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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zickelfell bis zickeln (Bd. 31, Sp. 884 bis 885)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -fell, n.: Campe 5, 858a; zu glacéhandschuhen verarbeitet wie die felle von schaflämmern: Lueger lex. d. techn. 6, 110; Karmarsch-H. techn. wb.3 5, 343. —
 
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-fleisch, n.: das z., so schmackhafter als der bcke Bastel v. d. Sohle Kichotte 34; Aler 2, 2246a; Steinbach 1, 455; Campe 5, 858a. —
 
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-haar, n., zu filzhüten verwendet: Karmarsch-H.3 4, 436. — zickeln-lamm, n., für weibliches schaflamm bildet Thaer rat. landw. 5, 406 (cit. unt. zibbenlamm). — ein adj. zickelin begegnet einmal: kelberin vleisch ... macht gut blut alzo daz lemmerin unde daz cickelinne Breslauer arzneib. 16. —
 
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zicklein- in zss.:
 
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-fleisch, n.: Sebiz feldbau 143; Dingelstedt n. argonaut. 167. —
 
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-magen, m., zur bereitung des labs: Zincke öc. lex. (1744) 1569; allg. haush.-lex. 2, 159a.
 
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zickel, m., eimer, schöpfeimer, els.-schwäb.-bair. lehnwort aus mlat. siclus, sicla, lat. situla, -us mit affriziertem anlaut für das selten bezeugte sickel (th. 10, 1, 755; sigel schweiz. id. 7, 506; sickel 681): brunnenaimer ... z. mergula Diefenbach gl. 358a; haustinabulum (schöpfeimer) tzyckel 273c; z. oder schopffaymer voc. theut. (1482) pp 6b; a 6a; hie nahen ist ein prunne, do ist alwegen ein groszer cickel oder eymer Arigo Boccaccios decam. 87; (er) bringen schff eynen z. mit frischem wasser 383; einen z. oder messin kessel 118 K.; Frisch 2, 473b; Schmeller-Fr. 2, 1083; Diefenbach-W. 913; Schrader franz. wb. 2, 1677; im tirol. noch gebräuchlich, aber im cimbr. und in Lusern unter dem einflusz des ital. secchia mit weiblichem geschlecht: z-a Schmeller cimbr. wb. 244a; zickl Bacher Lusern 428; ziggel Zingerle Lusern 59b; im Veltlin und bei Schöpf 828 hat ziggel, m., die bedeutung ziehbrunnen; davon
 
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-stab, m., stab zum tragen zweier eimer und

[Bd. 31, Sp. 885]


zickeln, verb., wasser schöpfen: Schmeller cimbr. wb. 244a; Bacher 428.
 
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zickel, n., letzter schlag im kinderspiel, s. 1zick, m., 1.
 
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zickeln, verb., frequentativ zu zicken, durch kleine streiche necken, foppen, durch neckerei zum zorn reizen, locken: ziggeln Stalder 2, 473; zicklen mit acc. K. Schmid ma. d. Entlebuch 211; H. Baumgartner ma. d. Bern. seeland. 118; z. mit, an einem Hunziker 309; Seiler Basl. ma. 325a; bes. von burschen und mädchen Meisinger volksw. aus d. Wiesental 43; so hatte sie etwas zu z. an den burschen Jer. Gotthelf ges. schr. 12, 139; z. flikfloojen, verlokken Kramer-Moerbeek 434b; z. heranziehen, locken Weinhold schles. 2, 109a; z. kitzeln Jungandreas schles. zeitwortbild. 76; freier: verräterisch anzeigen, denunzieren, bes. unter schulkindern H. Fischer 6, 1175; zu 1zick, m., 2: durch kleine, nicht ganz erlaubte vortheile im spiele betrügen Schmeller-Fr. 2, 1083; kaum hierher z. weinen Müller-Fr. 2, 702b.
 
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zickeln, verb., junge werfen (von der ziege): Martin-L. 2, 900a (syn. kitzen); e alte gasz, wenn s zickelt (fränk.) H. Fischer 6, 1175; Schmeller-Fr. 2, 1083; Müller-Fr. 2, 702b; zīgln R. Wenisch nordwestböhm. ma. 152; die gäsz zickelt Rückert schles. 199; Frischbier 2, 492b; schon mhd.:

so loubet der stoc
und zickelt der boc altd. schausp. 2, 496 Mone;

marsilisch seselkraut leicht zicklen hilft den ziegen
Tob. Hübner d. andere woche (1622) 1. tag, 3. th., v. 570;

M. Böhme viehartzney (1682) 32; die ziegen msten aller 4 wochen z. J. Riemer polit. maulaffe 244; wann sie (die ziegen) sieben- oder achtmalen gezickelt, so werden sie unfruchtbar Hohberg georg. 3, 2, 259b; Coler hausb. 326; sprw.: der geitzhals will, dasz seine ziege zicklen und auch schwanger bleiben mge Hoffmann polit. Jes. Syrach 121; wbb.: Zincke öc. lex. (1744) 3346; allg. haush.-lex. 3, 793; Kramer-Moerbeek 434b; Schwan n. dict. 2, 1103b; Adelung2 4, 1701; Campe 5, 858a.

 

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