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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zeugzahlschreiber bis zi (Bd. 31, Sp. 873 bis 874)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -zahlschreiber, m., zahlmeister: ein pfenningmeister oder zeugzalschreiber Fronsperger kriegsb. 1, O 5b; kriegsordn. 26.
 
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zeuken, verb., locken, an-, verlocken; schweiz. wort, lautlich genauer zöükken und zöükchen, analogisch aus zȫchen, das mhd. zœhen ziehen machen, ziehen, führen fortsetzt, in der südhälfte und verstreut im osten des landes entwickelt; s. schweiz. id. 8, 529 und beitr. z. schweiz. gramm. 10, 79; 213; ebda 17, 144 (Uri) auch noch mit der sinnlichen urbedeutung einen gefällten baumstamm mit dem zappin ruckweise ziehen; wbb.: ductare aliquem frustra einen ... mit glatten worten in ein betrug zucken oder fren Frisius 452a; Maaler 523a; zöcken, hrfür lcken oder reitzen, einen z. oder reitzen ze schlahen, zöcker betrüger ebda; zeuken locken Götze gl.2 236a; zeucheln jem. wohin locken Stalder 2, 469; zöchen, zöchnen, zöken, -eln locken, zöker 2, 476 f.; zöcha, -eu- mit köder locken, ködern, überh. locken, of d zöche legga köder legen Tobler appenz. 459b.
 
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zeumer, m., s. 1) zäumer (sp. 406), 2) ziemer, m.
 
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zeunen, verb., s. 1zäunen (sp. 415). —
 
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zeuner, m., s. 1) zäuner (sp. 417), 2) ziemer, m.
 
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zeunig, adj.: z. silber Rinckhart christl. ritt. 66 ndr., gleich zainig (sp. 213).
 
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zeusel, m., s. ziesel, m.
 
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zeuseln, verb., gelegentlich auftretende (H. Federer berge u. menschen 463) verhochdeutschte lautform des

[Bd. 31, Sp. 874]


schweiz. züseln (Stalder schweiz. idiot. 2, 470; -ö- Tobler appenz. 461a), welches seinerseits aus zünseln (th. 16, 623) entstanden ist.
 
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zeuslein, n., zeisig, s. sp. 521.
 
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zeute, f., ausgusz, schnauze einer kanne oder brunnenröhre, schnabel an tonlämpchen aller art, aus dem der docht hervorsieht: das ebreische wort zantroth heiszen sie nasen oder z-n, da durch etwas fleuszt Luther 23, 566 W.; die z-n oder schnauszen an den lampen randglosse zu 4. Mos. 8, 2 bei Bindseil 7, 488; von Schrader franz. wb. 2, 1677 übernommen; Götze gloss.2 236a; regenspeier am kirchdach: das (blei des kirchturms) schmelzte (vom feuer) allerdings ab und flosz zu den z-n herauszer an den umgang und hieng an z-n und canalen wie eiszapfen Frankenbergische chron. 64 bei Frisch 2, 473b. ein heute nur im Rheinland, in Hessen und an der Tauber nachgewiesenes wort: rhein. zūt, f., Frings Germ. rom. 130; zaut, f., um Gieszen und in Starkenburg Schmeller-Fr. 2, 1166 und Crecelius 2, 936; dsaudə, f., Heilig Taubergrund 40; zäut, zūt, zutt, f., Crecelius; zeite, f., Vilmar 466; Hofmann niederhess. 268b. dazu zeitengeschwätz, n., plauderei der wasserholerinnen am stadtbrunnen, -wasser, n., Vilmar 467. hierher zceuterliedleyn Luther 29, 44 W.? ein nd. restwort auf md. boden, dessen ursprünglicher lautstand tûte, tte nur im anlaut der nachträglichen analogischen consonantenverschiebung verfiel; vgl. 1zeer, m. (sp. 440); gleich nld. tuit, skand. tût; ablautform des th. 16, 131 besprochenen 2zotte.
 
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zi 1) lockruf für katzen: Tobler appenz. 456b und Stalder 2, 470 mit weiterbildungen in der kindersprache; Crecelius 2, 933; zss.: zibuseli, n., kätzchen: schweiz. id. 4, 1742. 2) zi läszt man eine kinderschar bei hochzeiten, kirchweih oder zur fastnacht rufen; wer zuerst zi schreit, erhält einen apfel oder gebäck: Buck bei H. Fischer 6, 1173.

 

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