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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehschlitten bis ziehstahl (Bd. 31, Sp. 1035 bis 1036)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -schlitten, m., von menschen gezogener schlitten, dient zur beförderung des heus zur winterzeit aus den heuscheuern auf den alpen ins thal: schweiz. id. 9, 779; auch von hausrath: A. Stifter s. w. 22, 73. —
 
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-schlüssel, m., art schraubenschlüssel: wann man etwasz will von ainander schraufen oder ziehen, so treibt man es ... mit dem ziehschlüssel zusammen (1617) bei H. Fischer 6, 1188. —
 
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-schnur, f., schnur, mit der man etwas zieht, z. b. an einem webstuhl: Campe 5, 864a; an einer schleifmaschine für hohlgläser: Krünitz 18, 719; zugleine: Martin-L. 2, 507a; zum zuschnüren eines tabakbeutels, auch eines gleich eingerichteten lederbeutels, in den man seine goldene uhr steckt: Krünitz 193, 345; für fenstervorhänge: G. Keller ges. w. 7, 122. —
 
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-schraube, f., im schiffbau ein werkzeug, mit welchem man die verkleidung des schiffes nach dessen gliedern zieht oder biegt: Adelung2 4, 1709; Campe 5, 864a; Voigtel 3, 696b; Eggers 2, 1394; s. v. w. stellschraube Mothes baulex. 4, 509; allg. deutsch. bibl. 85, 481. —
 
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-schule, f.: welche (päpste) disz seminarium (ziehschlen) mit irem heiligen eifer und freigebiger miltigkeit verlegen und auszhalten ... knnen F. Alber Ignat. Loiola (1591) 315; (die ehe) eine bildungs- und ziehschule Hebbel I 12, 43 W.
 
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-schwengel, m., brunnenschwengel: in dessen (des bauernhofes) mitte ein brunnen mit ziehschwengel L. v. Przibram erinn. 2, 152; göpelarm, an dem pferde ziehen: Mothes baulex. 2, 485; 4, 509. —
 
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-schwester, f.: Hanna, die ziehschwester Victors A. Stifter s. w. 3, 286; s. ziehbruder, -geschwister, -kind, -sohn, -eltern usw.
 
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ziehseil, n., zugseil, z. b. an einer winde: ductarius funis ein seil durch ein wellen gezogen als an der winden, an den sden, ziehseil, windenseil Frisius 452b; funis ductorius ziegseyl, bornseyl Alberus P p 3b; zum aufziehen und niederlassen von lasten: Ludwig teutsch-engl. 2619; s. v. w. windeseil Mothes baulex. 4, 509; ziehseil, damit man etwas zeucht Hulsius-Ravellus (1616) 431a; nomencl. lat.-germ. (1634) 37; Wiederhold (1669) 436a; H. Fischer 6, 1188; womit ein schiff gegen den strom gezogen oder getreidelt wird: Kramer teutsch-it. 2, 759c; ein schiff mit dem ziehseile zurcke ziehen navem remulco extrahere Steinbach 2, 574; Frisch 2, 474b; Adelung2 4, 1709; beim holzziehen, d. i. dem schleppen der gefällten stämme, eins der 5 bis 10 seile, an deren jedem zwei mann ziehen: schweiz. id. 7, 758; ebda in einem beleg von 1557 ein zugseil für ein thor; auch für siel, das zugseil eines wagenpferdes: Ludwig teutsch-engl. 2619; das tau beim tauziehen: Fr. L. Jahn 2, 78 E.; alte belege: zu berest zwischen der scheiben und der rollen stecke man das ziechseyl hindurch (an einem flaschenzug) Rivius Vitruv (1575) 622; theatr. machin. (1708) 1, 86.

[Bd. 31, Sp. 1036]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ziehsohn, m. 1) milchsohn, das von einer amme genährte fremde kind: du bist Ulysses, mein geliebter ziechsun Schaidenreiszer Odyss. 83a; vgl. ziehmutter 1. 2) in der zucht und erziehung einer frau oder eines mannes stehendes kind: also dasz ... bei uns ein sprichwort darausz worden ist, einer wittfrauen ziehson, von den bel gezogenen jünglingen gesagt Chr. Bruno de institut. christian. foemin. 100a; vgl. ziehmutter 2. 3) pflegesohn: Jac. Ayrer dram. 2, 1391 K.; ziehsöhn oder ziehkinder Albertinus hauspoliz. (1602) 5, 11a; ihr wirklicher und ihr ziehsohn Bäuerle kom. theat. 3, 84; A. Stifter s. w. 6 (1921) 265; Björn und sein ziehsohn Thormod Will Vesper d. harte geschlecht 141; M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 3, 16; Unger-Kh. 651a; übertr.: will ich ... dem vater deutscher literatur als dankbarer ziehsohn ... dienen Braun v. Braunthal in schr. d. Götheges. 8, 334.
 
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ziehstab, m., stab zum ziehen: Fr. L. Jahn 2, 78 E.; holzstab mit stahlspitze oder eisenrohr zum einstecken in die endringe des stahlmeszbandes, um dieses auf dem zu messenden erdboden zu spannen: Lueger lex. d. techn. 6, 36; dazu -ring und -spitze ebda.
 
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-stahl, m., wie zieheisen; dient zur herstellung der züge im kanonenrohr: Karmarsch-H.3 4, 658; zum polieren eines drahtes: Muspratt chem. 3, 984 St.-K.

 

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