ihn wider die stirne, dasz er rücklings in bach fiele, wann der spisz scharf gewesen wäre, hätte er sein letztes bekommen, nach dem stosz merket er den fehler, hub ihn aus dem bach auf, führte ihn ins hochzeithaus und bat ihn um verzeihung. von einem flieszenden bach ist gar keine rede, vielleicht aber die gosse oder rinne auf der strasze gemeint.
 
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bachamsel, f. sturnus cinctus, wasseramsel. an einigen orten die bachstelze.
 
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bachant, m. im 15. 16 jh. ein angehender student, der zwischen den untersten schülern oder schützen und den eigentlichen studenten in der mitte steht, ein ungeschliffener, roher jüngling. der name kommt von bacchari, in der bedeutung vagari, durchs land laufen und betteln, ist also gleichviel mit vagant und fahrendem schüler: zogen also unser mit einandren 8 oder 9, dri klein schützen, die andren grosz bachanten, wie man sie do nampt, unter welchen ich der allerkleinst schütz was und jungst. Tho. Plater 16; da kam der schulmeister mit der ganzen process seiner schützen und bachanten. 20; es sind uf einmal in der stat, wie man sagt, etlich tusend bachanten und schützen gsin, die sich all des almusens ernarten. ich han minen bachanten oft eins abenz 5 oder 6 trachten heim uf die schul tragen. 21; die schuler und bachanten, jo ouch zu ziten der gmein man, sind so voll lüsen, das nit gloubar ist. 22; so habt ihr es mit eweren groben eselen und bachanten also gedeutet. Luther 5, 88b; kein bachant noch esel ist so grob, wenn er nur thar was newes aufbringen, so leuft jederman zu und gleubets. 5, 368b; hörstus da, grober bacchant. Alberus wider Jörg Witzeln B 6b; sihe da, grober bacchant, aus deinen büchern kan man merken, das du auch den Alexandrum nit recht studiert. D 1b; darumb schreibt er auch in seinen bacchantenbüchern. E 6a; es brummen uns die münch in den groszen cappen, schreien wie die esel, die bestellten bachanten wissen nit was es ist. Aventin 306; Conrad der pachant kombt mit dem sack und schreibzeug. H. Sachs IV. 3, 3a; ach wir arme bachanten, wir bilden uns oftmals ein, wir sein grosze, perfecte Christen. Schuppius 650; lesen bei dem alten bacchanten tröster. 827;

schmorotzer, blacken und bacchanten.
Weckherlin 533.


 
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bachapfel, m. ein apfel weinartigen geschmacks.
 
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bacharm, egenus rivorum: so muste man eine reichliche schüssel besonders groszer krebse in einer so bach- und wasserarmen gegend höchst merkwürdig finden. Göthe 31, 226.
 
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bachbambele, f. cyprinus phoxinus, die elritze. s. DWB bambele.

[Bd. 1, Sp. 1061]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bachbinse, f. juncus conglomeratus. bei Maaler bachbinz scirpus, bächbinzle scirpulus.
 
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bachbirne, f. eine birnenart.
 
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bachblume, f. caltha palustris, sumpfblume, dotterblume, butterblume.
 
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bachbunge, f. veronica beccabunga, wasserbunge, wasserheil, entstellt in bachbohne; nd. beckebunge; nnl. beekpunge; schw. bäckabunga; it. beccabungia, sp. becabunga. der deutsche name drang in die romansprachen vor. Hohberg 1, 565a hat bachbunge anagallis aquatica, Frischlin nomencl. 80 bachpungen cepaea, ebenso Henisch 559. s. DWB bunge.
 
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bache, m. perna, mlat. baco, franz. engl. bacon, ahd. pacho (Graff 3, 29), mhd. bache (Ben. 1, 76), mnl. bake, liesze sich unmittelbar herleiten von dem uns längst veralteten worte bach, ahd. pah, dorsum, tergum, das im ags. bäc, engl. back, altn. schw. bak, dän. bag fortlebt, und dem gr. παχύς dick, feist, fleischig nahe steht. wahrscheinlich hiesz auch skr. patscha (paća) tergum. da sich am rücken des schweins feiste und speck häufen, nannte man erst das rücken- und seitenstück (die speckseite), dann das geschlachtete, aufgehängte, zuletzt auch das lebendige mastschwein bache.

gestabat pone baconem rusticus. Reinardus 1, 183;

bacone comesto. 1, 383;

qu'il est venuz au hardeillon,
où il vit pendre le bacon. Méon 4, 240;

Reinhart ein gebûren sach,
der truoc ein grôʒen bachen. Reinh. 451;

die wisse, daer die bake an hinc. Reinaert 224;

die selve pape hadde enen spiker,
daer menich vet bake in lach. 1516;

sie werfent ain wurst an ainen bachen (suchen durch geringe gabe reichere gegengabe zu gewinnen, heute: die wurst nach der speckseite werfen). Keisersb. sieben scheiden 5; er wirft ein wurst an ein bachen, uf das im ein halbe saw darfür werde. sünden des munds 38a; und also ist es unfri und eigennützig und die wurst an bachen geworfen. Zwingli 1, 273; ein wurst an oder nach dem backen werfen. Frank sprichw. 2, 69a;

mein gfatter het eim gstolen ein pachen.
H. Sachs I, 470c;

wie im teutschen hof hang ein bachen. I, 473c;

wer den bachen wil tragen naus,
der musz sein herr in seinem haus. I, 473d;

und stelen im sein schweinen bachen. III. 3, 56b;

knol, hast du den bachen erschnappet? III. 3, 57a;

so wil ich dir ein bachen schenken,
den besten der im haus thut henken. IV. 3, 12b;

und stachen dann denselben bachen.
B. Waldis 4, 90;

ein feister bachen ungestochen,
reife äpfel ungebrochen. 4, 93;

fieng an zu reden und zu lachen,
sprach, hie oben secht ir ein pachen
under dem roten thurm hangen.
Schmelzl lobspr. 74;

nimb fünf pfund speck von einem bachen, der gehangen ist an dem luft und nicht im rauch. Seuter rosarzn. 89. Aus dem beisatz schweinen bache läszt sich folgern, dasz man auch von andern thieren bachen ausschnitt und bei Helbl. 3, 232 erscheint geiʒbache, Häzl. 2, 72 geiʒîn bache, weisth. 1, 105 bache von fischen. in den stellen bei Waldis ist bache deutlich das noch lebende schwein, was erst gestochen werden soll. Heute sagen wir schinke, nicht mehr bache. bairisch noch: en bachen und hamen von der sau. Schmeller 1, 143. nach Schmids schwäb. wb. 34 ist bachele ein dickköpfiges fettes kind (speckhals), in Wagners Justitia s. 24 'a bachele' schelte und kann speckschwein bedeuten. s. bache f.

 

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