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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
ziechenmacher bis ziefen (Bd. 31, Sp. 896)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -macher, m., gleich ziechner: Tucher baumeisterb. d. st. Nürnb. 155 L.
 
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-mangel, f., rolle der ziechner: -ü- Kundmann rariora (1737) 819. —
 
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-stück, n., ein stück ziechenleinen von festgesetzter länge: ain ziechstuck 1 dn. (zoll) Augsb. stadtrecht 265; Birlinger augsb. wb. 439a; ziechenstucke (1449 Chemnitz) Germ. 27, 188; czichenstückln per flor. 2 (1529) quell. z. gesch. d. st. Kronstadt 2, 172. —
 
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-stuhl, m., webstuhl für ziechen: ain gewürfleten oder vergleisten ziechstul haben (für gewürfelte, carrierte ziechen) Birlinger augsb. wb. 195b; 439b. —
 
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-tuch, n.: ein stück erfort ziechendch oder klsche stck z. (um 1450 Straszb.) Eheberg verfassgsgesch. v. Straszb. 1, 270. —
 
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-werk, n., 1) stoff zu ziechen: ein praits ziechwerk 2500 fäden minder 1 faden, schmale z. 2309 fäden Birlinger augsb. wb. 439a; ziechen: küsse 2 mit z-e (1577) bei H. Fischer 6, 1176; sammelausdruck für bettdecken- und polsterüberzüge Unger-Kh. 650b. 2) werkstätte der -macher: ein itzlicher uf dem czichenwerk und barchantwerk sol nit mer wen einen lerknecht haben Olmütz. stadtb. 108. —
 
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-zipfel, m., euphemistisch für peris: mein wurstzipflin, mein mrselstszlin ..., ziechzipflin Fischart Garg. 202 ndr.
 
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ziechling, m., gleich ziehklinge: Hübner zeitgslex.31 4, 1016b; H. F. A. Stöckel tischlerkunst4 85; Joh. Sass sprache d. nd. zimmermanns 12; sickling (phon. zikleiŋk) A. Berger nd. techn. ausdrücke (Lingen) 29; wird, kaum mit recht, vom hd. ziehklinge getrennt und mit mnd. sik sech (th. 9, 2772) verbunden.
 
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ziefelein, n., hühnchen, junges huhn s. DWB ziebelein.
 
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ziefen, m., strieme, streifen: zīffen Tobler appenz. sprachsch. 457a; zīffe, zīfe Vetsch Appenz. ma. 185. —
 
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ziefen, verb., verkommen, nicht gedeihen, fortwachsen können, elend dahinsiechen H. Fischer 6, 1195; Klein 2, 246; Schmeller-Fr. 2, 1087; Bayerns maa. 2, 332b; auch ein verlöschendes licht zieft H. Fischer; an diesen stellen als ein fränk. wort bezeichnet, doch auch von Stalder 2, 471 als graubündnerisch mit der bedeutung viel plage und not haben, sich mit schwerer mühe durchbringen vermerkt; junge, vielleicht lautmalende bildung.

 

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