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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziehader bis ziehkeit (Bd. 31, Sp. 934 bis 935)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -ader, f., sehne: daz schloffen ist in den zyehaderen oder schlagaderen Gersdorf wundarzn. (1517) 74b; spasmus ... solches geschicht ... von undwung und bldigkeit wegen der z-n und widerfert sonderlich den feisten kindern Ruoff hebammenb. 224; Campe 5, 861a. —
 
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-amme, f., säugende: we den swangern und den zihemmen (vae autem praegnantibus et nutrientibus) in den tagen Mark. 13, 17 cod. tepl.
 
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-amleder, f., schnupftabaksdose aus baumrinde: H. Fischer 6, 1179; dim.: alte art von geldbeutel, der durch ziehen an lederläppchen geschlossen und geöffnet wird: ebda; ziehharmonika: ebda.
 
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-amriemen, m., geldbeutel, gleich -amleder: H. Fischer 6, 1179; Meisinger Rapp. wb. 212a; ziehharmonika Schön Saarbr.2 234a; gleich -balg. —
 
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-arm, m., theil einer maschine, der einen andern an sich zieht und so in bewegung setzt, so heiszen in stampfmühlen und hammerwerken die zapfen in der welle, welche die

[Bd. 31, Sp. 935]


stampfen und hämmer heben, z-e oder hebearme: Adelung2 4, 1704; Campe 5, 861a; syn. däumling J. H. M. Poppe technol. lex. 5, 739; diese (handmühlen) werden ... mit schwungrdern ..., z-en, wellbumen, stirnrdern ... versehen Hohberg georg. 1, 69. —
 
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-balg, m., ziehharmonika, gleich -amriemen: Schön Saarbr.2 234a. —
 
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-balken, m., fensterladen zum aufziehen: schweiz. id. 4, 1191; balken einer buchdruckerpresse: Hoyer-Kreutter technol. wb. 1, 869. —
 
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-band, n., 1) eisernes band oder eisenring, womit man holztheile zusammenzieht oder -hält, z. b. eine brunnenröhre, um das aufspringen zu verhüten, auch schlosz- oder zugring genannt: Mothes baulex. 4, 509; oder pochwellen: Minerophilus 730; auch zur verbindung des bollwerkpfahls mit dem hölzernen zuganker: Mothes 4, 509; in mühlen gebraucht, wenn etwas zerbrechen will, um es zusammenzubinden: allg. haush.-lex. 3, 798; so bes. ein eisenband um eine radfelge: Wolff math. lex. (1747) 1441; Fäsch kriegslex. 272b; Hoyer wb. d. artill. 2, 2, 77 f.; 1, 2, 16; v. Alten hdb. f. heer u. flotte 2, 59; Frisch 2, 474b; Adelung2 4, 1705; alter beleg: vor ein schog vorclammern und umbe funf bant obir die eisbaume an der heisbrucke, umbe 2 zibant, traring ... 2 sch. minus 1 gr. (1432) cod. dipl. Lusat. super. 2, 312. 2) lederband zum zusammenziehen: ein z. um schulter und brust G. Hauptmann web. 50; zum öffnen durch aufziehen, dim.: diese leichten, bunten damenkalenderkapseln und -bändchen mit einem ziehbändchen Jean Paul 45/47, 356 H.; zum anziehen: z. die strippe am stiefel: Bandtke deutsch-poln. wb. 2, 1421a. —
 
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-bank, f., bank oder tisch als geräth zum ziehen 1) bei metallarbeitern von stangen zu draht: z. filiera Kramer teutsch-it. 2, 1451c; z. eines dratziehers Ludwig teutsch-engl. 2588; Helfft wb. d. landbaukunst 419; Karmarsch-H. techn. wb.3 8, 2; Muspratt chem. 3, 1831 St.-K.; H. Fischer 6, 1179; bildl.: die goldstange auf der z. der richterbänke zu dem feinsten golddraht ... ausziehen Jean Paul 3, 93 H.; den golddraht der schönen taille auf dieser z. (einer kur) immer feiner zu ziehen 30, 21; 42/43, 108 H.; von gesimseleisten aus blech: Lueger lex. d. techn. 2, 442; bei den glasern zum ziehen des fensterbleis, bei den büchsenmachern und in artilleriewerkstätten die maschine zum einschneiden der züge in die gewehrläufe und geschützrohre: Karmarsch-H.3 11, 308; 4, 657; Hoyer wb. d. art. 1, 1, 183; ziehe- Stahl gewehrgerecht. jäg. 76; 2) in der holzbearbeitung zum abziehen des holzes mit einer ziehklinge oder einem ziehmesser: J. H. M. Poppe technol. lex. 5, 739; Schönermark-Stüber hochbaulex. 928; insbes. bei böttchern, stellmachern gebraucht, s. schweiz. id. 4, 1389; Martin-L. 2, 64a; nach Adelung2 4, 1705 auch für die nothbank der tischler; 3) einricht- oder z. chirurgisches geräth zum einrichten verrenkter glieder und gebrochener knochen, scamnum Hippocratis: Blancard arzneiw. wb. 3, 37b; scabellum tractorium Orsäus nomencl. (1623) 186; 4) transtra rderbenck, darauf man sitzt, wenn man am rder zeücht, ziechbenck Frisius 1326b; juga zwerchbnck oder ziechbnck in schiffen 742a; Maaler 521a; Calepinus XI ling. 1049a. —
 
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-bar, adj., 1) was sich lang, in die länge ziehen läszt, zb. von metallen gold, silber, eisen, kupfer, zink, blei: Mothes baulex. 3, 394; auch schwefel: in lange fäden z. Just. Liebig chem. br. 132; aber auch ein z-es tischblatt, das zum herausziehen eingerichtet ist: Mothes 1, 205; trahax, ductilis Stieler 2628; Steinbach 2, 1106; Adelung lehrgeb. 2, 58; Campe 5, 861a; 2) was sich erziehen und lenken läszt: unter ... diesen ... z-en, empfänglichen geschöpfen Herder 13, 27 S.; davon
 
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-keit, f. (zu 1): Chr. A. Knorr v. Rosenroth pseudodox. (1680) 244; z. der metalle: Schwan n. dict. 2, 1106a; allg. d. bibl. 27, 18; Bucher kunstgew. 447b; üblich in der fachsprache der metallbearbeitung; auch z. im sinne von lenkbarkeit ist, obgleich unbelegt, möglich.

 

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