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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziegenfüszig bis ziegenhaar (Bd. 31, Sp. 923 bis 924)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -füszig, adj., mit ziegenfüszen: Faunen seind Satyren oder ziegenfszichte waldgtter P. Beling waldlied. (1649) G 4b; Lohenstein Arm. 1, 458a; der z-e Satyr Zachariä poet. schr. 3, 162; die z-en Faunen Wieland Agath. 1, 9; S. Geszner schr. 1, 14; Göthe 2, 202; 3, 124; II 6, 19 W.; Immermann 16, 304 B.; die z-en menschen K. E. v. Bär red. 3, 92. —
 
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-füszler, m., für einen teufel von menschen: Heinse s. w. 4, 162 Sch.; Satyr, Faun: Wieland bei Campe 5, 860b; maler Müller w. 1, 124; 148;

[Bd. 31, Sp. 924]


denn es hat sich Dionysos mit mysterien enthüllt,
kommt hervor mit ziegenfüszlern, schwenkend ziegenfüszlerinnen
Göthe (Faust 10 032) 15, 243 W.;

grafen Stolberg ges. w. 5, 70; F. A. Krummacher kinderwelt 212. —
 
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-futter, n., futter für ziegen: Zincke öc. lex. (1744) 842; (die mattenspierstaude) ist ein beliebtes z. Oken allg. naturg. 3, 3, 2026; luzerne: 1638; kopfweiden ... entzweigt ... zu z. B. Auerbach schr. 16, 6; wundklee: Schwerz ackerb. 479; die blätter des goldregens: Schlechtendal flora v. Deutschld5 23, 92; Rosegger II 14, 39. —
 
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-galle, f., diente als heimittel: mit der warmen z. wird das gesichte gelutert und geschrfet viehbüchl. (1667) 65; andere reiben den ort, den sie enthaaren wollen, ... mit z. Marperger haar- u. federhandel (1717) 69; Schiller 13, 101 G.
 
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-gefüszet für -füszig wagt Göthe: der z-e pausback 1, 307 W.
 
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-geisz, f., tautologisch: damula czigengeis aus einem obd. vocab. des 15. jahrh.s bei Diefenbach gl. 165b; campa 93b; zs. f. d. phil. 8, 331; zwo kluge z. Rollenhagen froschmeus. F f 3a; s. th. 4, 1, 2, 2799. —
 
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-gemecker, n.: Kramer teutsch-it. 2, 1449c; H. Heine 6, 97 E.
 
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-geschlecht, n.: das ... ziegen- und hexengeschlecht (gemeint sind die frauen) Lindenborn Diog. 1, 89; des wilden und zahmen z-es allg. haush.-lex. 3, 795; Immermann 2, 102 B.
 
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-gestalt, f.: indem er (der böse feind) sich ... in bocks- oder z. praesentiret J. Prätorius Blockesberg 566. —
 
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-gestank, m.: Kramer teutsch-it. 2, 1449c; Ludwig teutsch-engl. 2587.
 
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ziegenhaar, n., das haar von ziegen: z. und -hörner mit feuer angezündet, vertreibet die schlangen und den gift viehbüchl. (1667) 65;

pfundleder musz ihr nicht die lippen berziehen,
der leib nach ziegenhaar und zwiebeln ja nicht rchen
J. Chr. Männling poet. blumengart. 516;

als hebopfer 2. Mos. 25, 4; 35, 6; W. Linck evang. am erst. sonnt. d. fast. (1524) A 2a; Hulsius-Rav. (1616) 430b; Zehner nomencl. 239; Wiederhold 435b; Kramer teutsch-it. 2, 1449c; ein z. ist freilich nicht viel werth, daher: das so viel ist und auf sich hat, als ein ziegenhar ist Schupp schr. (1663) 414; dasz sie selbige (kunst) ... nicht einer bohne, nicht eines z-s whrt achten Zesen beschr. d. st. Amsterdam (1664) 286; und: sich umb ein z. oder umb etwas, das der rede nicht werth ist, zancken Corvinus fons latinit. (1646) 145; J. H. Benner 3 (1748) 72; sprw.: sie hadern um ein z. Düringsfeld 1, 346b; um so mehr aber viele, da sie sich zu allerhand dingen verarbeiten lassen, vgl. Zincke öc. lex. (1744) 3349; allg. haush.-lex. 3, 795; Meyers lex.7 12, 1774: gesponnen und zu teppichen geknüpft, vgl. die elf teppiche aus z. zur stiftshütte 2. Mos. 36, 14; die berühmten teppichwebereien aus dem schönsten z. Ritter erdk. 3, 604; zeuge: ein frühes zeugnis für kleidungsstücke aus z-en bei Gregor v. Tours hist. Franc. 9, 6; zeug von z. baracano Kramer teutsch-it. 2, 1449c; camelot zeug von z-en Kinderling reinigk. 160; Lohenstein Armin. 2, 408b; aus z-en verfertigtes hemd Zimmermann eins. 1, 249; Ritter erdk. 7, 217; Lueger lex. d. techn. 5, 403; strümpfe aus z-en M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 6, 218; filze: ohrenkappen aus z. Ratzel völkerk. 3, 228; (hüte) Karmarsch-H. techn. wb.3 4, 436; treibriemen: 9, 584; weiche bürsten: 2, 162; im bes. ist z. eine bezeichnung für die ... sogenannten ... falschen haare, welche in manchen schafwollen vorkommen 11, 308; endlich darf die haut des schafes (beim scheren) nicht verletzt werden, weil ... auf den narben grobe, sogenannte ziegen- oder hundehaare wachsen Schwerz ackerb. 852; zu perücken oder bärten verarbeitet: eine perücke ... aus z. Lichtenberg hogarth. kupferst. 3, 200; Zachariä poet. schr. 1, 200;

es wollt ein schneider hochzeit han ...
es war ein knab von achtzehn jahrn,
der hatt einen bart von ziegenhaarn volkslied. 948 Mittler;

ich hab ihm einen weiszen knebelbart von z-en umgebunden G. Freytag ges. w. 2, 10; vom haar des Silen: Silen ... mit ... zottigem weiszen z. und ziegenbart

[Bd. 31, Sp. 925]


Welcker alte denkm. 4, 38; zss.: -perücke, f.: Knigge Wildenburg 3, 161; -pinsel, m.: Prechtl techn. enc. 11, 134; -zelt, n.: Ritter erdk. 9, 217. —

 

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