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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziel-ende bis zielgabel (Bd. 31, Sp. 1091 bis 1092)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ziel-ende, n., erstrebter endpunkt: o du aller seelen und deren freuden unendlich-seeliges zielende ohne ende K. R. v. Greifenberg andächt. betracht. (1678) 64. —
 
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zielentfernung, f. entfernung zwischen schützen oder geschütz und ziel: v. Alten handb. f. heer u. flotte 1, 549; 4, 117; 3, 308.
 
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zieler, m.
1) lebendes wesen oder mensch,
a) der zielt: Stieler 2617; Steinbach 2, 1092; Adelung2 4, 1710; ein langsamer zieler wird nimmer ein treffer Fr. Arndt bei E. M. Arndt an s. l. Deutsch. 1, 151; K. Rother schles. sprichw. 260b.
b) der die schüsse auf der scheibe anzeichnet, markiert und anzeigt, der anzeiger: Lexer 3, 1114; auch so hat der ziler ein langes seil und eichen pflocken, wenn man auf den wisen scheüst, das der das für mag ziehen Tucher baumeisterb. d. st. Nürnb. 118 L.; auch werden unser herrn von Nürmberg irs rats freunt darzu geben zu unserm geschworen ziler pei dem zil (1457) städtechron. 10, 232 (s. ziel I 1 a); ouch wellend wir von unserm rate erber lüte zu dem geschwornen ziler (beim gesellenschieszen) geben, die mengklichem bi dem zile glich und gemein sind Tschudi chron. helv. 2, 653; und wurdt mit zilern, messern und andern nach gewonhait der schieszen notturftigklich versehen (1486) urkb. v. Heilbronn 2, 351; H. Fischer 6, 1202; Schmeller-Fr. 2, 1114; Platen tageb. 2, 589; v. Födransperg 40 jahre in d. österr. armee 1, 184; schreiber, zieler und pritscher Uhland schr. 5, 308; metator messer, ziler Diefenbach gl. 359c; n. gl. 252b; Steinbach 2, 1092; Frisch 2, 476a; Adelung2 4, 1710. Weinhold schles. wb. 2, 109a berichtet, dasz der zieler beim pfingst- oder königsschusz in buntem hanswurstmäszigem aufzuge die scheibe vom rathause zur schieszstätte trägt, er bedient sich zum anzeigen einer art pritsche; nach G. Freytag ges. w. 1, 46 tanzt und springt er, die grosze scheibe auf dem rücken, dem zuge der schützen voran; s. ebda 13, 142; vgl.: der zieler ..., in die vielfarbig schillernden lappen des hanswurst gehüllt, hüpfte possirlich hin und her Rosegger schr. 14, 359; s. auch Stifter s. w. 2, 351; L. Habicht stadtschreib. von Liegnitz 3, 36; Schöpf 829; Bacher Lusern 428 (hierher?); mitt. d. schles. ges. f. volksk. 16, 156; Bruns volksw. d. prov. Sachs. (ostteil) 77a.
c) erzeuger: genitor teler Diefenbach gl. 260a; n. gl. 191a; teelre G. v. d. Schueren Teuthon. 392b Verd.
d) gleich keiler? vgl.:

nach frechen zielern jagen (acres venabor apros)
Joh. Dan. Overbeck Virgils hirtengedichte 177.


2) sachlich.
a) das visier am gewehr: das absehen oder ziler am pirschrohr (1670) bei H. Fischer 6, 1202.
b) der eine handgriff eines einarmigen pfluges (bei Tübingen) Lohsz beitr. z. landw. wortsch. (1913) 59; trägt seinen namen danach, dasz er in der hand des pflügers dem pfluge die richtung gibt: H. Fischer 6, 1202.
c) die barthaare der katzen, mit denen sie gleichsam nach ihrer beute zielen Weinhold schles. 2, 109b.
d) miszbräuchlicher sing. aus dem plur. zieler, s. ziel II 1 c γ.
e) der zilar und kostar heiszen die speisen, welche dienstboten zu ostern und weihnachten für sich und ihre angehörigen

[Bd. 31, Sp. 1092]


nach hause mitnehmen dürfen (Sarntal) Schöpf tirol. 336.
 
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zielerkränzchen, n. (zu zieler 1 a), die schlechten schützen, die auszer dem gewöhnlichen dienst zielübungen zu machen haben: Th. Imme soldatenspr. 79; R. Delcourt 176a.
 
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zielfehler, m., fehler beim zielen (zielen I A 2): v. Alten handb. f. heer u. flotte 1, 386. —
 
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zielfeld, n., gelände, das ein geschütz bestreicht ebda 2, 86; 669. —
 
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zielfernrohr, n., auf den lauf gesetztes fernrohr mit einem fadenkreuz, der zielmarke, für scharfschützen, auch an geschützen: 4, 298; 3, 191; 4, 777; und für den bombenabwurf aus flugzeugen: H. v. Hoffensthal Hildegard Ruhs haus 238. —
 
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zielfeuer, n., feuer einer truppe auf ein bestimmtes ziel: v. Alten handb. f. heer u. flotte 4, 613. —
 
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zielfinder, m., vorrichtung an faustfeuerwaffen, die es ermöglicht, mittels lichtbogens bei nacht den zielpunkt der waffe am ziel durch einen hellen fleck zu sehen Meyers lex.7 12, 1780. —
 
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zielfrist, f., zahlungsfrist: Schwelin würtemb. kl. chron. (1660) 45; schuldtermin: H. Fischer 6, 1202.
 
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zielgabel, f., musketenstütze; im dimin.: muscetenschützen, denen die zilgebelchen hinden im gürtel ... staken Fischart Garg. 420 ndr.

 

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