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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehstange bis ziehtisch (Bd. 31, Sp. 1036 bis 1037)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -stange, f., eine stange, mit der etwas gezogen wird, so die stange der ziehmaschine, vorn in den ziehkolben oder -kopf auslaufend, welche die züge in das geschützrohr schneidet: Hoyer wb. d. artill. 1, 1, 183; Karmarsch-H.3 4, 657; Hoyer-Kreuter 1, 869; eine stange zum bewegen von blasbälgen: Hohberg georg. cur. 1, 73a; auch seltnere bezeichnung der kolbenstange einer dampfmaschine: Helfft wb. d. landbauk. 420; Mothes baulex. 4, 509b und 3, 204a; ferner die zugstange in dem rohr einer saugpumpe: D. Speckle archit. v. vestung. (1589) 8a; Adelung2 4, 1709; Brosenius 2, 25; Campe 5, 864a; Mothes baulex. 1, 537b; wagerechte zugstange der presse einer ölmühle: thes. machin. (1708) 4, 9; sodann die lange stange, womit bei den drahtziehern die drehscheibe umgedreht wird: Adelung; Campe; eine stange des orgelbaus: Töpfer orgelbauk. 509; zugstange eines oben, in der mitte und unten riegelnden fensterverschlusses: Mothes 1, 272a; 2, 306a; nach Adelung2 4, 1709 an einigen orten auch die stange an dem pfluge, woran die vorderen ochsen ziehen; schlieszlich im lothr. eine dehnbare zuckerstange: Follmann 557b. —
 
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-stein, m., magnet: ziehstein ihrer anhänglichkeit Fr. L. Jahn 1, 511 E.; aus achat und brasilianischem diamant gefertigtes werkzeug zum ziehen sehr feiner drähte: Meyers lex.7 12, 1777. —
 
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-stock, m., ein stab, welcher zwischen die gehobenen und die ruhenden zampelschnüre gesteckt wird, um die ersten an dem vorzeitigen zurückgehen zu hindern: Bucher kunstgew. 447b; Adelung2 4, 1709; ein zieheisen mit einem loch zum ziehen grober silberdrähte: Karmarsch-H.3 11, 309; Prechtl 4, 160; eine vorrichtung zur ausarbeitung profilierter holzleisten: Mothes baulex. 4, 509; nach Campe 5, 864a in einigen gegenden der name der ziehstange am pfluge.
 
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-strang, m., pferdesiel, zugstrang am ortscheit: Gusinde Schönwald 208a; Eggers 2, 1394. —
 
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-strick, m.: lorum, funis tractorius zichstrick N. Frischlin nomencl. (1586) 161b; ziegstrick Orsäus (1623) 190; ein strick, womit man lasten aufzieht und niederläszt: Ludwig teutsch-engl. 2619; strick, an dem das zugvieh zieht: Hofmann niederhess. wb. 270a. —
 
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-stuhl, m., s. v. w. zampel- oder kegelstuhl Poppe technol. lex. 5, 565.
 
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ziehtag, m., tag des wohnungs- und dienstwechsels: Polenz Grabenhäg. 1, 104; Frischbier 2, 493a; norddeutsch allgem.
 
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-tau, n., gleich ziehseil; zum tauziehen als wettspiel dienend: Fr. L. Jahn 2, 78 E.; Kregenow-Samel gerätkde 116; womit ein schiff stromauf getreidelt wird: Mothes baulex. 4, 366; Hoyer-Kreuter 1, 869. —
 
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-termin, m., tag des dienst- und des wohnungswechsels: Polenz Grabenhäg. 2, 73. —
 
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-thier, n.: der krampf ... ist nicht der gemeine, sondern ein gleichsam immerwehrende und gewaltsam ein- und zurückziehung der nerven und wirdt gemeiniglich ziechthier genennt, dieweil sich die mäuse und nerven ohne unterlasz einziehen

[Bd. 31, Sp. 1037]


Uffenbach n. roszbuch (1603) 2, 53. —
 
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-tisch, m., ein tisch, der sich ausziehen und verlängern läszt: Kramer hoch-niederdeutsch. dict. (1719) 2, 276b; heute ausziehtisch. —

 

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