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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehkopf bis ziehling (Bd. 31, Sp. 1030 bis 1031)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -kopf, m., schröpfkopf: die ventosen, treuge- oder ziehkpfe haben ihrer viel auch zu hlfe genommen medic. pestconsilium (1680) 21; Adelung2 4, 1708; Campe 5, 863b; der kolben oder kopf der ziehmaschine, welcher mit messern die züge in den gewehrlauf einschneidet: Lueger lex. d. techn. 4, 644. —
 
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-kraft, f., anziehungskraft: Campe 5, 863b; insofern er (der magnet) mehren abgesonderten eisenstücken eine ... gröszere ziehkraft anstreicht, als er selber allein besitzt Jean Paul w. 44, 22 H.; A. Schopenhauer 5, 30 Gr.; durch blosze massenverhältnisse erklärbare ziehkräfte A. v. Humboldt Kosmos (1845) 1, 56; chemische ziehkräfte 3, 379; vgl. Zschokke s. ausgew. schr. 12, 320; wie er ... durch ein senfpflaster ... und dessen ziehkraft sich ein ausgefallenes bein wieder eingerenkt

[Bd. 31, Sp. 1031]


habe Immermann 2, 17 B.; s. Gehler physik. wb. 1, 123 u. ö.; im geistigen bereich: eine äuszere ursache (eine ziehkraft) Schelling I 2, 199; hehrheit und hoheit sind die erscheinungen der zieh- und fliehkraft Fr. L. Jahn 1, 409 E.; die französische politische ziehkraft E. M. Arndt an s. l. Deutsch. 2, 36; die summe aller ziehkräfte im staate Görres schr. 5, 137; s. DWB zugkraft (th. 16, 430);

den mittelpunkt des lichts, den mittelpunkt der ruh,
der zieh- und schwerkraft, hast, muszt haben in dir du
Rückert w. (1867) 8, 172. —


 
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-kraut, n., helianthemum vulgare: Unger-Kh. 651a; so benannt, weil es seine blüten zur sonne hinziehen läszt.
 
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-krücke, f., krücke, mit der in der spiegelglasfabrikation arbeiter den flusz des glühenden glases regeln: Karmarsch-H.3 4, 77. —
 
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-kuh, f., wie ziehochse: Götting. tagebl. 19. 1. 1917, 2. bl.
 
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-kunst, f.: die steige- und ziehekunst (scansoria et tractoria) theatr. machin. (1614) vorr. a 2a.
 
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ziehlatte, f., eine latte, mit mauerhaken unter der stelle befestigt, wo ein gesims entstehn soll; an ihr läuft die schablone mit ihrem schlitten entlang: Helfft wb. d. landbauk. 419; syn. lehrlatte: Karmarsch-H.3 11, 309; Lueger 6, 127. —
 
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-leder, n., stiefelschlaufe, -strippe: Jean Paul 27/29, 399 H.
 
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-leine, f., zugleine, an der ein schiff getreidelt wird: Mothes baulex. 4, 509; Wienbarg darstell. 107; einer ramme: Hoyer-Kreuter 1, 869; allgem.: Campe 5, 863b. —
 
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-leiter, f., am kegel- und zampelstuhl ein geneigt über dem stuhle liegender rahmen, in welchem die rollen der rahmenkorden laufen: Bucher kunstgew. 447b; Hübner zeitgslex.31 4, 1019b; Adelung2 4, 1708; Campe 5, 863b.
 
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ziehling, m., 1) gleich ziechling (sp. 896): Avé-Lallemant gaunerth. 2, 309. 2) ein zur erziehung ins haus genommenes fremdes kind, ein ziehkind, halte-, kost-, pflegekind, verschieden von zögling Sallmann Estland (1880) 74.

 

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