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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zickelchen bis zickel (Bd. 31, Sp. 884 bis 885)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zickelchen, n., die dritte gangbare verkleinerungsform, in Lothringen, der Pfalz u. a. md.-obd. mischgebieten heimisch: Follmann 557a; Autenrieth 156; zickligen Müller-Fr. 2, 702a; z. Schröer wb. d. ungr. bergland. 2, 216a; ostpreusz.: ein viertel vom kalb, schepsen, zickelgen Hennenberger preusz. landtaf. 481; ältere form des mfränk.: syckelken 1. Mos. 38, 17 Köln. bib.; tzickligyn richt. 6, 19; zickelgen Luk. 15, 29; wofür auch siebenb. zäckelchen (neben gîsken) Frommann d. maa. 5, 40 und M. Orend vierteljahrsschr. f. siebenb. landesk. 54, 278 spricht; im nd. gern gesehen: zickelken brem. wb. 5, 310; Dähnert 561b; erscheint auch in der schriftsprache: Rost gelernte lieb. A 6b; zicklichen v. Mandelslo morgenl. reisebeschr. 126 Ol.; Gottsched schaub. 5, 452; Herder 22, 337 S.; Tieck schr. 19, 205; Bettine d. buch geh. d. kön. 1, 263; die z. meckerten L. v. François Reckenb. 2, 63.
 
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zickel- ziegenlamm in zss.:
 
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-fell, n.: Campe 5, 858a; zu glacéhandschuhen verarbeitet wie die felle von schaflämmern: Lueger lex. d. techn. 6, 110; Karmarsch-H. techn. wb.3 5, 343. —
 
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-fleisch, n.: das z., so schmackhafter als der bcke Bastel v. d. Sohle Kichotte 34; Aler 2, 2246a; Steinbach 1, 455; Campe 5, 858a. —
 
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-haar, n., zu filzhüten verwendet: Karmarsch-H.3 4, 436. — zickeln-lamm, n., für weibliches schaflamm bildet Thaer rat. landw. 5, 406 (cit. unt. zibbenlamm). — ein adj. zickelin begegnet einmal: kelberin vleisch ... macht gut blut alzo daz lemmerin unde daz cickelinne Breslauer arzneib. 16. —
 
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zicklein- in zss.:
 
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-fleisch, n.: Sebiz feldbau 143; Dingelstedt n. argonaut. 167. —
 
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-magen, m., zur bereitung des labs: Zincke öc. lex. (1744) 1569; allg. haush.-lex. 2, 159a.
 
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zickel, m., eimer, schöpfeimer, els.-schwäb.-bair. lehnwort aus mlat. siclus, sicla, lat. situla, -us mit affriziertem anlaut für das selten bezeugte sickel (th. 10, 1, 755; sigel schweiz. id. 7, 506; sickel 681): brunnenaimer ... z. mergula Diefenbach gl. 358a; haustinabulum (schöpfeimer) tzyckel 273c; z. oder schopffaymer voc. theut. (1482) pp 6b; a 6a; hie nahen ist ein prunne, do ist alwegen ein groszer cickel oder eymer Arigo Boccaccios decam. 87; (er) bringen schff eynen z. mit frischem wasser 383; einen z. oder messin kessel 118 K.; Frisch 2, 473b; Schmeller-Fr. 2, 1083; Diefenbach-W. 913; Schrader franz. wb. 2, 1677; im tirol. noch gebräuchlich, aber im cimbr. und in Lusern unter dem einflusz des ital. secchia mit weiblichem geschlecht: z-a Schmeller cimbr. wb. 244a; zickl Bacher Lusern 428; ziggel Zingerle Lusern 59b; im Veltlin und bei Schöpf 828 hat ziggel, m., die bedeutung ziehbrunnen; davon
 
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-stab, m., stab zum tragen zweier eimer und

[Bd. 31, Sp. 885]


zickeln, verb., wasser schöpfen: Schmeller cimbr. wb. 244a; Bacher 428.
 
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zickel, n., letzter schlag im kinderspiel, s. 1zick, m., 1.

 

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