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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehvater bis ziehwerk (Bd. 31, Sp. 1039)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ziehvater, m., pflegevater, nährvater: (Homer) seinem ziechvatter gleichet Schaidenreiszer Odyss. (1537) vorr. 8; dises kindts ... zigvatter Joh. Nas dntipap. 5, 31a; der zihvater aller latinischen poeten der podagrammisch Ennius Fischart Garg. 25 ndr.; Ayrer dram. 1, 73 K.; Joseph, der sohn Jacobs, ... (war) sein ziehvatter und pfleger Ayrer proc. jur. 182; (das kind) hat einen natürlichen und zween ziehväter bekommen Harsdörfer lust- u. lehrr. gesch. 1, 112; anm. gelehrs. 4, 709 Gottsch.; sie kennen ... itzt gar zweyn väter, einen rechten und einen ziehvater Hafner ges. lustsp. 2, 292; Stifter s. w. 6 (1921) 231; Mommsen röm. gesch. 1, 50; Rosegger schr. 6, 36; Unger-Kh. 651a. —
 
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-vieh, n., zugvieh: den ackerman und sein ziechvich (jugales) Jer. 51, 23 erste deutsch. bib. 9, 193; doch so sollent die von Núwenburg die vorgenanten dörfere in der chtweid, so si jerlich nach der ernen und dem howet fur ir ziechviech verbannen, mit irem hertviech úberhoupt unbekombert lszen (Neuenburg 1462) oberrhein. stadtrechte II 3, 64; jumentum lastvieh, ziehevieh Frischlin nomencl. (1586) 71a; das ziechvich soll vor allem vich (auf die weide) geen (tirol. 17. jahrh.) österr. weisth. 3, 161; ziechvieh, es seind ochsen oder stier (tirol. 1742) ebda 5, 339; dafür in älterer sprache ziehendes vieh, s. ob. ziehen IV 2; aber ziehvieh deutet Kramer teutsch-it. 2, 1451c als zug- oder zuchtvieh bestiame da razza.
 
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-vogel, m., einmalig bei Brehm tierleb. 5, 84 P.-L. für den pflegevogel des kuckuckeis.
 
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-vorrichtung, f., vorrichtung zum ziehen, beim drahtziehen: Mothes baulex. 4, 183; am kegelstuhl: Karmarsch-H. techn. wb.3 11, 152.
 
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ziehwalze, f., besondere walzenart in der bandfabrikation: Schedel warenlex. 2, 707; ferner einer drahtziehbank: Hoyer-Kreuter technol. wb. 1, 869. —
 
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-wat, f., gleich wate oder ziehgarn: Höfer etym. wb. 3, 327. —
 
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-weg, m., treidel-, leinpfad: Adelung2 4, 1709; Campe 5, 864a; Krünitz 241, 304; Karmarsch-H.3 2, 74; Mothes baulex. 4, 509. —
 
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-wein, m., lohn für das weinziehen, d. i. die lieferung des weins in den keller: der herr soll der gmain ain perkviertl voll most zu ziechwein geben (steiermärk. 1528) österr. weisth. 11, 239. —
 
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-weite, f., die entfernung, in welcher bei einem postwagen die vorder- vor den hinterpferden angespannt sind: Jean Paul 15/18, 275 H.
 
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-welle, f., in den panstermühlen die welle des ziehrades, welche die pansterwelle mit ihrem rade in die höhe zieht: Adelung2 4, 1709; welle, um die sich die pansterketten legen: Mothes baulex. 4, 510.
 
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ziehwerk, n., eine anlage oder werk, mit oder auf welchem etwas gezogen wird: Kramer teutsch-it. 2, 1361a; so syn. für -bank und -maschine: Krünitz 241, 304; im bes. eine maschine zum strecken der gold- und silberzaine: Bucher kunstgew. 447b; die plttmhle oder das ziehwerck Noel Chomel 4, 1248; Adelung2 4, 1709; le laminoir Schwan n. dict. 2, 1106a; ferner drahtziehmaschine: Campe 5, 864b; Mothes baulex. 4, 510; auch der bleizug des glasers: Campe 5, 864b; weiter die adjustierbank der münze: Krünitz 241, 304; in prägwerken: ain solches grosz ziehwerk ... sambt ... wellen, dardurch die groszen digken zain vom gusz bis zum pregen gezogen (Augsb. 1592) bei H. Fischer 6, 1188; das gehörnete ziehwercklin ... das pregwercklin (1617) ebda; auch ein apparat zum ziehen von röhren: Krünitz 241, 298; sodann ein vorgelege an einer welle: Mothes baulex. 4, 510; schlieszlich gleich pansterwerk, d. i. die vorrichtung in den panstermühlen,

[Bd. 31, Sp. 1040]


mit welcher die pansterwelle mit ihrem rade in die höhe gezogen werden kann: Zincke öc. lex. (1744) 2121; allg. haush.-lex. 2, 363b; Adelung2 4, 1709; Campe 5, 864b; Mothes baulex. 4, 510; bei Stieler 2557 gleich schöpfwerk; erziehungswerk: wendet er mit seinem willen die natrliche bewegung nicht recht an, so sndigt er, das ist, er ... thut wider gottes willen, und so thut er denn das sittenwerck (das zieh- und wendewerck) allein, und gott tuht nichts dabei E. Weigel grund all. tugend. (1687) 28. —

 

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