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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziegelgewölbe bis ziegelhütte (Bd. 31, Sp. 911)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -gewölbe, n.: Noel Chomel 4, 1130; Ritter erdk. 19, 361; Karmarsch-H. techn. wb.3 3, 723; Muspratt chem. 2, 344 St.-K.
 
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-graus, m., ziegelschutt, staub zerstoszener ziegel: so sind ir doch drei davon wunderbarlich unter allem z-e errettet ... worden L. v. Roseneck neue zeitg (1536) C 1b; têgelgrûs Schiller-L. 4, 517b; der z., abraum und erde ... sol ... ausz dem wege geschafft ... werden Bresl. bauordn. (1668) 30; Hoffmannswaldau u. a. Deutsch. ged. 2, 38;

im morschen ziegelgraus der umgewhlten mauren
Lesle bei
Weichmann poes. d. Nieders. 3, 8. —


 
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-grube, f.: in der z-n hetten die herren gegraben (pfälz. 1527) weisth. 1, 461. —
 
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-gut, n., gleich -lehm, -thon: Lueger lex. d. techn. 7, 989; Kerl thonwaar. 528. —
 
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-hänfling, m.: bluthänfling, flachsfink, fringilla linaria Campe 5, 859b; vocab. rei numm. (1552) F 8b; Heuszlin Gesners vogelb. 173b. —
 
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-haufe, m., haufen ziegelsteine: lalebuch 38 ndr.; grillenvertr. (1670) 29; S. Brant narrensch. 78 Z.; W. v. Polenz Grabenh. 2, 71. —
 
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-haus, n., 1) haus, in welchem ziegel geformt, getrocknet und gebrannt werden, -brennerei: ein ziegelhus, das hat jerlichs vergulten ... 1  (13. jahrh.) H. Fischer 6, 1177, dort mehr alte belege; Lexer 3, 1102; schweiz. id. 2, 1738; Schiller-L. 4, 517b; brem. wb. 5, 44; hdwb. d. staatswiss.2 3, 963. 2) haus mit ziegeldach; nach Buck flurnamenb.2 104 unterschied man ziegel- und schoubhüser (schoubdach strohdach); auch ein aus ziegelsteinen errichtetes haus: (die) Sumerer ... wohnten in ziegelhäusern Sven Hedin Bagdad (1918) 375. —
 
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-herr, m., rathsherr, dessen aufsicht die städtischen ziegelbrennereien unterstanden: die unterämter als waisenherrn, ..., ziegel- und ... spitalherrn acta publ. d. schles. stände 8, 279 P.; Schiller-L. 4, 517b; v. Kobbe Brem. u. Verd. 1, 19; etliche sein mhlherren, andere forwercksherren, andere z-en, andere waldherren Aclurius glaciographia (1625) 378; Unger-Kh. 650b; auch besitzer einer ziegelei: Leopold hdwb. d. ökon. 533b. —
 
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-hof, m., wie -haus: Schiller-L. 4, 517b; latericium ein z. oder -offen, locus ubi coquuntur lateres gemma gemm. (1508) o 3b; (Magdeb.) chron. d. st. 27, 39; S. Münster cosm. 484; Krünitz 241, 263; (1606) schweiz. id. 2, 1036. —
 
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-holz, n., brennholz für ziegelöfen: Unger-Kh. 650b; und was das holtz so theur z Straszburg, das man das z. bei der ziegelhütten mszt ausgeben S. Franck chron. Germ. (1538) 286b; z. zu ufenthalt des zigeloffens (1549) Friedensburg ständeakt. Joachims II. 1, 419; Hohberg georg. cur. 1, 147; richtscheit: tegelholt des murmeisters (perpendiculum, Luther meszschnur) Jes. 34, 11 Halberst. bib.
 
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-hütte, f., gleich -brennerei, ziegelei: tegularium z. Diefenbach gl. 575b; lateraria z-n oder der brennofen Frisius 757; die z-n, darinn der brennofen ist Maaler 521a; lateraria officina z. N. Frischlin nomencl. (1586) 189a; Hulsius-

[Bd. 31, Sp. 912]


Rav. (1616) 430b; ein z-n oder brennofen Corvinus 462; Stieler 870; Kramer teutsch-it. 2, 1450a; Steinbach 1, 799; Frisch 2, 473c; Schwan n. dict. 2, 1104a; (ca. 1300) H. Fischer 6, 1177 (s. d.); (Nürnb.) chron. d. st. 2, 272; S. Franck chron. Germ. 286b (cit. unt. -holz); S. Münster cosm. 492; Sebiz feldbau 34; Stumpf Schweizerchron. 398b; Chemnitz schwed. krieg 1, 151;

was sol ein weinkeller ohn fasz?
was sol ein zigelhtt ohn dreck?
was sol ein sau ohn wrst und speck?
Eyering proverb. 2, 531;

hat man dich (pferd) in die ziegelhtte
zur sauren arbeit (am göpelwerk) fortgesandt
Triller poet. betracht. 2, 680;

eine rothglänzende z. Jean Paul 20/23, 266 H.; in der Buttelstädter z. wird eine gypsmühle angelegt Göthe IV 6, 397; III 1, 311 W.; W. Raabe Horacker 139; auch in der ma. noch lebendig: H. Fischer; Meisinger 211b; Follmann 558a; Bauer-C. 104a; Schambach 228a; im 18. jahrh. bei den lexikographen nur die -scheune zum trocknen der ziegel vorm brennen: Noel Chomel 8, 2411; Voigtel 3, 696a; Adelung2 4, 1703 gesteht zögernd auch die weitere bedeutung zu, Campe 5, 859b nennt diese die gewöhnliche.

 

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