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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziegicht bis ziehbalg (Bd. 31, Sp. 934 bis 935)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ziegicht, n., s. ziege II 2.
 
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ziegler, ziegeler, m., ziegelbrenner, -arbeiter, in jüngerer zeit auch der vorsteher oder eigner einer ziegelei: mhd. wb. 3, 874b; Lexer 3, 1102; laterifex zigeler, ziegeler, cegeler, tegeler, teygeler Diefenbach gl. 320a; ziegeler, cygeler (von 1290 ab bezeugt neben ziegelborner) K. Bücher berufe d. st. Frankf. a. M. 140b; belege seit dem 13. jahrh. bei H. Fischer 6, 1178; Schmeller-Fr. 2, 1096; Schiller-L. 4, 517b; zigiler Marienb. treszlerb. 213 Joach.; ziegler (bair.) weisth. 6, 183; Tucher baumeisterb. d. st. Nürnb. 96 L. (cit. unt. ziegelwerk 1); hun ich khaufft tachzeglen vom Paulen dem zeigler (1553) quell. z. gesch. d. st. Kronstadt 3, 315; lasz ein kugelmodel oder -formen machen und gib ihn einem zigler und lasz dir von erden kuglen darein schlagen Fronsperger kriegsb. F f 5a; Forster fr. liedl. 88 ndr.; volkslied. 498 Uhland; bey den alten Rmern hat man sehr viel auf die z. gehalten A. a s. Clara etwas 1, 541; gering geschätzt: gemeine kinder ..., dero eltern z. als in dem laimb gearbeitet Judas 4, 360; Moscherosch ges. (1650) 1, 21; Hebel 2, 205 Beh.; Endres waldbenutz. 88; lexik.: gemma gemm. (1508) o 3b; Alberus y 3a; Maaler 521a; Hulsius (1618) 282b; nomencl. lat.-germ. (1634) 445; Stieler 287; Kramer teutsch-it. 2, 1450a; Steinbach 2, 1090; Frisch 2, 473c; z. oder ziegelbrenner ist derjenige, so einer ziegelscheune vorgesetzet ist Noel Chomel 8, 2412; ebenso Adelung2 4, 1704; Campe 5, 861a; die besten z. in Deutschland liefert Lippe Hübner zeitgslex.31 4, 1018b; ma.: der raucht wie e armer z., d. h. mit schlechter, viel rauch erzeugender feuerung H. Fischer 6, 1178; ein fauler wird im sommer e schneeschäufler und im winter e z. ebda; dem siehst de z. doch an, d. h. er ist betrunken ebda, alles zeugnisse des schlechten rufes, in welchem die z., die ziegeleiarbeiter, örtlich stehn; ziegeleiarbeiter, aber auch dachdecker: Martin-L. 2, 894b; Meisinger 211b; C. Schumann Lübeck. wortsch. 68; Fischer samländ. 100. — zss.: -gewerbe, n.: hdwb. d. staatsw.2 4, 672; -handwerk, n.: Hebel 2, 146 Beh.; -lehm, m.: nim guten zieglerlaim, reib den ab, dasz kein stein darinnen sey Gäbelkover artzneyb. 1, 384; -ofen, m.: Wirsung artzneyb. 813c; -verein, m.: Lueger lex. d. techn. 4, 78; -zeitung, f.: deutsche töpfer- und z. 7, 992. —
 
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zieglerei, f., ziegelbrennerei, ältere, wohl dem franz. tuilerie angepaszte wortform: tegelrie Schiller-L. 4, 517b; tichelrije Kilian 670a H.; Schmeller-Fr. 2, 1096; Martin-L. 2, 894b; zillerei, f., Gangler lux. wb. 492; Fischer samländ. 100.
 
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zieglingm.?, ahd. cigelinde fortsetzende namensform des zeiland, daphne mezereum (sp. 512): Schlechtendal 1, 30; Schkuhr bot. handb. 1, 335; auch zieglig: Holl wb. d. pflanzennam. 341a; (schles.) Pritzel-Jess. 130b.
 
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zieh-, in zss.:
 
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-ader, f., sehne: daz schloffen ist in den zyehaderen oder schlagaderen Gersdorf wundarzn. (1517) 74b; spasmus ... solches geschicht ... von undwung und bldigkeit wegen der z-n und widerfert sonderlich den feisten kindern Ruoff hebammenb. 224; Campe 5, 861a. —
 
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-amme, f., säugende: we den swangern und den zihemmen (vae autem praegnantibus et nutrientibus) in den tagen Mark. 13, 17 cod. tepl.
 
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-amleder, f., schnupftabaksdose aus baumrinde: H. Fischer 6, 1179; dim.: alte art von geldbeutel, der durch ziehen an lederläppchen geschlossen und geöffnet wird: ebda; ziehharmonika: ebda.
 
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-amriemen, m., geldbeutel, gleich -amleder: H. Fischer 6, 1179; Meisinger Rapp. wb. 212a; ziehharmonika Schön Saarbr.2 234a; gleich -balg. —
 
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-arm, m., theil einer maschine, der einen andern an sich zieht und so in bewegung setzt, so heiszen in stampfmühlen und hammerwerken die zapfen in der welle, welche die

[Bd. 31, Sp. 935]


stampfen und hämmer heben, z-e oder hebearme: Adelung2 4, 1704; Campe 5, 861a; syn. däumling J. H. M. Poppe technol. lex. 5, 739; diese (handmühlen) werden ... mit schwungrdern ..., z-en, wellbumen, stirnrdern ... versehen Hohberg georg. 1, 69. —
 
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-balg, m., ziehharmonika, gleich -amriemen: Schön Saarbr.2 234a. —

 

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