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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zeugjagen bis zeugknecht (Bd. 31, Sp. 858 bis 859)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zeugjagen, n.: z. sind diejenigen jagdarten, wo das beigetriebene wild mit jagdzeug umstellt wird Behlen forst- u. jagdkde 6, 209; Heppe lehrprinz 64; Döbel jägerpract. 1, 95; Adelung2 4, 1699; Campe 5, 857a;
 
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-jäger, m.: Krünitz 241, 177. —
 
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-junge, m., wie -knecht: Grässe jägerbrev. 8. —
 
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-kammer, f., 1) rüstkammer, raum zur aufbewahrung von waffen: die z. ... (in Amsterdam) hat gewehr für 16 000 mann Heinse 7, 307 Sch.; H. Fischer 6, 1170; vgl. Klinger n. theat. 2, 212; 2) raum für schiffsgeräth, riemen, takelage: casteria Bas. Faber 145b; Decimator thes. (1608) 208a; Steinbach 1, 825; 3) raum für arbeitsgeräth und werkzeuge, auch abstellraum für hausrath und kleiderkammer: Adelung; Campe; schweiz. id. 3, 255; Veith bergwb. 588; in der z. drauszen sei das bett Rosegger III 4, 134; 4, 17; übertr.: die z., das rsthaus der knste Treuer Dädal. 1, 229. —
 
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-kante, f., kante einer zeugbahn (s. DWB zeug II 2 c): Karmarsch-H. techn. wb.3 1, 241. —
 
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-kartusche, f., kartusche aus einem zeugbeutel bestehend: v. Alten hdb. f. heer u. flotte 4, 198. —
 
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-kasten, m., ein kasten, in den der halbe zeug (lumpen und hadern für die papiermasse) mit der zeugpritsche eingestampft wird: Adelung2 4, 1699; Voigtel wb. 3, 695a; Muspratt chemie 6, 1583 St.-K.; Prechtl enc. 10, 482; L. Chr. Sturm mühlenbaukunst (1718) 20;

den (ganzen zeug) musz das leerfasz nun in den zeugkasten tragen
und eine pritsche ihn derb auf einander schlagen
H. A. Wildenhayn erneuerte ehrenged. 76;

[Bd. 31, Sp. 859]


Marperger beschreib. d. hanfs u. flachs (1710) 25 und Noel Chomel 7, 386 geben an, dasz der vorher klein gestampfte zeug in den z. gethan wird.
 
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-kette, f., kette, zettel (2zettel) einer zeugbahn: Prechtl techn. enc. 20, 187; Bucher kunstgew. 446a; Karmarsch-H. techn. wb.3 7, 579. —
 
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-kiste, f., munitionskiste: H. Fischer 6, 1170; W. Hellwig wb. d. fachausdr. 101a. —
 
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-kleid, n., ein kleid aus leichtem wollenem oder anderem zeuge, zum unterschied von einem tuchkleid: Adelung2 4, 1699; Campe 5, 857a; Ratzel völkerkde 2, 169; Stieler 979. —
 
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-knecht, m., 1) bedienter, dem im zeughaus oder -stadel (zeughaus 2 a) die aufsicht über die jagdgeräthschaften und bei einer jagd das aufstellen der tücher und netze obliegt: (1603) Schwappach forst- u. jagdgesch. 2, 610; Täntzer Dianen jagtgeh. 2, 25; nach vollbrachtem jagen bringen die z-e selbigen (den zeug) wieder auf die wagen Göchhausen notab. venat. 325; Heppe lehrpr. 141; Döbel jägerpract. 4, 58; allg. haush.-lex. 3, 793; Noel Chomel 8, 2400; Adelung; Campe; Behlen forstkde 6, 523; H. Fischer 6, 1171; 2) arbeiter oder niederer angestellter im obrigkeitlichen zeughaus (zeughaus 1): (1579) schweiz. id. 3, 733; tormentorum curator Stieler 995; Kramer teutsch-it. 2, 1447b; Fäsch kriegsing.-lex. 272a; Vollbeding 76. —

 

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