Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehbalg bis ziehbetzel (Bd. 31, Sp. 935 bis 936)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -balg, m., ziehharmonika, gleich -amriemen: Schön Saarbr.2 234a. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-balken, m., fensterladen zum aufziehen: schweiz. id. 4, 1191; balken einer buchdruckerpresse: Hoyer-Kreutter technol. wb. 1, 869. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-band, n., 1) eisernes band oder eisenring, womit man holztheile zusammenzieht oder -hält, z. b. eine brunnenröhre, um das aufspringen zu verhüten, auch schlosz- oder zugring genannt: Mothes baulex. 4, 509; oder pochwellen: Minerophilus 730; auch zur verbindung des bollwerkpfahls mit dem hölzernen zuganker: Mothes 4, 509; in mühlen gebraucht, wenn etwas zerbrechen will, um es zusammenzubinden: allg. haush.-lex. 3, 798; so bes. ein eisenband um eine radfelge: Wolff math. lex. (1747) 1441; Fäsch kriegslex. 272b; Hoyer wb. d. artill. 2, 2, 77 f.; 1, 2, 16; v. Alten hdb. f. heer u. flotte 2, 59; Frisch 2, 474b; Adelung2 4, 1705; alter beleg: vor ein schog vorclammern und umbe funf bant obir die eisbaume an der heisbrucke, umbe 2 zibant, traring ... 2 sch. minus 1 gr. (1432) cod. dipl. Lusat. super. 2, 312. 2) lederband zum zusammenziehen: ein z. um schulter und brust G. Hauptmann web. 50; zum öffnen durch aufziehen, dim.: diese leichten, bunten damenkalenderkapseln und -bändchen mit einem ziehbändchen Jean Paul 45/47, 356 H.; zum anziehen: z. die strippe am stiefel: Bandtke deutsch-poln. wb. 2, 1421a. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-bank, f., bank oder tisch als geräth zum ziehen 1) bei metallarbeitern von stangen zu draht: z. filiera Kramer teutsch-it. 2, 1451c; z. eines dratziehers Ludwig teutsch-engl. 2588; Helfft wb. d. landbaukunst 419; Karmarsch-H. techn. wb.3 8, 2; Muspratt chem. 3, 1831 St.-K.; H. Fischer 6, 1179; bildl.: die goldstange auf der z. der richterbänke zu dem feinsten golddraht ... ausziehen Jean Paul 3, 93 H.; den golddraht der schönen taille auf dieser z. (einer kur) immer feiner zu ziehen 30, 21; 42/43, 108 H.; von gesimseleisten aus blech: Lueger lex. d. techn. 2, 442; bei den glasern zum ziehen des fensterbleis, bei den büchsenmachern und in artilleriewerkstätten die maschine zum einschneiden der züge in die gewehrläufe und geschützrohre: Karmarsch-H.3 11, 308; 4, 657; Hoyer wb. d. art. 1, 1, 183; ziehe- Stahl gewehrgerecht. jäg. 76; 2) in der holzbearbeitung zum abziehen des holzes mit einer ziehklinge oder einem ziehmesser: J. H. M. Poppe technol. lex. 5, 739; Schönermark-Stüber hochbaulex. 928; insbes. bei böttchern, stellmachern gebraucht, s. schweiz. id. 4, 1389; Martin-L. 2, 64a; nach Adelung2 4, 1705 auch für die nothbank der tischler; 3) einricht- oder z. chirurgisches geräth zum einrichten verrenkter glieder und gebrochener knochen, scamnum Hippocratis: Blancard arzneiw. wb. 3, 37b; scabellum tractorium Orsäus nomencl. (1623) 186; 4) transtra rderbenck, darauf man sitzt, wenn man am rder zeücht, ziechbenck Frisius 1326b; juga zwerchbnck oder ziechbnck in schiffen 742a; Maaler 521a; Calepinus XI ling. 1049a. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-bar, adj., 1) was sich lang, in die länge ziehen läszt, zb. von metallen gold, silber, eisen, kupfer, zink, blei: Mothes baulex. 3, 394; auch schwefel: in lange fäden z. Just. Liebig chem. br. 132; aber auch ein z-es tischblatt, das zum herausziehen eingerichtet ist: Mothes 1, 205; trahax, ductilis Stieler 2628; Steinbach 2, 1106; Adelung lehrgeb. 2, 58; Campe 5, 861a; 2) was sich erziehen und lenken läszt: unter ... diesen ... z-en, empfänglichen geschöpfen Herder 13, 27 S.; davon
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-keit, f. (zu 1): Chr. A. Knorr v. Rosenroth pseudodox. (1680) 244; z. der metalle: Schwan n. dict. 2, 1106a; allg. d. bibl. 27, 18; Bucher kunstgew. 447b; üblich in der fachsprache der metallbearbeitung; auch z. im sinne von lenkbarkeit ist, obgleich unbelegt, möglich.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-baum, m., als gewicht einer zugbrücke: Fleming soldat 403; wie haspelbaum, der drehbaum einer haspel oder winde: Mothes baulex. 4, 509; allg. d. bibl. 23, 265. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-bein, n., das brustbein von vögeln, furcula: Denzler (1677) in schweiz. id. 4, 1305; Aler 2, 2247b; benannt

[Bd. 31, Sp. 936]


nach dem brauch, dasz zwei personen bei tisch an den beiden schenkeln eines solchen beins von einem gebratenen huhn, einer gans usw. ziehen, bis die eine oder die andere das stück mit dem winkel oben bekommt, welche damit gewonnen hat: Bernd Pos. 361; de dono nundinarum certant, ita ut is accipiat, qui majorem portionem hujus ossis retinet, hinc dicitur um den jahrmarkt ziehen Steinbach 1, 83; wenn das obere teil bey dem z-lein (der martinsgans) braun ist, soll der winter zeitig eintreten allg. haush.-lex. 1, h 1a; ziehebeinlein trincirbuch (1652) 38. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-bengel, m., dreh-, schwenkbaum einer haspel oder winde: Mothes 4, 509; Campe 5, 861b; einer druckerpresse: theatr. machin. (1614) 4, A 1b; Schottel haubtspr. 532; barra del torchio Kramer teutsch-it. 2, 1451c; vectis torcularius Pomey 420; zugscheit, ortscheit, auch ein stab unter den geschirrflügeln am webstuhl: schweiz. id. 4, 1373; stück holz, mit dem man den garnbaum beim aufbäumen umdreht: Martin-L. 2, 62a. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-benne, f., zweirädriger mistkarren: schweiz. id. 4, 1292. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-betzel, f., in Hessen die weisze, gekräuselte mütze der frauentracht, welche zum abendmahl oder einer beerdigung über der kleinen weiszen (oder schwarzen) futterbetzel getragen wurde: Hofmann niederhess. wb. 269b; Vilmar 469; Pfister 2. erg. 46. —

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: