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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehrind bis ziehschlacke (Bd. 31, Sp. 1034 bis 1035)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -rind, n., zugrind: schweiz. id. 6, 1033; vgl. ziehkuh, -ochse. —
 
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-ring, m., 1) ein an einer offenen stelle durch eine schraube zusammenziehbarer ring: Mothes baulex. 4, 509; dient zum zusammenziehen gebrochener kunststangen, d. h. des gestänges der kunst, des wasserhebewerks eines schachts: Hübner cur. u. real. lex. (1714) 1733; Minerophilus 730; Hertwig bergb. (1734) 325a; Lichtenstein entdeckt. geheimn. (1778) 135; Frisch 2, 474b; Adelung2 4, 1709; auch ziehband 1 (sp. 935). 2) formring im walzwerk für das ziehen von röhren: Mothes baulex. 4, 509; Krünitz 241, 297; Karmarsch-H.3 11, 309; auch des wachsstocks in der kerzenfabrikation: 5, 416. 3) verbindungsstück zwischen pflug und pflugkarren: H. Fischer 6, 1188. 4) name eines gebäcks: ebda.
 
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-rolle, f., an der drahtziehmaschine eine scheibe, welche je vor den verschiedenen zieheisen angeordnet ist: Meyers lex.7 12, 1777. —
 
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-rosz, n., zugpferd: helciarius equus ziechrosz (Augsb. 1521) Diefenbach gl. 274a; an rossen und an vich ain und zwainzig ziechross, zwai reitross, sibenzig khe (1553) urkb. d. klost. Heiligkreuztal 2, 484; equi idonei ad vecturam gte und gschickte zierossz, die gt im zug sind Frisius 1350a; item ... soll ain alts oder ziechrosz auf zwo küe waiden (tirol. 1575) österr. weisth. 3, 134; (1567) bei H. Fischer 6, 1180; Calepinus XI ling. 778a; zieherosz Hulsius (1618) 2, 81b; ziehrosz Schottel haubtspr. 439; Kramer teutsch-it. 2, 1451c. —
 
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-ruder, n., ruder: rder, zierder Frisius 1315a; remus ein schiffrder, ein zierder 1141b; hepteris ein schiff mit siben ziehrdern auf einem banck oder sitz 626b; ziechrder: 751a; bei schiffen mit nur zwei rudern das vordere schweiz. id. 6, 633; Babi am ziehruder klopfte mit dem ruder auf die schiffwand beleg von 1778 ebda.
 
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ziehsäge, f., schrotsäge für zwei mann: Mothes baulex. 4, 509; passe-partout Mozin frz. wb. 3, 274b; Beil technol. wb. 1, 670. —
 
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-schacht, m., förderschacht, der schacht, durch den die erze und gänge mit einem haspel aus der grube gefördert (gezogen) werden: -e- Hübner cur. u. real. lex. (1714) 1734; Minerophilus (1730) 731; Frisch 2, 474b; Noel Chomel 4, 1373; -e- Lichtenstein entdeckt. geheimn. (1778) 135; Adelung2 4, 1709; Veith bergwb. 400; Mothes baulex. 2, 532; Karmarsch-H.3 1, 387; zieheschacht nachrichten machen, dasz er unter den treibeschacht kommt Hübner cur. u. real. lex. (1714) 1734; Minerophilus 731. —
 
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-scheibe, f., eine scheibe, mit der man etwas ziehen kann: dieselben trmlen wickeln umb sich her die zwei euszersten theil des seils, das da gehet durch die ziehscheiben ... auf sieben wirbeln theatr. machin. (1614) 41; ein hölzernes rad mit sprossen, an denen es ein arbeiter herumdreht: Mothes baulex. 4, 509; dieses dient in den panstermühlen dazu, das ziehrad in bewegung

[Bd. 31, Sp. 1035]


zu setzen: Adelung2 4, 1709; dazu wird sie in das ziehrad eingeschoben: allg. haush.-lex. 3, 798; bei den wachsstockziehern eine scheibe, durch deren löcher die wachsstöcke gezogen werden: Adelung2 4, 1709; Hübner zeitungslex.31 4, 1019b; beim drahtziehen eine scheibe (drahtleier), durch welche runde stangen fein gezogen werden: Prechtl 4, 191; Muspratt chem. 4, 1970 St.-K.; Karmarsch-H.3 2, 647; 11, 309. —
 
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-scheit, n., ort-, sielscheit: ziegscheit deichselwage Loritza n. id. Vienn. 147b; zieh-, zieg-, zuihscheit H. Fischer 5, 1406; durch vermengung mit sielscheit entsteht die form zielscheit, s. d.
 
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-schiff, n., getreideltes schiff; unrichtig als lembus trahens remulco von Frischlin nomencl. (1586) 270b erklärt; ziehschiff navire qu'on tire Hulsius-Ravellus (1616) 431a; Wiederhold 436a; ziehschiff nave, barca tirata à monte à forza di cavalli Kramer teutsch-it. 2, 1451c; actuarium Nürnberg. wb. (1713) 115; Pomey (1720) 387; Campe 5, 864a; welch ein genusz für ein holländisches gemüth, rauchend am bord ... zu sitzen ..., während ein ... gaul das ziehschiff ... durch das ... wasser führt! Treitschke hist. aufs. 2, 496; nld. treckschuit. —
 
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-schlacke, f., im hüttenbau eine schlacke, welche nach dem ablassen des guszeisens sitzen bleibt und abgezogen werden musz: Adelung2 4, 1709; Campe 5, 864a; Lampadius hdwb. d. hüttenkde (1817) 222. —

 

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