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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zeugwanne bis zeugwürdig (Bd. 31, Sp. 872 bis 873)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  -wanne, f., wanne für die hefe, in der bierbrauerei: Lueger lex. d. techn. 2, 401. —
 
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-wart, m., verwalter eines militärischen oder anderen zeughauses: armorum praefectus N. Frischlin bei H. Fischer 6, 1172; empter der arckelley: feldtzeugmeister ..., z. Fronsperger kriegsordn. 10; dem zeugmeyster sampt seinem leutenandt, z-en und andern arckelleypersonen 19; desz geschirrmeisters sampt desz z-en losement kriegsb. 1, H 2b; so ist uber solches ampt ein kniglicher z. bestellet, bei diesen vlckern der groszmeister uber die artellerei genannt D. Federman Niderl. beschreib. (1580) 58; act. publ. d. schles. stände 4, 239 P.; sollen die z., bchsen- und zeugmeister achtung haben ..., das die stuck also ... gestellt werden D. Speckle arch. v. vestung. (1589) 105b; wan man gefundene kugeln widerbringet, (hat man) dieselbigen zu lsen und dem z-en zu lifern W. Dilich kriegsb. 53; Valvasor ehre d. herzogth. Crain 3, 6; zusampt ihren feldzeugmeistern, schantzmeistern, z-en, wagenburgmeistern, pulverhtern, zeugdienern Fischart Garg. 317 ndr.; Schottel haubtspr. 480; tormentorum curator Stieler 2626; 995; Kramer teutsch-it. 2, 1257b; Frisch 2, 473a; Schmeller-Fr. 2, 1006; 1091; mit reichlichen belegen H. Fischer 6, 1172; ebda 1173 auch ein städtischer gieszmeister und aufseher über das städtische haus für baustoffe; lebt noch bei G. Keller ges. w. 1, 360; dichterisch 9, 290; von Fr. L. Jahn erneuert: darum soll der gelehrte auch am wenigsten auswandern, weil er z. der geistigen wehrschaft ist w. 2, 624 E.; in der studentensprache die charge, welche die waffen, fahnen, binden u. s. w. der burschenschaft unter sich hat: Kluge studentenspr. 135b. —
 
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-wärter, m., gleich -wart: 1) der h. h. frsten und stende zeugwarter act. publ. d. schles. stände 2, 42 P.; ein zeugmeister, den man gewhnlich nennt ein zeugwarter, das ist eins frsten oder herrn raht Fronsperger kriegsb. 2, H 3a; Kirchhof mil. disc. 26 (cit. unt. -schreiber); wendunm. 2, 338 Ö.; de Bry archelei (1614) vorrede 5b; ut sint, qui arma, gladios, galeas poliunt, schwertfeger, zeugwrder A. Beier v. handwerkszeuge 58;

[Bd. 31, Sp. 873]


Hulsius-Ravellus (1616) 430a; z. tormentorum curator et refector Stieler 2439; z., der das gewehr und rstung in einem zeughause wol in acht nimmt zeitgslex. Chr. Weisens cur. ged. 876; Hübner lex. (1714) 1732; Apinus gl. nov. 558; Steinbach 2, 937; Frisch n. dict. 687; Adelung2 4, 1701; 2) jagdbeamter, der die aufsicht über den jagdzeug führt und dem -meister untersteht: Heppe wohlred. jäg. 341; Krünitz 241, 178; Adelung2 4, 1701. —
 
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-weber, m., weber von zeugen: Kramer teutsch-it. 2, 1270c; Ludwig teutsch-engl. 2586; tuch- und z. Marperger vorschlag (1717) 21; Adelung lehrgeb. 2, 327; Campe 5, 857b; Lichtenberg hogarth. kupferst. 5, 15; Schedel waarenlex. 2, 719; B. Auerbach schr. 12, 29; -ei, f.: es sind ... in Reichenbach ... viele z-en E. M. Arndt 1, 189 R.-M.; Schedel waarenlex. 2, 709. —
 
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-weh, n., krankheit der geschlechtstheile (zeug I 1 c): fr das zeugwehe: wer lcher an heimlichen orten hat, der wsche sie ausz mit zarten tchlin, in rosenwasser genetzt Gäbelkover artzneyb. 1, 356. —
 
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-werk, n., 1) zeugnis: do ist in des augen apfel das gesichte, das allergewissest z., meisterlich in spiegels weise verwurket ackerm. aus Böhm. 59 B. (var. zu der ... zeuge); 2) kriegsgeräth: da er ... daz stttlin Horaszditz mit groben geschtz und z. bestritt C. Dietz annal. (1621) 72; H. Fischer 6, 1173; bergwerkszeug: Göthe IV 9, 66 W.; 3) coll.: tîchwark eine menge kleidung Damköhler nordharz. wb. 194b; zeugs- allerlei zeug: H. Fischer 6, 1173; zu 2 zeugwerkspersonal, n.: v. Alten hdb. f. heer u. flotte 1, 543. —
 
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-weste, f., weste aus zeug: Göthe 45, 135 W.
 
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-winde, f., winde, mit welcher die geschützstücke auf die lafetten gehoben werden: Krünitz 241, 208; Fäsch kriegslex. 272b. —
 
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-winkel, m., zeugladen: Amsterdam ..., der rechte z. von Niderland frantzös. Simpliciss. (1683) 2, 193. —
 
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-wirker, m., gleich -weber, m.: P. Kentz güld. handwercksbod. (1629) 140; leinweber oder zeugwrcker Chr. Weise polit. redn. 667; z. textor Stieler 2554; Haym jur. 292; Kramer teutsch-it. 2, 1447c; Ludwig teutsch-engl. 2586; Steinbach 2, 979; der tuchmacher kämmt seine wolle mit einfachen kämmen, mit doppelten ist nur z-n erlaubt Jean Paul 39, 111 H.; Campe 5, 857b. —
 
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-würdig, adj., vertrauenswürdig, zuverlässig (zu zeug unt. zeuge I): in kegenwertikeit czweer czeugwirdiger manne (1433) act. d. ständetage Preusz. 1, 669; Wladislaus wart versichert von zeugwierdigen leutten S. Grunau preusz. chron. 2, 102; dasz der rath nicht mehr z. script. rer. Livonic. 2, 762; anzeigen, dasz sy (die zeugen) eerlich und zügwirdig sygind wider die lsterlichen schmaachwrter der widerscheren Frisius 324a. —

 

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