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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziegel bis ziegeldecker (Bd. 31, Sp. 903 bis 910)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) ziegel, m. , auch f., kunstbaustein aus thon. form: lat. tegula ging als *tegal, *tigol am Rhein, in den Niederlanden und England ins germ. über: ahd. laterum zigelun, zegelun, zigil gloss. 1, 419, 10 ff., laterem cegalstein 2, 222, 59; later zigel, laterem zigel, zegulun, lateres zigela, laterum zigilo, zigelun Graff 5, 626 f.; mnld. teghel, tichel, techenl, nnld., nfränk. tichel, ae. tigol, tigele (von hier als tigl ins altn.); spätere entlehnung einer rom. grundform *tēgula führte zu ahd. later zeagal Graff 5, 626, laterum ciagolo gloss. 1, 424, 20, ziagolono 282, 59, later ziegal, lateres ziegala Graff 5, 627, laterem ziegelon gloss. 2, 241, 26, ciogil 203, 61, as. lateres tieglan Wadstein 74, 7, woraus mhd., nhd. ziegel, mnd., nnd. têgel, teigel. die modernen maa., soweit sie das wort führen, stehen auf den angegebenen grundlagen: zur ersten gruppe (-ĭ-) gehört das linke Rheinufer vom Unterelsasz an (im süden zichel, zijjel, ziggel, saarl. zīl, lux. zill, eifelisch ziel, ripuar. zejjel, nfränk. tighel, -ch-) und vielleicht theile Hessens, falls hier nicht spätere kürzung gewirkt hat, vgl. dsijəl Hofmann niederhess. wb. 269a; alle übrigen ma.-gebiete weisen formen auf, deren vocalstand altem -ia- entspricht: obd. -ia-, -ie-, ostfrk. und nd. -ei-, -ai- (nd. auch z. th. -ē-) md. -ī-; der guttural tritt im Elsasz und im bergischen lande als -k- auf, thür.-obers. als -ch-, im ostfäl. und anhalt.-brand. schwindet er wie im moselfrk.; s. Frings Germ. rom. 73; Lessiak kons. 143; 267; K. Schwarz intervokal. -g- im fränk. (1914) 117; tī:kəl Hasenclever Wermelskirch. 96; tsē:kəlštēn Bubner berg. land. (1935) 30; M. Heyne hausalt. 1, 84; 89; 212; altd. handw. 78 ff. in der literatur herrscht seit dem mhd. ziegel; das geschlecht ist in anlehnung an heimisches stein von anfang an m., doch an nicht wenigen stellen auch das fem. geblieben, vgl. ae., mnld. (neben m.); ahd. ziegelon (acc. sing.), ziagolono (gen. plur.; s. ob.); ferner f. elsäss. (neben häufigerem m.), pfälz. (seltener m.), siebenb., lux., niederhess., Rhön, wald., nordharz., thür.-mansfeld., preusz. und wohl in mehr bezirken; daher denn auch der plur. -n verständlich wird, wie ihn u. a. Heyden Plin. 75, Lenz, Göthe (43, 30; III 2, 4; IV 36, 107 W.), H. Meyer bild. künste 2, 36, J. Prätorius glückst. 93, Lohenstein (Arm. 1, 108a; 679a), Schweinichen denkw. 54 Ö., Holtei erz. schr. 3, 110, G. Freytag ahn. 5, 84 gebrauchen; als f. in der sing.-form erkenntlich bei Luther ausz der zcigel brot machen 29, 468 W., bei Gotter 3, 149 und Rückert w. 8, 267; Stieler 287 bietet die z., plur. z-n. Lohenstein (s. ob.) schreibt -ü-, auch österr. dialektschriften. bedeutung: den steinbau lernen die Germanen an den bauten der röm. legionen im besetzten gebiet kennen; die ausdrücke mauer, kalk, kammer, keller, mörtel u. a. gehen in ihre sprache über, z. vor dem 6. jahrh., wie aus dem verschobenen anfangsconsonanten ersichtlich; im rhein. und südwestl. Deutschland verbreitet sich z. zunächst, während der norden und osten wort und sache noch nicht aufnimmt (nur ein as. beleg!); erst vom 11. jahrh. ab entfaltet sich unter niederländ.-rhein. einflusz der norddeutsche ziegelbau an kirchen und prunkgebäuden; bürgerhäuser werden, auch im süden, noch lange aus lehm aufgeführt: swer pauwen wil,

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der sol mit z-n oder mit laime pauwen (13.—14. jahrh.) Nürnb. poliz.-ordn. 287, eine bauweise, welche in den dörfern des flachlandes erst um die letzte jahrhundertwende wohl ganz aufgegeben worden ist; ahd. kamara und cheminata, feuersichere und heizbare räume, bilden den ersten aus stein oder z. errichteten haustheil. der geformte und an der luft getrocknete z. (luftz.) wurde anfänglich wohl allgemein und wird noch jetzt im Rheinland, Hessen und Nassau stellenweise in meilerartigen haufen auf dem felde gebrannt (z. backen, feldz-ei); im süden erscheint früh ein fachausdruck für das brennen: cocti lateris gieittes zigales ahd. gloss. 1, 603, 8;

lat si selbe samenen
stumphe unde halme,
ze der ziegeleitte
selbe si si leitten Wien. exodus 1009 Kossm.,

womit vielleicht schon der brand im ofen gemeint ist; dieser aber deutlich:

in dem oven sam der ziegel
eitet sich unt wirt gerœtet Haupts zeitschr. 8, 287;

66 m. vor 7 ofen zigils; der ofen behilt jo 38 000 muerzigil und dachzigil (um 1400) Marienb. treszlerb. 11 Joach.; ebda begegnet zuerst der ausdruck z-ofen: 63 m. und 3 fird. vor 16 schog an 4 bornronen zum zigiloven ken Grebin gekouft 253; latericium ein z-offen (1512), tzygeloven (1507 Köln) Diefenbach gl. 320a; tycheloven n. gl. 229a. z. ist im ahd. der backstein für mauerwerk, doch spricht die menge der glossen nicht für die thatsächliche erzeugung und den verbrauch, da sie durch die biblische schilderung des thurmbaus zu Babel und der ägyptischen fron veranlaszt ist; das dach deckten schindeln, auch bei gemauerten gebäuden, daher wird lat. tegula und imbrex durch scindula übersetzt: ahd. gloss. 3, 130, 1; 181, 12, und der Tatianübersetzer musz tegula erklären: thuruh thie thekiziegala santun inan (per tegulas summiserunt illum, Luk. 5, 19) 54, 3; noch im 14. jahrh. begegnet die gleichung tegula schindel voc. opt. 4, 77. zur minderung der feuersgefahr aber erreicht die behörde allmählich den gebrauch der dachz.; erste zeugnisse betonen wohl die neuheit, vgl.:

weder prett oder ziegel
niemant an der purgk sach:
von golde gantz was ir dach
Heinrich v. Neustadt Apoll. 13 358 Si.;

bist du doch ein fler mist,
ein obtach, ein ziegel gottes zukunft 2305 Si.


1) schrift- und verkehrssprache der nhd. periode verstehen unter z. in erster linie den dachstein, die maa., soweit angaben vorliegen, so gut wie ausschlieszlich, indem sie den gemauerten backstein mauer- oder z-stein nennen; vgl. die lexikal. buchungen: imbrex Diefenbach gl. 287a; tegula panne vel leye, z. 575b; tegula qua tegitur domus ein zyegel gemma gemm. (1508) B 4b; tegola Hulsius-R. (1616) 430b; imbrices z., tachz. Decimator; tegula Stieler 287; tegola, embrice Kramer teutsch-it. 2, 1449c; Frisch 2, 473c, Adelung2 4, 1702 und Campe 5, 859a geben als engere bedeutung die des dachz-s an; von ma.-wbb. vgl. Martin-L. 2, 894b und H. Fischer 6, 1176. damit ist die sprache zum ursprünglichen begriff zurückgekehrt. lit. belege:

e wolt ich als der ziegel
mich mytten uff dem dach
und lyden ungemach meist. Altswert 152 H.-K.;

eins holen z-s Herold Gesners thierb. 37b, die ursprüngliche form andeutend; Grimmelshausen Simplic. 192 ndr.; wenn ich gewust hette, das so viel teufel auf mich gezilet heten, als zigel auf den dechern waren zu Worms, were ich dennoch eyngeritten Luther 15, 214 W., ein oft citierter ausspruch; hat ... ein z. vom tach geworfen C. Hedio chron. germ. 220a; delicia das holtz dasz am ende des tachs die z. helt Alberus nov. dict. gen. m 3b; H. Sachs 21, 184 G.; wie man einander die z. bisz zum tach hinauf reichet Fischart Garg. 98 ndr.; die tcher fallen, die z. schieszen Schütz hist. rer. pruss. 7, Q 4c;

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es blieben auch 32 Deutsche tod von zigeln erfallen Hennenberger preusz. landtaf. 22; Jupiter, der sich in einen gldinen regen verwandelt und sich also ohnvermerckt zwischen den zigeln desz dachs in den schosz der Danae hienein getrpfelt Moscherosch ges. (1650) 2, 330; eine reyhe z-n auf einem dach Kramer teutsch-it. 2, 1450a; von mauerwerk gebaut, mit z-n gedeckt sind die häuser (in der Champagne) Göthe 33, 83 W.; deckte von innen zwei z. des dachs auf 43, 329 W.; klappernd kamen die z. vom dachfirst herunter Fontane I 6, 349; Spielhagen 2, 146; für die entwicklung des gebrauchs vgl. noch: die heuser seyndt kstlich, allain das ist ein ungestalt, das der merteyl der heuser mit schindeln, wenig mit z-n bedeckt seynd S. Franck chron. Germ. (1538) 307a; auch für dachsteine aus anderem stoff, wie z. b. in der Neumark die dachschieferplatten lēez-n heiszen (zs. f. d. maa. 1909, 142; s. leien th. 6, 682): ein grosz steinern hausz, welches mit marmorsteiner z-n gedeckt war Chr. Reuter Schelm. 123 ndr.; der ... Lamatempel, deren allerheiligster ... mit massivgoldnen z-n gedeckt sein sollte Ritter erdk. 2, 137; häufiger farbig oder glaciert: alle tächer ... mit allerhand farbgeprenten zigeln versetzet Fischart Garg. 440 ndr.; das dach mit bunten, glacierten z-n bedeckt fürst Pückler br. 2, 34; volksrede und sprw. verwenden z. vielfach, so von einem verschuldeten menschen: kein z. auf dem dache gehrt ... ihre theat. d. Deutsch. (1768) 15, 541; Wander 5, 577; von einem unvorhergesehenen unfall: es ist ihm ein z. auf den kopf gefallen ebda; Lehman flor. pol. (1662) 1, 133; es ist noch keinem ein z. vom himmel uff den kopf gefallen Wander; übertr.: es sind lette, denen an dem gesprr des sensus communis ein sparren mangelt, denen etliche z. im dach ihres hirns zerbrochen sind Moscherosch ges. (1650) 2, 181; ke zijle meh uff um dach han kahlköpfig sein Follmann 558a; volkstümliche redewendungen s. bei H. Fischer 6, 1176; früh begegnet eine wendung, die die vergebliche mühe um das weiszwaschen eines rothen z-s betont: dise sprichwort zeigen hflich alle vergebne arbeit an, wie auch lavare corvum, laterem ein z. waschen S. Franck sprw. (1545) 1, 4a; schon im Terenz (1499) 120a; den ungebrannten z. meint:

den ziegel und den bœsen man
nieman volle waschen kan,
sô daz lûter ab in gê Freidank 88, 15;

vgl.ungebrannte z. waschen Wander 5, 577; s. auch Heinrich v. d. Türlin im mhd. wb. 3, 874b.
2) mauerstein a) zum bau von häusern und anderen gebäuden oder theilen davon; für die ältere zeit s. ob.; si suln alle z. machen in ainem model und suln ain sinwel eisen haben, damit si si streichen, so si waich sint Nürnb. polizeiordn. 287; later Diefenbach gl. 320a; n. gl. 229a; gl. 255b; wolhr, lassend uns z. machen 1. Mos. 11, 3 Zürch. bib. (1530); sy (die Ägypter) frten ir (der Israeliten) leben z der bitterkeyt mit den hertesten wercken des hors und des z-s 2. Mos. 1, 14 ältest. bib. 3, 222; 2. kön. 12, 31 ältest. bib. 5, 175; H. Sachs 6, 196; 10, 78 K.; wie Josephus schreiben will, das Adam die verheiszung vom weibes samen in ein steinerne und auf ein tafel von z-n gemacht geschrieben habe Mathesius Sar. (1571) 103a; des jars machet man die roten und die grünen zigel auf die prustwer (Nürnb.) chron. d. st. 10, 211; dise gewelb schlisz man ... mit ... quaderstucken, gezeynt in einander, oder mit z. gemaurt A. Dürer befest. d. stett B 4b; eiserwerck ..., damit er aus demselben blindwerck in der mauren einen z. nach dem andern lsete Schütz hist. rer. pruss. 6, O 6b; die heuser waren auf das schlechst on z. und mrtel beurisch zgerüst S. Franck chron. Germ. (1538) 5a; soll man ein haus niederreiszen, um einen ungleichen z. herauszunehmen? Kretschmann s. w. 1, 4; das schlosz ist zum theil aus steinblöcken, zum theil aus gebrannten z-n aufgeführt Holtei erz. schr. 7, 5; ein ... gebäude aus rothen z-n mit spitzem schieferdach Moltke ges. schr. 1, 212; Fontane I 2, 440; lexik.: later z. voc. opt. 16b W.; zigel Alberus y 3a; Widerhold 435b; Stieler 287; Calepinus VII ling.3 1, 518a; Steinbach 2, 1090; Frisch 2, 473c; verbverbindungen: wolauf, laszt

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uns z. streichen und brennen (aiten ältest. bib.) 1. Mos. 11, 3; in Wermuths z-ofen zusammen 350 450 z. gebrannt acta d. schles. stände 8, 279 P.; lateres ducere z. streichen nomencl. lat.-germ. (1634) 57; Stieler 287; 2197; Kramer teutsch-it. 2, 1449c; mit z-n mauren, pflastern 2, 1450a;

in dem gelobten lande,
wo man das mannabrodt anstatt der ziegel backt
Günther ged. 678;

erst z., dann brod backen v. d. Steinen naturv. Zentralbras. 12; b) zum belegen von fuszböden und fluren:

wan er (der estrich) enwas von ziegel
erziuget niht sô reine,
er was von marmelsteine
geworht nâch rîchen sachen
Konrad v. Würzburg troj.-krieg 17412;

das er den bodem (des gemachs) aufgebrochen, welcher mit starcken z-n besatzt D. Wintzenberger warh. geschichte (1583) 68b; tessera tenne von czigel Diefenbach gl. 581a; hub ... einen z. auf und machte ein ... loch durch die diehlen A. Gryphius (1698) 1, 856; anm. gelehrs. 5, 226 Gottsch.; die stube mit z-n ... pflastern J. Riemer polit. maulaffe 157; Schubart s. ged. 1, 68 (cit. th. 5, 568); c) für öfen: (probierofen) Bech Agricolas bergwerkb. 183; öfen, aus vortrefflichen z-n gemauert C. A. Böttiger kl. schr. 2, 286; d) in der gruppe stein und z. u. a. zusammenstellungen kann z. sowohl zu 1 wie zu 2 gehören; vgl.: z. und backenstein seind alle von einem letten, aber etliche legt man aufs dach, etliche auf den boden, mit etlichen baut man das hausz Lehman flor. pol. (1662) 1, 157; zu 1: auch mussen darzu der stat decker haben einen, mit einem karren und pfert, der inen zufurt zigel, sande und zeug Tucher baumeisterb. d. st. Nürnb. 55 L.; zu 2: dasz es an steinen, zieglen und kalck ... nicht ermanglet habe Harsdörfer secret. 2, 168; die dörfer und flecken ... sind zum theil von steinen und z-n sehr dauerhaft erbauet J. G. Forster s. schr. 3, 89; steine und z-n würden (zum neubau des schlosses) fleiszig angefahren Holtei erz. schr. 3, 110; e) besondere verwendung: nimm einen heiszen z., darauf spreng guten starcken wein, empfach den dampf an die verletzte glieder, wann sie wol erwarmet und erschwitzt seynd, truckne sie mit warmen tchern Wirsung artzneyb. (1588) 151c; engem eng zill bei d feisz wiermen lux. wb. 504a; bruchstücke (auch von z. 1) können zum schreiben oder malen dienen: mauern ..., auf die ... der betteljunge mit rotem z. seine fratzen malt R. Huch triumphgasse 7; in der heraldik werden z. ... mitunter die schindeln (schmale ungleichseitige rechtecke) genannt v. Querfurth wb. d. herald. terminol. 177; platten gepreszter theeabfälle: 60—70 z. thee Brehm 1, 533 P.-L.; s. DWB ziegelthee; in der schweiz. soldatensprache: z., z-stein brotconserve H. Bächtold sprache d. Schweiz. sold. 63.
3) thongeschirr, eine sonderbedeutung franz. maa. und der germ. grenzzone: einerseits norm. twil flache kuchenpfanne, Mosel tioule löffel des gieszers (s. Frings Germ. rom. 74), anderseits mnld. teil arden schotel Verwijs-Verd. 8, 180; teyle testa, fictile, vas fictile, in franz. Fland. telle Kilian 667b H.; und im älteren alem.: Keisersberg seelenpar. 11a (cit. th. 3, 1885); wenn zauberei in eim z. verwicklet wer und du den z. umbstieszest emeis 45b; lege das krut in ein zigel und brenne es z pulver Petrus de Crescentiis ackerbau 128b; die jungen zweig musz man ... under dem erdtrich oder in einem z. wol bewaren, dasz sie nicht auszschlagen M. Herr feldbau 59b; sämtlich elsässische belege des 16. jahrh.s; schweizerische sind nur in der zss. ziegelscherbe (s. d.) bekannt.
4) zss.: breit-, dach-, falz-, fassaden-, first-, flach-, flersch- (th. 3, 1770), flur-, form-, grat-, hohl-, kehl-, mauer-, pfannen-, platt-, preis- (th. 7, 2099), ortziegel (1368).
 
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ziegel- in zss.,
1) in seltener vorkommenden oder engfachlichen ausdrücken: -amt, n. , amt, zunft der ziegler: G. Gengenbach beschreib. d. st. Magdeburg (1678) 55. — -anfertigung, f.: v. Alten hdb. f. heer u. flotte 3, 404. — -apfel, m., späte, rote apfelsorte: H. Fischer 6, 1177. — -ausmauerung, f.: fachwerksbau mit z. Schönermark-Stüber hochbaulex. 247; z. ... einer fachwand Mothes

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baulex: 4, 502. — -backe, f. , rote wange: H. Heine 2, 53 E. — -baum, m., celtis occidentalis und exotische arten: Chr. Fr. Reusz dict. bot. 479b; Holl wb. d. pflanzennam. 429a. — -belag, m., auf den erdboden gelegte decke aus ziegeln: v. Alten hdb. f. heer u. flotte 3, 513; Sven Hedin Bagdad (1918) 252. — -bing, m. , zweiräderiger kastenkarren für ziegel: schweiz. id. 4, 1376. — -birne, f.: ziegelbyren, pyra laterum, a colore lateritio et quod diu durent ita dicta J. Bauhinus hist. font. Bollens. (1598) 4, 108; pirus signina, lateraria, testacea Stieler 167; ziegelfarbe birn ò ziegelbirn Kramer teutsch-it. 2, 1450a; Steinbach 1, 111; Campe 5, 859a. — -block, m., groszer, feuerfester mauerziegel: Mothes baulex. 1, 420; Muspratt chem. 8, 800 St.-K. — -blond, adj.: z-es haar Rosegger nixnutz. volk 2. — -blume, f., calendula officinalis: Martin-L. 2, 159a. — -dicke, f. : Mothes baulex. 2, 100. — -eindeckung, f.: Lueger lex. d. techn. 7, 158. — -einscheiben, n., das einschieben der rohziegel in den ofen zum brennen: Unger-Kh. 650b; -einscheiber, m., arbeiter, der dies besorgt: ebda. -flachschicht, f. , schicht mit flach liegenden backsteinen: Lueger lex. d. techn. 7, 992; Muspratt chem. 8, 836 St.-K. — -fliese, f., fuszbodenplatte: Mothes baulex. 1, 207; Rosegger J. N. R. J. 6. — -form, f.: Muspratt chem. 8, 61 St.-K.; salz in z. Peschel völkerk. 175; Prechtl techn. enc. 18, 447; Adelung2 4, 1703. — -format, n.: Kerl thonwaar. 526. — -förmig, adj.: Schwerz ackerb. 54; J. A. Naumann allg. naturg. 6, 280. — -fuszboden, m.: Schönermark-Stüber hochbaulex. 26. — -herd, m. : Karmarsch-H. techn. wb.3 1, 584. — -herz, n., art herzmuschel: Campe 5, 859b. — -käse, m. : backstein- oder z. viereckiger weichkäse Martiny wb. d. milchwirtsch. 7. — -kette, f., kette, deren glieder ziegelform haben: Unger-Kh. 650b. — -krachse, f., rückentrage für ziegelsteinträger: ebda. — -kuchen, m., als gebäck bei Zincke öc. lex. (1744) 1527; (Sachsen) Popowitsch vers. 302. — -kugel, f., gebrannte lehmkugel, als blitzschutz eingemauert: H. Fischer 6, 1177. — -lade, f. , form für ziegelsteine: zigillade Marienb. treszlerb. 210 Joach.; Schiller-L. 4, 517b. — -lader, m., aufseher beim verkauf von ziegeln aus den ziegelöfen des raths: (Braunschw.) chron. d. st. 16, 134. — -länge, f., länge eines ziegels: allg. haush.-lex. 2, 277b; Karmarsch-H.3 7, 214; 2, 493; u. a. -maschine, f. : Prechtl techn. enc. 18, 447; Karmarsch-H.3 9, 305; Muspratt chem. 8, 596 St.-K. — -masse, f., gleich -gut: Schönermark-Stüber hochbaulex. 928. — -material, n.: (koksöfen) erfordern ... bestes ... z. Muspratt chem. 4, 606; 8, 328 St.-K. — -meiler, m., schichtungsform der ziegelsteine beim feldbrand, beim ziegelbacken (s. ziegel): Karmarsch-H. techn. wb.3 9, 327; Mothes baulex. 4, 13. — -modell, n.: 3 eysnein ziegelmodelen (1462) Zingerle invent. 92. — -muster, n.: der ... farbenwechsel des z-s mildert die einförmigkeit der schmucklosen mauerflächen Treitschke aufs. 2, 45; br. 3, 1, 84. — -pfanne, f. , dachziegel: Bauer-C. 104a; -pfannendach, n.: grafen Stolberg ges. w. 8, 66. — -pferd, n.: 4 m. vor 1 last haber und vor hay den zigilpferden (um 1400) Marienb. treszlerb. 276 Joach. — -preis, m., hohlziegel: H. Fischer 6, 1177; s. th. 7, 2092. — -presse, f.: Muspratt chem. 8, 597 St.-K.; Hoyer-Kreutter techn. wb. 1, 869; Mothes baulex. 4, 508. — -raute, f. : ein durch braunrothe z-n regelmäszig verziertes estrich Göthe 28, 285 W. — -reihe, f.: eindeckung im verbande, so dasz jede z. noch ... über die zweitfolgende faszt Schönermark-Stüber hochbaulex. 282. — -ringofen, m.: Muspratt chem. 2, 434 St.-K. — -rosch, m., dachgiebel aus ziegeln: (1667) schweiz. id. 6, 1465; dazu dim. -rösti, n., ziegeldach: 1472. — -rost, m., rost aus ziegeln: Muspratt chem. 7, 493; 6, 720 St.-K. -sand, m. : arena fusca, spadicea Stieler 1680. — -schar, f., obd. gleich -schicht, bes. verbandart: die ziegelschaaren (des daches) sind in verband anzuordnen Karmarsch-H. techn. wb.3 2, 492; 8, 474; 3, 786; Mothes baulex. 4, 508; s. DWB schar (th. 8, 2176). — -schleifen, n., schleifen der halbgetrockneten ziegelfläche mit einem befeuchteten holze: Mothes baulex. 4, 509. — -schrank, m., verschränkte stellung der steine im ziegelofen,

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d. i. schräg überkreuz: Kerl thonwaar. 430. — -schrot, n., ziegelstückchen: Kramer teutsch-it. 2, 1450a; Ludwig teutsch-engl. 2587. — -span, m., heraldisch, alte bezeichnung für 'schindeln', schmale ungleichseitige rechtecke, die zu den schwebenden heroldsfiguren gehören, s. Querfurth wb. d. herald. termin. 177 u. 131. — -stadt, f., aus ziegeln gebaute stadt: Rachel sat. ged. 76 ndr.; Schönermark-Stüber hochbaulex. 70. — -statt, f., ziegelei: Schmeller-Fr. 2, 1096; -stätte, f.: M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 5, 4. — -stufe, f., stufe einer treppe aus ziegelsteinen: Ratzel völkerk. 3, 708; M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 5, 48. — -tasche, f. : wird der platz mit gebrandten z-n oder andern ziegeln oder ziegeltrmmern ... gepflastert Sturm vollst. anweis. (1718) 43. — -thau, m., brandpilz am getreide: H. Fischer 6, 1178; nach der farbe. — -thurm, m.: Stumpf Schweizerchron. 398b. — -träger, m., träger von ziegelsteinen bei einem bau: Rosegger III 1, 337. — -verband, m. , anordnung der mauerziegel, je nachdem ob sie als läufer (längs der fluchtlinie der mauer) oder als binder (im rechten winkel zur fluchtlinie) eingesetzt werden: Bucher kunstgew. 447a; Mothes 3, 371. — -verblendung, f., auszenschicht einer mauer aus ziegeln: 299. — -ware, f. : Krünitz 241, 254; gewöhnlich plur.: Lueger lex. d. techn. 4, 698; Muspratt chem. 8, 330 St.-K. — -wasser, n., in der schweizer. soldatenspr. für das kakaogetränk: H. Bächtold sprache d. Schweiz. sold. 63. — -weg, m.: (Nürnb.) chron. d. st. 2, 272.
2) in häufig gebrauchten oder inhaltlich bedeutsamen: -arbeit, f. : quando duplicantur lateres, venit Moses, wann den kindern von Israel in Egipten die z. gesteigert ... wird, so gedencket der liebe gott gewiszlich auf einen Mosen und heyland M. Walther erläut. d. prophet. Daniel (1645) 2, 6; Butschky Pathm. 384; M. Mendelssohn ges. schr. 7, 135; plur. z-en allg. d. bibl. anh. zu 37/52, 1353; fand ... einen sehr guten thon zu tpfer- und z. F. Ernst bemerk. (1820) 97. — -arbeiter, m. : Zincke öc. lex. (1744) 3355; allg. d. bibl. anh. zu 37/52, 1353. — -art, f. : die z-en (herstellen) Muspratt chem. 8, 470 St.-K. -artig, adj. , nur von ziegel 1, sich wie dachziegel deckend: (die spitze des obelisks,) die mit schuppen z. verziert ist Göthe 33, 9 W.; schuppenartige falten der uszeren haut, die ... sich ... z. decken Sömmerring menschl. körp. 5, 572; Oken allg. naturg. 6, 514; die blättchen ... liegen z. übereinander Schlechtendal flora v. Deutschld 30, 347 H. -asche, f. : und soll der bleicher auch kein kalk bruchen, noch kein ziegelesch (1537) Schmoller Straszb. tucher- u. weberzunft 165;

man richtet ihren ruhm auf herrliche colossen,
die kein bestrmter nord in ziegelasche legt
J. Chr. Männling poet. blumengart. 292. —

-bäcker, m. : laterifex ziegelbacher gemma gemm. (1508) o 3b; tzygel- vel steynbecker (1507 Köln) Diefenbach gl. 320a; tychelbacker n. gl. 229a; lux. wb. 504b; Rovenhagen Aachen. wb. 166b; Hofmann niederhess. wb. 269a; auch -ei, f., lux. wb. 504b; s. ob. ziegel. — -bau, m. , 1) bauweise mit ziegelsteinen: auch für privatwohnungen war in den städten Frankreichs und Spaniens stein- und z. gewöhnlich G. Freytag ges. w. 17, 279; nicht blosz im ziegelbrennen, auch im reinen z. hat der Mittelrheiner ... von den Holländern gelernt W. H. Riehl natg. d. volk. 4, 78. 2) bauwerk dieser art: über der stadt erhob sich auf steiler höhe ein gewaltiger z., das neue schlosz des herzogs G. Freytag ges. w. 12, 64; dazu plur. -bauten: reste von z. Ratzel völkerk. 3, 738; Mommsen aufs. 278. — -bedachung, f. : zur z. (gab der könig) ... 3700 rthlr. Zöllner br. üb. Schles. (1792) 1, 404; München ... führte, wider feuersbrünste zur sicherheit, z. ein Zschokke ausgew. schr. 32, 25; dasz die ... z-en ... immer am ersten schaden gelitten haben allg. d. bibl. 69, 432. — -boden, m. , fuszboden, der mit ziegelsteinen belegt ist:

zeig ihm den ziegelboden,
wo ich so manchen tag,
gestreckt gleich einem todten,
in starrer ohnmacht lag
Schubart ged. 2, 92 (s. ged. 2, 84);

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br. 2, 55; der unfreundliche z. war gesäubert und mit weiszem sande bestreut Chph. v. Schmid ges. schr. 7, 111; Rosegger II 4, 159. — -brand, m. , ein brand z., d. h. die menge der auf einmal gebrannten ziegel: (1561) schweiz. id. 5, 681; Mothes 4, 502; Woeste-N. 267a; das brennen von ziegeln: allg. d. bibl. 26, 595. — -brennen, n. :

und hielt das volck tyrannischer art
mit frönen und der arbeit hart,
schlug sie hart ob dem ziegelbrennen
H. Sachs 15, 138 G.;

lateres coquere z. nomencl. lat.-germ. (1634) 57; Reyher (1686) p 3a; wie ... das kalg- und z. ... erfunden worden Harsdörfer gesprächsp. 8, 433; ihr (der Israeliten) z. und schwere dienstarbeit Dannhauer cat.-milch 1, 526; das gerhr auf dem eys ... zum decken, z. ... zusammenführen Hohberg georg. cur. 1, 138; Nicolai reise d. Deutschld 2, 552; Lichtenberg br. 1, 236 L.; W. H. Riehl naturg. d. volk. 4, 78 (cit. unt. -bau); das holz ... ist gut zum ... z. Oken allg. naturg. 3, 2, 922. — -brenner, m. : ist derjenige, so einer ziegelscheune vorgesetzet ist und alles ..., was zum streichen und brennen der ziegel erfordert wird, verstehet Zincke öc. lex. (1744) 3356; vom -streicher unterschieden, auch als aufseher einer -hütte bezeichnet von Adelung2 4, 1702 und Campe 5, 859a; 2 m. Hans Pfilschmid dem zigelborner uf rechnunge gegeben (um 1400) Marienb. treszlerb. 581 Joach.; ziegelborner, seltener -bronner (um 1460) Bücher berufe d. st. Frankfurt a. M. 140a; latercularius tzigelborner Trochus (1517, anhalt.) bei Diefenbach gl. 320a; G. Rivius Vitruv 175; Kirchhof wendunm. 1, 125 Ö.; Hulsius-Rav. (1616) 430b; laterarius ziegelstreicher, z. Corvinus (1646) 462; Stieler 228; Kramer teutsch-it. 2, 1450a; laterarius, tegularius Steinbach 1, 181; Frisch 2, 473c; allg. d. bibl. anh. zu 37/52, 1353; 108, 173;

ich sasz auf speerbewachtem thron,
die ziegelbrenner trieb die frohn
Freiligrath ges. dicht. 1, 41;

Rosegger II 13, 15. — -brennerei, f. , 1) ziegelei, ziegelhütte: Leopold hdb. d. ökon. (1805) 533b; Schwan n. dict. 2, 1104a; Adelung; Campe; Cramer nord. aufs. 3, 470; eine ... anzahl ziegelbrennereyen Nicolai reise 3, 150; die z. rauchte ... stark Ph. O. Runge hinterl. schr. 1, 385; baumaterialien aus meinen z-en Holtei erz. schr. 20, 52; Allmers marschenb. 1/2, 249; Rosegger I 8, 263. 2) das brennen von ziegeln: ist es zeit, dasz der herr ... sein volck bei der verdoppelten arbeit der z. ... rette J. W. Petersen hochz. d. lammes 192; eine dem eisernen ofen gyptischer z. und frohndienstbarkeit entfhrte horde Hamann schr. 7, 47 R.-W.; der marschbauer ... treibt fabrikmäszig z. W. H. Riehl d. arb. 79. — -brennofen, m. , gleich -ofen: Muspratt chem. 8, 717 St.-K. u. a. fachschriften; Campe 5, 859b. — -brocken, m. : stein- und z. v. Schönberg berginf. 35; Muspratt chem. 7, 710 St.-K.; Brehm 6, 695 P.-L.; dim.: darmit sich das hl deste besser in die ziegelbrcklein ziehen mge Bapst v. Rochlitz pimelotheca 81. — -bruch, m. , gleich -brocken: Lueger lex. d. techn. 7, 990; zerbrechen bei der verarbeitung: Mothes baulex. 4, 102. — -dach, n. , ein mit ziegeln gedecktes dach: Lexer 3, 1102; tectum imbricatum, tegulaneum ein ziegeltach Orsäus 152; imbricamentum z. Stieler 287; Kramer teutsch-it. 2, 1450a; Steinbach 1, 237; Frisch 2, 473c; Adelung2 4, 1702; H. Fischer 6, 1177; s. ziegel; die behördlichen bemühungen um ihre einführung sind aus folgenden zeugnissen ersichtlich: in Frankfurt a. M. werden 1386 die stroh- und schindeldächer abgeschafft K. Bücher berufe d. st. Frankf. 140a; darauf die ordnung gemachet, das die brger steinern heuser bauen und ziegeldecher darauf legen solten C. Spangenberg manszfeld. chron. (1572) 306b; ist ... beschlossen, dasz man nit mehr die heuser mit strohe decken solte, sonder mit zigeldecker Regermann lübeck. chron. (1619) 17; in Schweidnitz und Neisze, bemerkt er (Friedrich der grosze), fehle es noch an ziegeldächern Ranke s. w. 29, 260; wolt die stad (Sagan) die pfarrkirch, so jetzo mit schindeln gedeckt, mit einem z. bessern Rätel Curäi

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chron. 516; auch eigene erfahrung der eigentümer führt zum z.: seit dem letzten brande standen die häuser unter neuem z. G. Freytag ges. w. 13, 3; doch beachte: der hagel lst auf den kupfer- und ziegeldchern seine macht mehr sehen als auf dem strohe wohlgeplagt. priest. (1695) 38; sonstige belege: an den ziegeldchern auf den kirchen acta publ. d. schles. stände (1627) 6, 324 P.; die pasteyen ... sollen oben mit einem leychten schindel- oder zigeltach verdeckt werden A. Dürer befest. d. stett 102b; z Lucern gsach ich die ersten ziegelltcher Platter 15 Boos; die kreyen ... lassen die nussz wider ein steyn oder zyegeldach ... fallen v. Eppendorf Plin. 10, 144;

die ziegldach gantz schn mit zinnen
Schmelzl lobspruch 74;

Fischart Garg. 246 ndr.; Bech Agricolas bergwerkb. 406; Widmann Faust 460 K.; es (das haus) hätte ein rothes z. Göthe II 2, 44 W.; Eichendorf s. w. 3, 175; ein wetterfestes z. M. v. Ebner-Eschenbach ges. schr. 2, 7; dazu -ähnlich, adj.: z. vielschuppige knospen Roszmäszler wald 387; -artig, adj.: z. ... stehen die schuppen bei der buchenknospe 61; -förmig, adj.: die grob z. geschuppten fuszwurzeln J. A. Naumann naturg. d. vög. 1, 237; Sömmerring menschl. körp. 6, 295; -haus, n.: Fontane I 1, 79; auch -dachig, adj.: schuppen z. gestellt Metzger pflanzenk. 276; -dachung, f.: Rivius Vitruv 21a; Lueger lex. d. techn. 5, 325. — -decker, m. , handwerker, der dächer mit ziegeln deckt, vom schieferdecker unterschieden: (seit 1389 bezeugt) K. Bücher berufe d. st. Frankfurt a. M. 140a; (Nürnb.) chron. d. st. 11, 603; (1463) H. Fischer 6, 1177; Corvinus 870; französ. Simplic. (1683) 1, 481; Beier v. handwerkszeuge (1691) 38; dachdecker oder z. Stieler 284; Kramer teutsch-it. 2, 1450a; Ludwig teutsch-engl. 2587; Noel Chomel 3, 9; als die murer oder z. das dach ... reparieren muszten Döbel jäg.-pract. 4, 7; Laukhard leb. 2, 400; auf demselben (hause) waren z. und hingen die ziegel ein Stifter s. w. 5, 1, 336; in der soldatensprache infanterist wegen des roten kragens Müller-Fr. 2, 703b; vgl. Bischoff wb. d. geheimspr. 115.

 

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