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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehkampf bis ziehkolben (Bd. 31, Sp. 1029 bis 1030)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -kampf, m., wettkampf im ziehen: am ziehtau (das tauziehen) ein ziehkampf Fr. L. Jahn w. 2, 78 E.
 
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-karre, f., -karren, m., karre zum ziehen, handkarre, im gegensatz zur schubkarre: het auf eim zihkarn gelegt pei eim aimer rots weins (Nürnb. anf. 16. jahrh.) städtechron. 11, 588; zway beschlagne grettreder und

[Bd. 31, Sp. 1030]


7 rëdel an ziechkërren (1484) Zingerle invent. 73; (16. jahrh.) H. Fischer 6, 1187; ziehkarn Kramer teutsch-it. 1, 756c; da wird ein anderer heraufkommen und mit ihr an den ziehkarren gespannt das heu in den stadl bringen Rosegger II 3, 41; I 11, 47; Unger-Kh. 651a; Bauer-Coll. 103b. —
 
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-kette, f.: spannete er die ziehketten des pferds (am wagen), darauf er sasze, allenthalben losz Kirchhof 2, 321 Ö.
 
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-kind, n., halte-, kost-, pflegekind: dann wo gott ist, da ist auch sein ziechkind, die gedult J. Meichel creutzschuel (1630) 507; ziehkind allievo Kramer teutsch-it. 2, 1451c; altellus, puer alimentarius Aler 2, 2247b; alumnus Steinbach 1, 853; Frisch 2, 474b; n. schausp. (1771) 6, 1, 104; Schwan n. dict. 2, 1106a; Voigtel 3, 698a; Adelung2 4, 1708; W. Alexis hos. 1, 75; wir beschlossen, unser leben ... einsam ohne ziehkinder hinzubringen A. Stifter s. w. 19, 158; ob ... Justine jemals ein ziehkind gehalten habe L. v. François Reckenb. 1, 59; 2, 54; hdwb. d. staatswiss.2 4, 963; Weigand syn. 3, 1167; H. Fischer 6, 1187; vom jungen kuckuck, der ja im fremden nest flügge wird: Zincke öc. lex. (1744) 1003; dagegen ein mädchen, das den zug des webstuhls bedienen muszte, wie ob. ziehjunge: schweiz. id. 3, 349. —
 
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-klinge, f., schabeisen des schreiners, ein ziemlich dünnes und langes stahlblech mit messerscharfer schneide, dient zum abschaben oder glätten (abziehen) aus freier hand als letzter nacharbeit: M. Heyne altd. handw. 12; seit Hübner cur. u. real. lex. (1714) 1733 oft verbucht, vgl. u. a. Frisch 2, 474b; Adelung2 4, 1708; K. G. Anton gesch. d. teutsch. landwirtsch. (1799) 1, 250; Brosenius technol. f. lehr. 2, 3; Prechtl 8, 121; zum schaben der blöcke: Röding wb. d. marine 2, 943; Bobrik seewb. 748a; zum abschaben der schnittfläche eines buches, bevor das gold für den goldschnitt aufgelegt wird: Lueger 2, 747; nach dem beschicken wird die oberfläche (der ofenkachel) mit dem polirmesser (ziehklinge) abgezogen Muspratt chem. 8, 959 St.-K.; s. H. Fischer 6, 1187; Martin-L. 1, 493a; zeegkling Hönig Köln. 207a; Gangler lux. 489; Leihener Cronenb. wb. 125b; s. ob. ziechling (sp. 896). —
 
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-klinke, f., klinke an der ankerwinde: Karmarsch-H.3 1, 156; Hoyer-Kreuter 1, 869. —
 
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-kloben, m., schreinerwerkzeug zum einspannen von holzleisten, welche geschnitten oder gekehlt werden sollen: Hübner cur. u. real. lex. (1714) 1733; Adelung2 4, 1708; Bucher kunstgew. 447b. —
 
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-knecht, m., ruderknecht: remex ein rderkncht, ziekncht, der am rder zeücht Frisius 1141b; Calepinus XI ling. 1483b; totengräber während der pest im 17. jahrh.: Unger-Kh. 651a. —
 
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-knochen, m., gleich -bein (sp. 935): H. Meyer richt. Berl.8 195b. —
 
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-kohle, f., holzkohle der meiler von der grösze, dasz sie noch mit dem rechen zusammengescharrt werden können: Zschokke s. ausgew. schr. 12, 273; Behlen forst- u. jagdk. 6, 535; Muspratt chem. 4, 376 St.-K.; Blumhof eisenhüttenk. 4, 674. —
 
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-kolben, m.: ziechkolben ist ein führkölbl und sonders instrument, darmit ein schütz ein rostiges rohr einer büchsen inwendig widerumb glatt und eben auszzeucht, so das an ladstecken geschrauft wird (Augsb. 16. jahrh.) zs. f. d. alt. 43, 101; mit einem ziehkolben durch den lauf fahren Stahl gewehrgerecht. jäg. (1762) 217; der kolben am ende der ziehstange, mit dem die züge in die kanonenrohre eingeschnitten werden: Karmarsch-H.3 4, 657; bei Frisch 2, 474b mit dem ziehkloben verwechselt.

 

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