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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehhusten bis ziehklinge (Bd. 31, Sp. 1029 bis 1030)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -husten, m., keuchhusten: Unger-Kh. 651a.
 
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ziehig, auch ziehicht, adj. was sich ziehen läszt: zhig das sich gern ziehen läszt Zehner nomencl. (1645) 262; ist ziehig wie der honig A. Picus v. d. bienen (1689) 10; ziehicht Stieler 2628; ziehicht Kramer teutsch-it. 2, 1451c. —
 
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-joch, n., zugjoch: ein ziechjoch mit seinem zeüg (1479) Zingerle mittelalterl. invent. 52. —
 
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-junge, m., ein junge, welcher bei den seidenwirkern entweder die kegel oder die zampelschnüre zur bildung des musters zieht: Campe 5, 863b; Hoyer-Kreuter technol. wb. 1, 869.
 
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ziehkäfer, m., spanische fliege, cantharis, lytta: Oken allg. naturgesch. 5, 1751; s. zieher 1 b.
 
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-kalb, n., ein kalb, das man zur zucht absetzt: (1594) H. Fischer 6, 1187; ein junges zieh- oder sommerkalb (tirol. 19. jahrh.) österr. weisth. 3, 137. —
 
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-kampf, m., wettkampf im ziehen: am ziehtau (das tauziehen) ein ziehkampf Fr. L. Jahn w. 2, 78 E.
 
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-karre, f., -karren, m., karre zum ziehen, handkarre, im gegensatz zur schubkarre: het auf eim zihkarn gelegt pei eim aimer rots weins (Nürnb. anf. 16. jahrh.) städtechron. 11, 588; zway beschlagne grettreder und

[Bd. 31, Sp. 1030]


7 rëdel an ziechkërren (1484) Zingerle invent. 73; (16. jahrh.) H. Fischer 6, 1187; ziehkarn Kramer teutsch-it. 1, 756c; da wird ein anderer heraufkommen und mit ihr an den ziehkarren gespannt das heu in den stadl bringen Rosegger II 3, 41; I 11, 47; Unger-Kh. 651a; Bauer-Coll. 103b. —
 
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-kette, f.: spannete er die ziehketten des pferds (am wagen), darauf er sasze, allenthalben losz Kirchhof 2, 321 Ö.
 
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-kind, n., halte-, kost-, pflegekind: dann wo gott ist, da ist auch sein ziechkind, die gedult J. Meichel creutzschuel (1630) 507; ziehkind allievo Kramer teutsch-it. 2, 1451c; altellus, puer alimentarius Aler 2, 2247b; alumnus Steinbach 1, 853; Frisch 2, 474b; n. schausp. (1771) 6, 1, 104; Schwan n. dict. 2, 1106a; Voigtel 3, 698a; Adelung2 4, 1708; W. Alexis hos. 1, 75; wir beschlossen, unser leben ... einsam ohne ziehkinder hinzubringen A. Stifter s. w. 19, 158; ob ... Justine jemals ein ziehkind gehalten habe L. v. François Reckenb. 1, 59; 2, 54; hdwb. d. staatswiss.2 4, 963; Weigand syn. 3, 1167; H. Fischer 6, 1187; vom jungen kuckuck, der ja im fremden nest flügge wird: Zincke öc. lex. (1744) 1003; dagegen ein mädchen, das den zug des webstuhls bedienen muszte, wie ob. ziehjunge: schweiz. id. 3, 349. —
 
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-klinge, f., schabeisen des schreiners, ein ziemlich dünnes und langes stahlblech mit messerscharfer schneide, dient zum abschaben oder glätten (abziehen) aus freier hand als letzter nacharbeit: M. Heyne altd. handw. 12; seit Hübner cur. u. real. lex. (1714) 1733 oft verbucht, vgl. u. a. Frisch 2, 474b; Adelung2 4, 1708; K. G. Anton gesch. d. teutsch. landwirtsch. (1799) 1, 250; Brosenius technol. f. lehr. 2, 3; Prechtl 8, 121; zum schaben der blöcke: Röding wb. d. marine 2, 943; Bobrik seewb. 748a; zum abschaben der schnittfläche eines buches, bevor das gold für den goldschnitt aufgelegt wird: Lueger 2, 747; nach dem beschicken wird die oberfläche (der ofenkachel) mit dem polirmesser (ziehklinge) abgezogen Muspratt chem. 8, 959 St.-K.; s. H. Fischer 6, 1187; Martin-L. 1, 493a; zeegkling Hönig Köln. 207a; Gangler lux. 489; Leihener Cronenb. wb. 125b; s. ob. ziechling (sp. 896). —

 

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