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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziegelschau bis ziegelstaub (Bd. 31, Sp. 914 bis 916)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -schau, f., behördliche schau der ziegel: Birlinger augsb. wb. 392a; vgl. 190b; H. Fischer 6, 1178; ausführlich schweiz. id. 8, 1599; davon -schauer, m.: (Nürnb.) chron. d. st. 11, 820; Tucher baumeisterb. d. st. Nürnb. 96 L. (cit. unt. -werk 1). —
 
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-scherbe, f., 1) scherbe eines ziegels: laterculus Calepinus XI ling. 796b; da funden wir ... im felde herum z-n, krg und hfenscherben F. Fabri eig. beschreib. (1557) 124, vielleicht zu 2; mach z-n heisz

[Bd. 31, Sp. 915]


J. Behm artzneib. 103; ich will dir mit dieser z. den schdel einschlagen Wieland Luc. 2, 419; ein bekanntes spiel ... ist das ricochettiren mit ... z-n Vieth leibesüb. 2, 482; backsteintrmmer, ziegel- und terracottascherben Ritter erdk. 8, 449; E. Th. A. Hoffmann 10, 179 Gr.; reichliche belege im schweiz. id. 8, 1234; als zeugen (s. zeuge II 2 c): ist zuo wüssen, das des zuo gezügen zuo iedem oberüerten marchstein dry ziegelschärben sind gelegt worden (1553) 1235; vgl. G. Keller ges. w. 8, 38. 2) scherbe eines thongefäszes (s. ziegel 3): wenn ein habicht bezaubert ist. nimm den schwamm von einem mirtenbaum, weirauch, asphaltum, stechpalmen, legs in ein z-n und beräuchere einen jeden raubvogel damit, so man zum waidwerk braucht schweiz. id. 6, 99; Germ. 22, 264; vgl. Heuszlin Gesners vogelb. (1557) 137a; einen ziegelscherb voller menschenkot schweiz. id. 7, 1232. 3) -scherb, m., name des teufelsbuhlen Martin-L. 2, 432a. —
 
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-scheuer, f., gleich -hütte, -ofen ziegelei: Lexer 3, 1102; belege von 1346 ab schweiz. id. 8, 1222; Martin-L. 2, 431b; vgl. Follmann 558a; B. Faber Saxonia (1563) 292a; es seind dem probst die malmühln, item die ziegelscheuren ... angehrig B. Hertzog chron. Als. (1592) 10, 178. —
 
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-scheune, f., wie -scheuer, eine anlage zum anfertigen und brennen von ziegeln: 10 m. eyme zimmermanne, der eyne zigilschune buwen sall, uf rechen gegeben (um 1400) Marienb. treszlerb. 4 Joach.; handelsrechn. d. deutsch. ord. 188 Sa.; B. Waldis Esop 1, 284 Kurz; wie die Israeliten in Egypten, in den z-n, in koth, drecke und unflath arbeiten muszten J. Pomarius postilla (1590) 1, 411a; urk. d. st. Freiberg (Sachs.) 3, 261; lapides (zu den kirchen) sind die menschen, ... werden gebrandt in der z-n und brennofen des creutzes S. Artomedes erkl. d. catech. (1605) 273; soll der kalck und die gebackenen steine ... ausz der nechsten kalck- und ziegelscheine gefolget werden A. Freitag archit. mil. (1631) 58; G. Gengenbach beschr. d. st. Magdeb. (1698) 35; sumpf ... heiszet bey denen ziegelstreichern ein weites ... loch ... bey einer z., dessen boden und wnde mit pfosten ... beleget sind, damit er wasser halte Zincke öc. lex. (1744) 2857; Frisch 2, 473c; Lessing 18, 422 M.; H. v. Kleist 3, 172 E. Schm.; Holtei erz. schr. 14, 9; L. v. François Reckenb. 1, 57; in encyclopäd. werken des 18. und 19. jahrh.s nur die trockenscheune: allg. haush.-lex. 3, 796; Noel Chomel 8, 2411; Krünitz 241, 212; Helfft wb. d. landbauk. 419. —
 
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-schicht, f., 1) wie das obd. -schar eine reihe dachziegel auf jeder latte: Mothes baulex. 4, 508; die entfernung der latten ist ... so gering, dasz jede obere schaar ... über die zweituntere z. ... übergreift Karmarsch-H. techn. wb.3 2, 493; Schönermark-Stüber hochbaulex. 281; eine lage ziegelsteine im brennofen, dazwischen die schürkanäle: Krünitz 241, 283; Muspratt chem. 8, 731 St.-K.; lage bei mauerwerk oder pflaster: die festungsmauer war aus ziegeln erbaut, über jeder z. lag eine dünne schicht asphalt und darauf eine ebenso dünne schicht lehm Sven Hedin Bagdad 252; Karmarsch-H.3 1, 217. 2) z. ist eine mit steinkohle vermengte erdlage oder -schicht, welche in steinkohlengruben zwischen der gläsernen schicht (dem besten flöz) und schmiedekohlschicht liegt bergm. wb. (1778) 616; Minerophilus 730; vielleicht nach der farbe der beigemengten erde benannt: Adelung2 4, 1703. —
 
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-schlag, m., ziegelei: Unger-Kh. 647b; L. Richter lebenserinn. (1909) 25; gehen wir zusammen in die arbeit, in den z. M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 5, 98; herstellung von ziegeln: die wenig plastischen ..., selbst zum z. kaum geeigneten abarten (der thone) Karmarsch-H.3 9, 234; davon -schläger, m., ziegler, arbeiter in einer ziegelhütte: Schiller-L. 4, 517b; Voigtel wb. 3, 696b; M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 5, 3; Rosegger wildl. 346; arbeiter, der die erde zu den ziegeln schlägt und zubereitet: Adelung2 4, 1703. —
 
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-schuppen, m., scheune zum trocknen der ziegel: Schwan n. dict. 2, 1104a; M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 5, 118; -o- Noel Chomel 8, 964; Adelung2 4, 1703; -o-, -u- Campe 5, 860a. —
 
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-schutt, m.: Rode Vitruv 2, 97; z. auf den straszen (nach einem erdbeben) Rosegger III 5,

[Bd. 31, Sp. 916]


349. —
 
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-sparren, m., die tragehölzer der latten, wegen der schweren last die stärkste sparrenart, daneben gibt es mittel- und strohsparren: Zincke öc. lex. (1744) 1215; allg. haush.-lex. 1, 94a; Adelung2 4, 1703; auch bezeichnung der zu z. geeigneten stangen: wellen ..., z., rhrholz Döbel jäg.-pract. 3, 39; es sind stangen von 30 bis 35 ellen länge und 13 oder 13 zoll stärke: Behlen forstk. 6, 532; Moser forstarchiv 13, 90; Mothes baulex. 1, 301. —
 
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-stadel, m., gleich -hütte: (Augsb.) chron. d. st. 4, 222; 5, 272; 278; belege seit 1323 bei H. Fischer 6, 1178; ein z., welcher die ... orte mit rothem zeuge, nemlich ziegeln, blatten, steinen ... versiehet deutsch. mus. 1781, 2, 542; wa ... ziegelstädel seind, werden sie (die häuser) gedeckt mit gebrandten blatten A. Diether Cortessi hist. (1550) 2, 2a; G. Maier hist. lustgart. (1625) 1, 362; österr. weisth. 6, 197 (cit. unt. -meister); Zingerle inv. 92; Schmeller-Fr. 2, 732; 1096; im engeren sinne das gebäude zum trocknen der ziegel: Hohberg georg. cur. 1, 22; Schöpf tirol. id. 696; beide bedeutungen bietet Unger-Kh. 650b. —
 
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-staub, m., gleich -mehl: man machet ihn (den kitt) ausz griechischem pech, dannenhartz und z. H. Frölich offenb. d. nat. (1591) 481; B. Faber thes. 727a; J. B. Mencken zwei red. (1716) 10; gleich -schutt: Ritter erdk. 6, 1187.

 

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