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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zibebenhengst bis zibetgewinnung (Bd. 31, Sp. 876)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -hengst, m., schelte für colonialwarenhändler (österr.): Schirmer kaufmannsspr. 214; auch -knabe, m., ebda.
 
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-jüngling, m.: Nestroy ges. w. 5, 178.
 
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zibel, f., zwiebel s. DWB ziebel, f.
 
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zibel, n., hühnchen s. unter DWB ziebelein.
 
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zibet, früher zibeth, m., fettige, moschusähnliche drüsenabsonderung der zibetkatze, früher in apotheken geführt, nach dem bekanntwerden des echten moschus als riechstoff zurückgedrängt; bei der gewinnung ein weiszer schaum, daher der name: arab. zabād schaum zu mlat. zibethum zibetkatze, von da aus dem ital. zibetto, m., zibet(katze) seit dem 16. jahrh. in Deutschland. belege: z., ein wolriechende feistin, mehret mannheit Wirsung artzneyb. reg.; mosch und zibeth ... ist eine ... wrtze der geilheit Lohenstein Armin. 1, 107a; fr die beermutter ... nim z. einer linsen grosz, lasz sie das ... gantz wol in den nabel reiben Gäbelkover artzneyb. 2, 19; (die) an der mutterkranckheit liegenden weiber, welche der annehmliche zibeth tdtete Lohenstein Armin. 2, 267a; z. wird das beste aus den insulis Philippinis, das gemeine aber aus Indien zu uns gebracht A. a s. Clara etwas f. alle 2, 100; zu dieser angabe vgl. unter -katze; meist als riechstoff und zwar im verein mit anderen mitteln aus dem Orient erwähnt: also auch der branntwein sein kraft verleuret, deszgleichen der bisem, amber, z. Paracelsus op. (1616) 1, 883a Hus.; sich und ihre kleidung mit bisem, z. und dergleichen anschmieren und den luft zu verflschen Guarinonius greuel 376; Grimmelshausen 4, 554 Kell.; das geschmnck ... als z., bisam, balsam Moscherosch gesichte (1650) 1, 98;

sein haupt auch raucht und windet
nach zimmet und zibeth
Spee trutznachtigall (1649) 50;

mein gott! von welchem sszen duft
aus ambra, jelsomin, mosch, balsam, und zibeth
sind hier die lfte voll!
Brockes ird. vergnüg. 4, 181;

Chr. Weise grün. jug. 21; 102 ndr.; v. Fleming soldat 339b; Karmarsch-H. techn. wb.3 6, 564; Muspratt chemie 6, 2086 St.-K.; übertr.: honigssze nectarworte und mit zibeth und jesmin durch bisamete redensarten Gottsched crit. hist. 1, 518; sachliche angaben: allg. haush.-lex. 3, 793; Blancard arzneiw. wb. 3, 393a; Krünitz 241, 209; Brehm tierleb. 1, 550 P.-L.; wbb.: Hulsius (1618) 2, 256b; Corvinus 1024; Kramer teutsch-it. 2, 1449b; Frisch 2, 473b; Adelung2 4, 1701; H. Fischer 6, 1173; Unger-Kh. 649b. —
 
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zibete, f., gleich zibetkatze, latinisiert zibetha: papagey, pellicanen, mrkatzen, z-n, bisamthier Fischart Garg. 430 ndr.; Brehm 1, 552 P.-L.
 
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zibeth- wird in zss. auch zur benennung anderer thiergattungen, welche einen ähnlichen stoff ausscheiden, verwendet:
 
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-essenz, f.: Muspratt chemie 6, 2086 St.-K.
 
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-extract, m.: ebda.
 
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-geruch, m.: Kramer teutsch-it. 2, 1449b; Krünitz 241, 210; Brehm 2, 389 P.-L.
 
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-gewinnung, f.: Karmarsch-H.3 11, 307. —

 

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