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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehleder bis ziehmühle (Bd. 31, Sp. 1031 bis 1032)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -leder, n., stiefelschlaufe, -strippe: Jean Paul 27/29, 399 H.
 
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-leine, f., zugleine, an der ein schiff getreidelt wird: Mothes baulex. 4, 509; Wienbarg darstell. 107; einer ramme: Hoyer-Kreuter 1, 869; allgem.: Campe 5, 863b. —
 
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-leiter, f., am kegel- und zampelstuhl ein geneigt über dem stuhle liegender rahmen, in welchem die rollen der rahmenkorden laufen: Bucher kunstgew. 447b; Hübner zeitgslex.31 4, 1019b; Adelung2 4, 1708; Campe 5, 863b.
 
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ziehling, m., 1) gleich ziechling (sp. 896): Avé-Lallemant gaunerth. 2, 309. 2) ein zur erziehung ins haus genommenes fremdes kind, ein ziehkind, halte-, kost-, pflegekind, verschieden von zögling Sallmann Estland (1880) 74.
 
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ziehloch, n., 1) lohgrube oder kufe, in der die häute in wasser und lohe hin- und hergezogen werden: schweiz. id. 3, 1041; H. Fischer 6, 1187. 2) loch im kalkopfen, durch welches der kalk gezogen wird: Karmarsch-H.3 2, 204; s. ziehöffnung. 3) loch des zieheisens (sp. 938), durch welches ein metallstab gezogen und so zum draht umgeformt wird: Karmarsch-H.3 2, 644; Hoyer-Kreuter 1, 869; Muspratt chem. 3, 1831 St.-K.; Prechtl 4, 160; auch nur um messingdraht glänzend zu machen: Karmarsch-H.3 7, 561; ein durchbohrter korund dient als hülse für drahtzüge von zylinderuhren: Oken allg. naturgesch. 1, 153; die warzen, wodurch die spinnenseide als durch ziehlöcher gezogen wird Kant s. w. (1867) 6, 76. 4) flugloch des immenrumpfes oder-stocks: flug- oder ziehlcher J. Grüwel bienenkunst (1719) 22; zieheloch, von ziehen, weil die immen da aus- und einziehen Overbeck gloss. melitt. 100; ziehloch 148; Adelung2 4, 1708; Campe 5, 863b. —
 
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-lohn, m., entlohnung der treidler: Hoyer-Kreuter 1, 869; s. zieherlohn. —
 
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-lüfter, m., stählerner spitzbohrer der nadler und drahtzieher, mit dem die löcher des zieheisens gebohrt oder erweitert werden: Adelung2 4, 1708; Voigtel 3, 698a; Schrader frz. wb. 2, 1679; Campe 5, 863b; Beil technol. wb. 1, 670.
 
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ziehm, s. 2ziemer.
 
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ziehmaschine, f., maschinelle einrichtung zum ziehen, z. b. der gewünschten form des fensterbleis: Krünitz 18, 766; Schönermark-Stüber 210; genannt der bleizug: Adelung2 4, 1708; der züge im kanonenrohr: Karmarsch-H.3 4, 657; des drahtes und der kehlleisten durch das zieheisen (sp. 938): Adelung; Krünitz 241, 294; von wollfäden und flachsfasern bei der bandfabrikation: Schedel warenlex. 2, 707; Prechtl 6, 218; von orgelpfeifenzungen: G. Töpfer orgelbauk. 2, 319; hier wie beim draht- und faserziehen auch streckmaschine genannt; auch zum entleeren der retorten; in der glasfabrikation sind solche mechanischen hilfen versucht worden; noch anders: man hat an vielen orten ziehmaschinen angebracht, um fortwährend zu bewässern C. v. Hailbronner Morgenland u. Abendland (1841) 2, 210; tractorium zieh- oder hebemaschine Rode Vitruv (1800) anh. 11. —
 
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-messer, n.,

[Bd. 31, Sp. 1032]


das langklingige, beidhändig geführte grosze schnitzmesser der wagner und bötticher: Mothes baulex. 4, 149; Karmarsch-H.3 11, 309; (1571) schweiz. id. 4, 464; H. Fischer 6, 1187; Hunziker Aarg. 309; Seiler Basl. ma. 325a; Martin-L. 1, 721b; culter ductarius, scalprum manubriatum Aler 2, 2247b; das steckenziechmesser bei Lexer 2, 1157 ist ein stockdegen.
 
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-mühle, f., durch zugthiere getriebene mühle; moletrina Calepinus XI ling. 906a; ein ziehmle, treibmle Megiser (1603) 2, 77a; man kunde (vor kälte) auch nicht malen, das man an etlichen orten ziechmülen mst aufrichten S. Franck chron. zeitb. (1531) 207a; die kelte war also streng, dasz die stehenden und flieszenden wasser überfroren, deszhalb (man) die müllinen stellet und ziechmülen anrichten mueszte (1580) Wurstisen im schweiz. id. 4, 191; auch derselbe 2, 188; dasselbe berichtet Binhardus thür. chron. 289; s. H. Fischer 6, 1187.

 

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