Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziegensauger bis ziegentalg (Bd. 31, Sp. 928 bis 929)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ziegensauger, m., wie -melker: Schwan n. dict. 2, 1103b; J. A. Naumann naturg. d. vög. 6, 141; Brehm 5, 208 P.-L.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-schinder, m., der kalte nordostwind, der leicht das euter der ziegen entzündet, ein hess.-thür.-ostfäl. wort: Hofmann 269a; Vilmar 469; Spiesz 290; Hertel Thür. 264; Hoffmann v. Fallersleben volksw. 290; Schambach 308a; s. zs. f. wortf. 1, 269. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-schlauch, m., schlauch aus ziegenleder, als öl- und weinbehälter am Mittelmeer: Bürger 153 Bohtz; B. v. Münchhausen standarte 73. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-schurz, m., bei den böttchern benennung eines loszusprechenden oder vor kurzem losgesprochenen lehrlings: erstlich must du mit dem ziegenschurtze in den wercksttten herumbgehen und must die meister

[Bd. 31, Sp. 929]


ansprechen schleifen des bötticherhandwerckes (1693) A 2a; bei den böttigern ... sagt der gesellenpfaffe zum z. Uhland schr. z. gesch. d. dichtg. 2, 355; Adelung2 4, 1704; L. Ricker synon. d. handwerkernam. (1917) 102. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-schwanz, m., schwanz der ziege, kurz und wertlos, daher die ra.: man kan weder jgerhorn noch pfeil von einem z-e machen Winckler gutte gedancken (1685) E 9b; aber um so beweglicher, darum im vergleich: mein hertz zittert mir wie ein z. Chr. Weise Masaniello 173; den griechischen waldgöttern beigelegt: anmuth. gel. 6, 287 Gottsched.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-speckig, adj., nach Campe 5, 861a heiszt im bergbau ein gang von weiszem quarze, woran wolfram liegt, ein z-er gang. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-sprung, m., sprung der ziege: (ein mensch,) der, wie Jupiter, eine ziege zur amme gehabt, und der deswegen noch in seinen reifern jahren ... einige ziegensprünge gemacht Jean Paul w. 5, 85 H.; asiatischer tanz: Welcker alte denkm. 3, 360. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-stall, m., stall für ziegen, bei der armut der ziegenhalter meist ein kleiner, wenig schutz bietender verschlag, so wird eine klausnerhütte ein zigenstal genannt in einer flugschrift der schwärmer geg. Luther 34 ndr.; er lebt wie ein hund und schläft in einer bude schlechter als ein z. H. Seidel Leb. Hühnch. 147; doch verlangt Noel Chomel 8, 2412 gepflasterten boden und feste krippen; belege: glosse des 15. jahrh.s: caprile czegynstal zs. f. d. phil. 8, 331; Hohberg georg. 2, 18; sie ging zuerst mit dem melkfasse ... zum z-e Musäus volksmärch. 1, 47 Hempel; G. Hauptmann biberpelz 6; Rosegger I 12, 129; gebucht: caprile z. Bas. Faber 135a; Orsäus 200; Zehner 328; geisz- oder z. Corvinus 145; Stieler 2118; u. a.; Hofmann niederhess. wb. 269b. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-staude, f., kiefernstaude, -gesträuch: (die grenze verläuft) von obigen Sällenpach ... auf die ziechenstauden (1671 salzburg.-bair. grenzbezirk) österr. weisth. 1, 103; ziehenstaude Unger-Kh. 651a; s. ziege II 2. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-steig, m., gleich -pfad: auf z-en emporzuklettern Holtei erz. schr. 39, 187; Roon denkw. 2, 625; unser weg ist schon schmal geworden wie ein z. Rosegger alpensomm. 322. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
-talg, m., unschlitt, inneres fett der ziege: Bapst v. Rochlitz artzneib. 275; Plinius erwähnt, dasz die beste seife aus z. ... bereitet werde Karmarsch-H. techn. wb.3 8, 156; eine von z. gezogene kerze Herm. Grimm Michelangelo 2, 355. —

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: