Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zieherhorn bis ziehfecke (Bd. 31, Sp. 1027)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zieherhorn, n., ammonshorn: (schles.) zs. f. d. phil. 20, 494; Campe 5, 699a; s. ziehhorn.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zieherin, f., zu zieher, ist in der alten sprache die amme, die säugende, nutrix (vgl. ziehen I D 1 a β): sie und ir ziecherin (amme Luther) 1. Mos. 24, 59 erst. deutsch. bib. 3, 119; als die ziecherin (amme Luther) pfligt ze tragen das kind 4. Mos. 11, 12 ebda 4, 44; wann we den schwangeren und den ziecherin (nutrientibus: seit der Zainerbibel 1475 säugenden; seugerin Luther 1535) in den tagen Mark. 13, 17 ebda 1, 173; s. zu den parallelstellen Matth. 24, 19 und Luk. 21, 23 ob. ziehen I D 1 a β; foemina trahens, ducens, raptans Stieler 2628; loszieherin:

die urne ward gebracht und siebenmal gerüttelt,
Fortuna, sonst das blinde glck betitelt,
ward feyerlich zur zieherin bestellt
Pfeffel poet. vers. 8, 146;

z. ziehharmonika H. Fischer 6, 1187.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zieherker, m., das gerüst, worauf die arbeiter beim heben und senken des rades an einem pansterzeug (th. 7, 1424) stehn: Mothes baulex. 4, 509.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zieherlohn, m., lohn der schlepper von floszstämmen: was bis und nechst ans Reichenbächlin mit geringstem kosten des zieherlohns uf das wasser und flosz zu bringen (schwäb. 1657) Alemannia 10, 215; lohn der treidler: Schwan n. dict. 2, 1106a; Schrader frz. wb. 2, 167a. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-schicht, f., eine arbeitsschicht des ziehers im bergwerk Veith bergwb. 407; s. zieher 1.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
ziehet, f.: zīgat mühselige arbeit Edw. Roedder volksspr. d. bad. Frankenland. 581a. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
ziehet, n., euter der stute, s. ziehen I D 1 a β.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
ziehfaden, m., ein faden zum ziehen, bei den perückenmachern: Schrader frz. wb. 2, 1679; sonst: Rosegger schr. 3, 434; (die erdherren) bilden ... sich ein, gott werd ihnen die völker immerdar als gaukelpuppen an ihre ziehfädchen geben F. W. Gubitz erlebn. 3, 156. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-falte, f.: langsames weib Pfister nachtr. 344. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-farbe, f., der nach dem färben dem golde gegebene glanz, bei den goldschmieden: Hübner cur. u. real. lex. (1714) 1850; Frisch 2, 474b; Noel Chomel 8, 2413; Campe 5, 863b; Bucher kunstgew. 447b. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-fecke, -feckte, m., herumschweifende person, nam. mädchen oder kinder, auch langsamer, unbehülflicher, schwerfälliger mensch: schweiz. id. 1, 730; Seiler Basl. ma. 325a; da müszte er wohl viel zeit versäumen, ... wenn er jedem ziehfecken abwarten wollte, bis es ihm sich schicke Jer. Gotthelf ges. schr. (1855) 7, 327; wohl umgeformt aus -fettig, s. d.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: