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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehvieh bis ziehwolke (Bd. 31, Sp. 1039 bis 1040)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -vieh, n., zugvieh: den ackerman und sein ziechvich (jugales) Jer. 51, 23 erste deutsch. bib. 9, 193; doch so sollent die von Núwenburg die vorgenanten dörfere in der chtweid, so si jerlich nach der ernen und dem howet fur ir ziechviech verbannen, mit irem hertviech úberhoupt unbekombert lszen (Neuenburg 1462) oberrhein. stadtrechte II 3, 64; jumentum lastvieh, ziehevieh Frischlin nomencl. (1586) 71a; das ziechvich soll vor allem vich (auf die weide) geen (tirol. 17. jahrh.) österr. weisth. 3, 161; ziechvieh, es seind ochsen oder stier (tirol. 1742) ebda 5, 339; dafür in älterer sprache ziehendes vieh, s. ob. ziehen IV 2; aber ziehvieh deutet Kramer teutsch-it. 2, 1451c als zug- oder zuchtvieh bestiame da razza.
 
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-vogel, m., einmalig bei Brehm tierleb. 5, 84 P.-L. für den pflegevogel des kuckuckeis.
 
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-vorrichtung, f., vorrichtung zum ziehen, beim drahtziehen: Mothes baulex. 4, 183; am kegelstuhl: Karmarsch-H. techn. wb.3 11, 152.
 
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ziehwalze, f., besondere walzenart in der bandfabrikation: Schedel warenlex. 2, 707; ferner einer drahtziehbank: Hoyer-Kreuter technol. wb. 1, 869. —
 
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-wat, f., gleich wate oder ziehgarn: Höfer etym. wb. 3, 327. —
 
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-weg, m., treidel-, leinpfad: Adelung2 4, 1709; Campe 5, 864a; Krünitz 241, 304; Karmarsch-H.3 2, 74; Mothes baulex. 4, 509. —
 
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-wein, m., lohn für das weinziehen, d. i. die lieferung des weins in den keller: der herr soll der gmain ain perkviertl voll most zu ziechwein geben (steiermärk. 1528) österr. weisth. 11, 239. —
 
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-weite, f., die entfernung, in welcher bei einem postwagen die vorder- vor den hinterpferden angespannt sind: Jean Paul 15/18, 275 H.
 
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-welle, f., in den panstermühlen die welle des ziehrades, welche die pansterwelle mit ihrem rade in die höhe zieht: Adelung2 4, 1709; welle, um die sich die pansterketten legen: Mothes baulex. 4, 510.
 
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ziehwerk, n., eine anlage oder werk, mit oder auf welchem etwas gezogen wird: Kramer teutsch-it. 2, 1361a; so syn. für -bank und -maschine: Krünitz 241, 304; im bes. eine maschine zum strecken der gold- und silberzaine: Bucher kunstgew. 447b; die plttmhle oder das ziehwerck Noel Chomel 4, 1248; Adelung2 4, 1709; le laminoir Schwan n. dict. 2, 1106a; ferner drahtziehmaschine: Campe 5, 864b; Mothes baulex. 4, 510; auch der bleizug des glasers: Campe 5, 864b; weiter die adjustierbank der münze: Krünitz 241, 304; in prägwerken: ain solches grosz ziehwerk ... sambt ... wellen, dardurch die groszen digken zain vom gusz bis zum pregen gezogen (Augsb. 1592) bei H. Fischer 6, 1188; das gehörnete ziehwercklin ... das pregwercklin (1617) ebda; auch ein apparat zum ziehen von röhren: Krünitz 241, 298; sodann ein vorgelege an einer welle: Mothes baulex. 4, 510; schlieszlich gleich pansterwerk, d. i. die vorrichtung in den panstermühlen,

[Bd. 31, Sp. 1040]


mit welcher die pansterwelle mit ihrem rade in die höhe gezogen werden kann: Zincke öc. lex. (1744) 2121; allg. haush.-lex. 2, 363b; Adelung2 4, 1709; Campe 5, 864b; Mothes baulex. 4, 510; bei Stieler 2557 gleich schöpfwerk; erziehungswerk: wendet er mit seinem willen die natrliche bewegung nicht recht an, so sndigt er, das ist, er ... thut wider gottes willen, und so thut er denn das sittenwerck (das zieh- und wendewerck) allein, und gott tuht nichts dabei E. Weigel grund all. tugend. (1687) 28. —
 
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-wolke, f.: wer ist, der nicht an der groszen ziehwolke, die Europa aussaugt, antheil haben, sich in sie drängen, und, kann er nicht andre, seine eigne kinder als gröszter handelsmann entleeren müste? Herder 5, 550 S.

 

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