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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziegerpfennig bis ziegicht (Bd. 31, Sp. 933 bis 934)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ziegerpfennig, m., geldabgabe anstatt der naturalabgabe an zieger: schweiz. id. 5, 1134; cigerphenninga (1307) Schmeller-Fr. 2, 1094. —
 
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-pflaster, n., pflaster von steinklee: schweiz. id. 2, 1262. —
 
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-reibe, f., gleich -mühle (ob.), durch wasserkraft betriebene einfache mühle, in welcher die ziegermasse mit dem pulver aus den getrockneten blättern des -krautes (bes. des steinklees) vermengt wird: ein wasserrad, welliches ein zigerribi tribet (1678) schweiz. id. 6, 68; Stalder 2, 473. —
 
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-scheibe, f.: meta lactis ein zigerscheyben oder zigerstock oder ksz und mulchen also zgspitzt, bey uns nennt man sy redling Frisius 818a; Diefenbach gl. 359b. —
 
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-stock, m., s. -scheibe; ziegerkäse in form eines abgestumpften kegels: Tobler appenz. 457b. —
 
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-suppe, f.: als Tegernseer fastenspeise Germ. 9, 200; so haben sey (sie) den hafen allein oben abgeschaumet und das best (wie man sagt) wie in einer z-n ... am boden gelassen (1603) schweiz. id. 7, 1252; es ist zu unterst wie das dicke in der z. Kirchhofer schweiz. sprw. 252; eine z. steht beim heufahren den spanndienst thuenden zu (tirol.) österr. weisth. 5, 630. —
 
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-wasser, n., der schotten des ziegers; lacticinium Diefenbach gl. 315b; serum 530c; n. gl. 337a; H. Fischer 6, 1196. —
 
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-weisz, adj., weisz wie zieger: schweiz. id. 3, 916; s. ob. -kraut.
 
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zieget, n. = ziegicht, n., s. ziege II 2. —
 
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zieget, n.: das z. ist ein glied von einem vogel oder anderm thier, das man dem falcken, daran zu ziehen, giebt, damit er nicht unruhig werde, wann er geschreckt worden ist (est enim tiratorium quodcunque membrum avis aut alterius animalis dandum falconi ad mordicandum in eo, ne inquietet

[Bd. 31, Sp. 934]


se falco propter timorem aut aliam causam) Joh. Erh. Pacius Friedrichs II. büch. v. d. kunst zu beiz. (1756) 316; entweder fett und fleischig oder mager und noch mit federn versehen, dann auch kalter flügel genannt: ebda; anscheinend von Pacius aus der falkoniersprache des bair. Mittelfranken entlehntes wort und ableitung von ziehen; vgl. Schöpffer wb. d. falkoniersprache in Friedrichs II. ... falknerei einl. 15 und 203.
 
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ziegicht, n., s. ziege II 2.

 

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