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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehfeurig bis ziehgeschwister (Bd. 31, Sp. 1027 bis 1028)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -feurig, adj., gebraucht Bürja gröszenlehre (1799) 261 für die art der strahlen des nordlichts.
 
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-fittich, m.: kiebitz Kleemann nordthür. id. 26. —
 
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-frau, f., eine frau, die ein kind in pflege hat, s. DWB ziehe 1; vgl.:

[Bd. 31, Sp. 1028]


und ich nicht anderst meinen thet
als das es (das kind) die ziehfrau schon het
Ayrer dram. 2, 994 K.;

denn wenn die ziehfrau nichts erhält,
so tritt sie auf die falsche seite
und bringt die sache vor die leute
Henrici ernsth. ged. 4, 435;

es naht die zeit, wo sie mit Tullia,
der ziehfrau, zu der schule wandert
J. v. Soden Virginia (1805) 41;

H. Fischer 6, 1187. —
 
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-fuder, n., wagen voll hausrath beim umzuge, wohnungswechsel: schweiz. id. 1, 685.
 
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ziehgalgen, m.: man hat sie an ein ziehgalgen gebunden und in die hhe gezogen, darnach wider herab in das fehr gelassen Achatius Sleidans chron. 119b; schnell- oder ziehegalgen Bütner epit. histor. 3a. —
 
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-gans, f., herumstreifendes mädchen: Martin-L. 1, 226b. —
 
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-garn, n., zugnetz, 1) in der fischerei ein zugnetz mit engmaschigem sack, fachlich wate (s. th. 13, 2570) genannt: Lexer 3, 1106; sagena zuggarn, z. Golius 218; das die fischer ihre ziehegrn in einen stock ... ordnen (d. h. die maschenweite nach dem stock bemessen; 1551) quell. z. rechtsgesch. d. hess. städte 13, 1, 1, 388; alsdann hat ein anderer fischer ein rüschen, welche er weyt aufspert, oder ein ziechgarn ziecht den angehenckten rgling (rogen) ggen den rschen C. Forer Gesners fischb. (1563) 8b; weil man, sobald die zwey ort des ziehgarns am land sind, mit dem zug eilen musz, damit sich die fische nicht oben oder unten durchschlagen Hohberg georg. 2, 491; wenn die ziehegarn grosz, werden anstat der flosse lnglichte tnnerne breter ... gemacht Zincke öc. lex. (1744) 792; v. d. Borne hdb. d. fischz. u. fischer. 632; Lueger lex. d. techn. 4, 278. 2) zum vogelfang, bes. aber zum fang von schnepfen und wasserhühnern bestimmtes netz, es hängt in ringen an einem seil und wird wie ein vorhang auf- und zugezogen, daher auch fliegendes hänge- oder ziehgarn genannt: allg. haush.-lex. 3, 798; Noel Chomel 5, 50; Adelung2 4, 1708; Campe 5, 863b. 3) anscheinend ein einzelnes gezogenes garn bei Schmeller-Fr. 2, 1106. —
 
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-gatter, n., in der mühle ein auf- und abschiebbarer rahmen, worauf die wellzapfen der pansterräder liegen: Mothes baulex. 4, 509; Adelung2 4, 1708; Voigtel wb. 3, 698a; Campe 5, 863b. —
 
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-geld, n., geld, welches man für kost und erziehung eines (unehelichen) kindes bezahlt: Adelung2 4, 1708; z. sumtus educationis Haym jur. 1345; Schottel haubtspr. 507;

.... das ziehgeld jährlich zahlen
bringet schlechten vortheil ein
Henrici ernst- u. scherzh. ged. 2, 267;

gebt ziehgeld funfzehn jahre
fr eurer kinder eins samml. v. schausp. (1764) 1, 94;

allg. haush.-lex. 3, 798; der (von der mutter getrennt lebende) vater bezahlt ziehgeld Fichte s. w. 3, 361; Bruns volksw. d. prov. Sachs.2 77a. —
 
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-geschirr, n., zaumzeug des zugthiers: legt man im (dem pferd) an daz ziechgeschirr (ornamenta rustica) Steinhöwel Äsop 144 Ö.
 
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-geschwister, plur., in gemeinsamer pflege aufwachsende, nicht verwandte kinder: die zwei ziehgeschwister weinten bei diesem ... abschiede so sehr Stifter s. w. 3, 394; vornehme kinder bekamen vom vater leibeigene geschenkt, die als ihre ziehgeschwister mit ihnen aufwuchsen A. Heusler in Genzmers eddaübers. 1 (1928) 69. —

 

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