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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ausstaken bis ausstärken (Bd. 1, Sp. 982 bis 983)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ausstaken, s. DWB ausstacken.
 
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ausgestalten (gehört auf sp. 875) efformare:

ich trat das lebensalter an,
in welchem die natur den jüngling ausgestaltet.
Bürger 104b;

jene verwandelnde phantasie, durch deren ungeduldiges bilden sich der fels zu göttlichen mädchen ausgestaltet. Göthe 33, 149.
 
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ausstallen, excludere stabulo, educere e stabulo, gegenüber dem einstallen, vgl. DWB ausschlagen.
 
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ausstammeln, balbutiendo efferre, nnl. uitstamelen:

herr, herr, ich weisz die stunde nicht,
die mich, wenn nun mein auge bricht,
zu deinen todten sammelt.
vielleicht umgibt mich ihre nacht,
eh ich dies flehen noch vollbracht,
mein lob dir ausgestammelt.
Klopstock 7, 143;

meine lippe, die so viel gewohnt ist,
von der liebe süszem glück zu schwellen,
und wie eine goldne himmelspforte
lallende seligkeit aus- und einzustammeln.
Göthe an fr. von Stein 1, 68;

erwürgend wird sich alles durcheinander schlingen, wenn er am traualtar mit Rabette kniend das ja ausstammeln musz. J. Paul Tit. 3, 160.
 
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ausstampfen, exculcare, exterere pedibus, nnl. uitstampen: das korn ausstampfen, aus den ähren treten.
 
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ausstand, m. 1) creditae vel debitae pecuniae, ausstehendes geld: pfand geben genüglichen, dasz er allen ausstand daraus erlösen könne. weisth. 2, 191; belege bei Haltaus 84; und was von beidem ausstand also ausbracht, davon soll zuförderst herzog Friederich von Baiern zweitausent gülden geliefert werden, und das herzog Friedrich zu Sachsen und der bischof von Würzburg ihres ausstands ... entrichtet und bezahlt werden. reichsabsch. von 1524 § 35; allerlei ausstand. reichsabsch. von 1530 §. 140; so sich begibt, dasz noch ein rest oder ausstand an der schultsumm überpleibt. bienenk. 100b; weil ich nicht allein die schulden, in die ich geraten, bezahlt, sondern auch meines vaters seligen ausstände richtig und menniglich klaglos gemacht. Thurneisser ausschr. 3, 141;

ich bin dir schuldig, ach, die hauptsumm und die früchte,
dafern ich auch verkaufen wolt
was ich besitze, wird kein gold,
kein geld, kein blut den ausstand, herr, erreichen.
Gryphius 2, 422.

[Bd. 1, Sp. 983]


2) ausstand, dilatio, frist, anstand: einem schuldner ausstand geben. Möser patr. ph. 2, 208. 3) ausstand, der landungsplatz, die stelle, wo man aus dem schiffe geht: sein wonung war bei dritthalb hundert meil von meinem ausstand aus dem schif. Frank weltb. 215b (s. DWB ausstehen 1). 4) das abtreten, beiseits gehen der betheiligten bei berathungen (s. DWB ausgehen 1). 5) das öffentliche ausstehen zur schau: bei seiner ankunft bemerkte er denn doch wol, dasz es mit der öffentlichen marktschreierei, dem ausstande in einer bude und dem französischdeutschen hanswurst nicht gehn würde. Klopstock 12, 297.
 
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ausständer, m. ein bienenstock der aussteht, d. i. überwintert, gefristet werden soll. s. DWB ausländer.
 
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ausständig, creditus, nondum solutus: ausstendig geld. Wickram rollw. 54; fordret sein ausstendige schuld. 66 und Uhland 620; wären also über 2000 th. ausständig. Schweinichen 1, 366. nicht lange ausständig, bald zu erwarten, bald eintretend:

wann es wirt auch das ende dein
nun fort nit lang ausstendig sein.
H. Sachs III. 1, 264c.


 
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ausstankern, odorari, auswittern, in dem frühern sinn von stinken riechen, gestank geruch: wollet ihr auch gleich über meer fliehen, so werden doch nur diese räuber der welt euch nachziehen, und nachdem ihnen nunmehr länder gebrechen wollen, alle winkel der meere auszustankern anfangen. Lohenst. Arm. 2, 1191; wie verwunderte ich mich, dasz sie mich flugs ausgestankert hatten. Schelmufsky 1, 139. später mit umlaut, ausstänkern: ich lege noch eine rarität bei, die ich hier auf einer öffentlichen bibliothek ausgestänkert habe. Lessing 12, 148. auch mit gestank verpesten: er stänkert mit seinem tabak das ganze haus aus.
 
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ausstapfen, deflectere pedem, austreten, seitwärts treten, nnl. uitstappen.
 
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ausstärken, roborare, firmare:

als wie ein junger löw, im fall der seine knochen
im maule, seine mahn auf beiden schultern merkt,
und alle viere sieht mit klauen ausgestärkt.
Opitz 1, 14;

das wankende herz ausstärkend. J. Paul Fibel 40.

 

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