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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehungsschein bis ziehweite (Bd. 31, Sp. 1038 bis 1039)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -schein, m., ziehungsliste; Lessing 17, 356 M.
 
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-tag, m., der tag, an dem aus dem nummernrade der lotterie die nummern und aus dem glücksrade die gewinne gezogen werden: hdwb. d. staatswiss.2 5, 639; Campe 5, 864a; lit. belege: Nicolai Seb.

[Bd. 31, Sp. 1039]


Nothank. 3, 96; Jean Paul 45/47, 397 H.; hier ist die liste, wie wir sie an jedem ziehungstage bekommen Raupach dram. w. kom. gatt. 2, 203; Kürnberger ausgew. nov. 86; Liliencron s. w. 9, 204; übertr.: Jean Paul 32, 142 H.; da die politischen dinge auch auf meinen zustand einen einflusz haben können, so sehe ich diesem ziehungstage meines looses nicht ohne spannung entgegen Schiller an Göthe, briefw. i. d. j. 1794 —1805 6, 159; der augenblick einer neuen thronbesteigung ist immer ein wichtiger ziehungstag für die hoffnung Schiller 8, 59 G.; auch tag der militärischen ziehung, musterung, s. ziehung 2.
 
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ziehvater, m., pflegevater, nährvater: (Homer) seinem ziechvatter gleichet Schaidenreiszer Odyss. (1537) vorr. 8; dises kindts ... zigvatter Joh. Nas dntipap. 5, 31a; der zihvater aller latinischen poeten der podagrammisch Ennius Fischart Garg. 25 ndr.; Ayrer dram. 1, 73 K.; Joseph, der sohn Jacobs, ... (war) sein ziehvatter und pfleger Ayrer proc. jur. 182; (das kind) hat einen natürlichen und zween ziehväter bekommen Harsdörfer lust- u. lehrr. gesch. 1, 112; anm. gelehrs. 4, 709 Gottsch.; sie kennen ... itzt gar zweyn väter, einen rechten und einen ziehvater Hafner ges. lustsp. 2, 292; Stifter s. w. 6 (1921) 231; Mommsen röm. gesch. 1, 50; Rosegger schr. 6, 36; Unger-Kh. 651a. —
 
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-vieh, n., zugvieh: den ackerman und sein ziechvich (jugales) Jer. 51, 23 erste deutsch. bib. 9, 193; doch so sollent die von Núwenburg die vorgenanten dörfere in der chtweid, so si jerlich nach der ernen und dem howet fur ir ziechviech verbannen, mit irem hertviech úberhoupt unbekombert lszen (Neuenburg 1462) oberrhein. stadtrechte II 3, 64; jumentum lastvieh, ziehevieh Frischlin nomencl. (1586) 71a; das ziechvich soll vor allem vich (auf die weide) geen (tirol. 17. jahrh.) österr. weisth. 3, 161; ziechvieh, es seind ochsen oder stier (tirol. 1742) ebda 5, 339; dafür in älterer sprache ziehendes vieh, s. ob. ziehen IV 2; aber ziehvieh deutet Kramer teutsch-it. 2, 1451c als zug- oder zuchtvieh bestiame da razza.
 
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-vogel, m., einmalig bei Brehm tierleb. 5, 84 P.-L. für den pflegevogel des kuckuckeis.
 
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-vorrichtung, f., vorrichtung zum ziehen, beim drahtziehen: Mothes baulex. 4, 183; am kegelstuhl: Karmarsch-H. techn. wb.3 11, 152.
 
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ziehwalze, f., besondere walzenart in der bandfabrikation: Schedel warenlex. 2, 707; ferner einer drahtziehbank: Hoyer-Kreuter technol. wb. 1, 869. —
 
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-wat, f., gleich wate oder ziehgarn: Höfer etym. wb. 3, 327. —
 
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-weg, m., treidel-, leinpfad: Adelung2 4, 1709; Campe 5, 864a; Krünitz 241, 304; Karmarsch-H.3 2, 74; Mothes baulex. 4, 509. —
 
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-wein, m., lohn für das weinziehen, d. i. die lieferung des weins in den keller: der herr soll der gmain ain perkviertl voll most zu ziechwein geben (steiermärk. 1528) österr. weisth. 11, 239. —
 
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-weite, f., die entfernung, in welcher bei einem postwagen die vorder- vor den hinterpferden angespannt sind: Jean Paul 15/18, 275 H.

 

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