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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehlohn bis ziehöffnung (Bd. 31, Sp. 1031 bis 1032)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -lohn, m., entlohnung der treidler: Hoyer-Kreuter 1, 869; s. zieherlohn. —
 
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-lüfter, m., stählerner spitzbohrer der nadler und drahtzieher, mit dem die löcher des zieheisens gebohrt oder erweitert werden: Adelung2 4, 1708; Voigtel 3, 698a; Schrader frz. wb. 2, 1679; Campe 5, 863b; Beil technol. wb. 1, 670.
 
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ziehm, s. 2ziemer.
 
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ziehmaschine, f., maschinelle einrichtung zum ziehen, z. b. der gewünschten form des fensterbleis: Krünitz 18, 766; Schönermark-Stüber 210; genannt der bleizug: Adelung2 4, 1708; der züge im kanonenrohr: Karmarsch-H.3 4, 657; des drahtes und der kehlleisten durch das zieheisen (sp. 938): Adelung; Krünitz 241, 294; von wollfäden und flachsfasern bei der bandfabrikation: Schedel warenlex. 2, 707; Prechtl 6, 218; von orgelpfeifenzungen: G. Töpfer orgelbauk. 2, 319; hier wie beim draht- und faserziehen auch streckmaschine genannt; auch zum entleeren der retorten; in der glasfabrikation sind solche mechanischen hilfen versucht worden; noch anders: man hat an vielen orten ziehmaschinen angebracht, um fortwährend zu bewässern C. v. Hailbronner Morgenland u. Abendland (1841) 2, 210; tractorium zieh- oder hebemaschine Rode Vitruv (1800) anh. 11. —
 
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-messer, n.,

[Bd. 31, Sp. 1032]


das langklingige, beidhändig geführte grosze schnitzmesser der wagner und bötticher: Mothes baulex. 4, 149; Karmarsch-H.3 11, 309; (1571) schweiz. id. 4, 464; H. Fischer 6, 1187; Hunziker Aarg. 309; Seiler Basl. ma. 325a; Martin-L. 1, 721b; culter ductarius, scalprum manubriatum Aler 2, 2247b; das steckenziechmesser bei Lexer 2, 1157 ist ein stockdegen.
 
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-mühle, f., durch zugthiere getriebene mühle; moletrina Calepinus XI ling. 906a; ein ziehmle, treibmle Megiser (1603) 2, 77a; man kunde (vor kälte) auch nicht malen, das man an etlichen orten ziechmülen mst aufrichten S. Franck chron. zeitb. (1531) 207a; die kelte war also streng, dasz die stehenden und flieszenden wasser überfroren, deszhalb (man) die müllinen stellet und ziechmülen anrichten mueszte (1580) Wurstisen im schweiz. id. 4, 191; auch derselbe 2, 188; dasselbe berichtet Binhardus thür. chron. 289; s. H. Fischer 6, 1187.
 
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ziehmutter, f., 1) amme (zu ziehen I D 1 a β): Euriclea sein seugamm und ziehmtter Joh. Heroldt v. d. zung (1544) 51b; Götze gloss.2 236a; die ziehmutter la nourrice, amme, pflegemutter Schwan n. dict. 2, 1106a. 2) erzieherin, pflegerin: Euriclea sein (des Telemachos) ziechmtter Schaidenreiszer Odyss. 71a; mitler weil werden ire eltern von einem freund zu gast geladen, zu dem sie auch sambt irem gesinde kommen und Maxellenden allein mit irer ziechmutter im hausz gelassen haben H. Fabricius bewert. hist. (1599) 834; auch ... von ihren ammen, pfleg- und ziehemttern ihnen der leib von kindheit an darzu steif gewhnet, gezwungen und gedrungen Butschky rosenthal (1699) 338; hierher auch: ziehmutter nudrice Kramer teutsch-it. 2, 1451c; the fostermother or nurse of a child Ludwig teutsch-engl. 2590. 3) pflegemutter, eine frau, die ein fremdes kind in kost und pflege hat:

und ir, mein vatter und ziehmutter (der hirt Faustulus und
die ir mich und auch meinen brudr seine frau),
erzogen habt bisz auf den tag,
für eur wolthat ich euch danck sag
Ayrer dram. 1, 64 K.;

also haben die tugendhafte Cornelia der Gracchorum, die Aurelia keisers Julii ... sich zu aufseherinnen und ziehemttern junger frstlicher knaben bequemet Er. Francisci alleredelst. unglück (1670) 192; danach oft belegt, vgl.: Nestroy ges. w. 2, 32; A. Stifter s. w. 3, 274; Rosegger schr. 14, 28; Mommsen red. u. aufs. 275; hdwb. d. staatswiss.2 3, 1039; Adelung2 4, 1708; Unger-Kh. steir. 651a; zeegmoder Hönig Köln. 207a.
 
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ziehnagel, m., nach Fäsch kriegslex. (1735) 272b und Wolff math. lex. (1747) 1441 nagel, mit dem die eisenbänder der räder an lafetten zusammengezwickt werden.
 
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-netz, n., gleich ziehgarn: Ludwig teutsch-engl. 2590; allg. haush.-lex. 2, 437; Frischbier 2, 493a; Seligo fanggeräte § 153.
 
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ziehochse, m., zugochse: (1474) bei H. Fischer 6, 1187; von eim alten ziegochszen und eim jungen mestochszen oder weydochszen Er. Alberus fabeln 115 ndr.; ruricolae boves die ze acker gond oder eerend, ziechochsen, bauwrinder Frisius dict. 163b; jugatorius bos ein züchochsz, der am joch zücht ebda 742a; Sebiz feldbau 32; vier starcke ziheochsen Mathesius Sarepta (1586) 132a; wann einem zieheochsen von der arbeit oder harten ziehen der hals verletzet wird ..., so nim gelinde hartz Bapst v. Rochlitz arzneib. 342;

drey thaler ich im schuldig war.
so drang er mich so heftig gar,
dasz ich must zu dem metzker laufn
und mein ein ziehochsen verkaufn
Ayrer dram. 4, 2602 K.;

2 ziechoxsen und ain jungs veldpferd (1431) Zingerle mittelalterl. invent. 44b; zieh-, zugochs Stieler 1379; ein alter ziehochs machet gerade furchen Kramer teutsch-it. 1, 439b; Ludwig teutsch-engl. 2590; Steinbach 2, 150. —
 
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-öffnung, f., wie ziehloch 2 loch an der sohle des kalkbrennofens zum herausziehen des gebrannten kalks; deren sind eine gröszere anzahl auf den ganzen umkreis des ofens vertheilt; auch an hochöfen; vgl.:

[Bd. 31, Sp. 1033]


Muspratt chem. 8, 385 St.-K.; Karmarsch-H.3 2, 201; Kerl thonwar. 147. —

 

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