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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziegenfett bis ziegengemecker (Bd. 31, Sp. 923 bis 924)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -fett, n.: schminke aus z. und rus Lessing 9, 149 M.; gerstenbrot in geschmolzenes z. ... tauchen, um dadurch den hunger zu stillen Ritter erdk. 14, 1003. —
 
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-filler, m., name des kalten nordostwindes: Bauer-C. 106a; 245a; s. -schinder. —
 
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-fleisch, n.: das z. ist unterschiedlich: geschnittene bcke haben ein zartes fleisch, aber geringe hute; die kitzlein oder zicklein werden den lmmern gleich geachtet und auf gleiche weise zugerichtet, wiewol sie magerer sind und etwas geiles an sich haben allg. haush.-lex. 3, 797; (der schwangeren) speisz und tranck sol leichtduwig seyn, als junge hner, z., kalbfleisch, feldt- und wasservgel Ruoff hebammenb. 45; A. Iversen orient. reisebeschr. 152 Olearius;

täglich ziegenfleisch und erbsen,
damit war das stift dotiret
A. v. Arnim w. 7, 236;

Jer. Gotthelf ges. schr. 11, 352; Reyher thes. p 3a; Kramer teutsch-it. 2, 1449c; Steinbach 1, 455; Campe 5, 860b. —
 
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-fusz, m., 1) fusz einer ziege: das volk in der Schweiz iszt die ziegenfüsze nicht, weil der teufel mit ziegenfüszen erscheint myth.4 2, 831; sprw.: ein z. gilt mehr als eine gantze katze Winckler gutte ged. H 1a. 2) Pan und die Satyrn wurden mit ziegenfüszen gebildet, danach auch auf den teufel übertragen: S. Geszner schr. 1, 45;

sieh die Satyrn mich umringen
mit behaartem ziegenfusz
maler Müller w. 2, 350;

der Satyr hüpft nun hinterdrein
mit ziegenfusz und dürren bein
Göthe 15, 52; 2, 202 W.;

die ziegenfüsze der Pane J. H. Vosz krit. bl. geogr. abh. 1, 148; auch menschen durch den aberglauben beigelegt: K. E. v. Bär red. 3, 91; Rosegger I 9, 252; danach auf die träger solcher füsze übertragen:

muste mir der ziegenfusz Pan nicht schndlich abesiegen,
als der hochgehrte Midas unter uns das urtheil fllt?
Neumark fortgepfl. lustw. 2, 116;

für den teufel: der z. in seiner wahren gestalt Sonnenfels ges. schr. 1, 26; frei: Alboin ..., der satyrische kleine z. Gutzkow ges. w. 5, 275. 3 a) eiserne brechstange mit gespaltener klaue, syn. kuhfusz (th. 5, 2555): zegenvote edder brekeiseren (Magdeburg) Schiller-L. 1, 418b; von der brechstangen und z. Mathesius Sar. (1571) 80a; zwene ziegenfsze oder brecheisen M. Dreszer sächs. chron. (1596) 454; bergschmiede sollen ... nicht ... verbottene ... arbeit als ziegenfsze, hebzeug oder anders machen v. Schönberg berginf. 16; bergm. wb. (1778) 617; Minerophilus 730; Veith bergwb. 589; mitt. d. ges. f. schles. vke 28, 239; (1521) histor. volkslied. 3, 373 Liliencron; Stieler 590; Kramer teutsch-it. 2, 1449c; Frisch 2, 473c; Adelung2 4, 1704; b) tisch- und stuhlbeine in gestalt von ziegenfüszen: Bodmer Noah 15; c) ein besonderer impfschnitt zur veredlung eines baumes: Ehrhart pflanzenhist. 1, 246; vgl. z-weis impfen Kramer teutsch-it. 2, 1449c. 4) verschiedene pflanzen, nach der ähnlichkeit mit ziegenfüszen, a) aegopodium podagraria, giersch: Prahn pflanzenn. 6; auch aegopodium agraria, kleine angelika: Hübner zeitgslex.31 4, 1018a; b) polyporus pes caprae, feuerschwamm: Pritzel-Jess. 463b; A. Vosz wb. d. pflanzenn.3 357b; c) convolvulus pes caprae, eine ostind. windenart: Chr. Fr. Reusz dict. bot. 480a; Adelung2 4, 1704; d) oxalis pes caprae, eine art des sauerklees: ebda.dim.: -füszchen, n.: (zu 2, vom teufel) Lichtenberg br. 1, 297 L.; (zu 3 b) hogarth. kupferst. 2, 131; (gleich 4 a) A. Martin pflanzenn. 4. —
 
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-füszig, adj., mit ziegenfüszen: Faunen seind Satyren oder ziegenfszichte waldgtter P. Beling waldlied. (1649) G 4b; Lohenstein Arm. 1, 458a; der z-e Satyr Zachariä poet. schr. 3, 162; die z-en Faunen Wieland Agath. 1, 9; S. Geszner schr. 1, 14; Göthe 2, 202; 3, 124; II 6, 19 W.; Immermann 16, 304 B.; die z-en menschen K. E. v. Bär red. 3, 92. —
 
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-füszler, m., für einen teufel von menschen: Heinse s. w. 4, 162 Sch.; Satyr, Faun: Wieland bei Campe 5, 860b; maler Müller w. 1, 124; 148;

[Bd. 31, Sp. 924]


denn es hat sich Dionysos mit mysterien enthüllt,
kommt hervor mit ziegenfüszlern, schwenkend ziegenfüszlerinnen
Göthe (Faust 10 032) 15, 243 W.;

grafen Stolberg ges. w. 5, 70; F. A. Krummacher kinderwelt 212. —
 
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-futter, n., futter für ziegen: Zincke öc. lex. (1744) 842; (die mattenspierstaude) ist ein beliebtes z. Oken allg. naturg. 3, 3, 2026; luzerne: 1638; kopfweiden ... entzweigt ... zu z. B. Auerbach schr. 16, 6; wundklee: Schwerz ackerb. 479; die blätter des goldregens: Schlechtendal flora v. Deutschld5 23, 92; Rosegger II 14, 39. —
 
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-galle, f., diente als heimittel: mit der warmen z. wird das gesichte gelutert und geschrfet viehbüchl. (1667) 65; andere reiben den ort, den sie enthaaren wollen, ... mit z. Marperger haar- u. federhandel (1717) 69; Schiller 13, 101 G.
 
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-gefüszet für -füszig wagt Göthe: der z-e pausback 1, 307 W.
 
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-geisz, f., tautologisch: damula czigengeis aus einem obd. vocab. des 15. jahrh.s bei Diefenbach gl. 165b; campa 93b; zs. f. d. phil. 8, 331; zwo kluge z. Rollenhagen froschmeus. F f 3a; s. th. 4, 1, 2, 2799. —
 
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-gemecker, n.: Kramer teutsch-it. 2, 1449c; H. Heine 6, 97 E.

 

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