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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
briefträger bis briegen (Bd. 2, Sp. 382)
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[Bd. 2, Sp. 382]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) briefträger, m. tabellarius. bei Dasyp. 309a und Maaler 77d brieftrager.
 
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briefumschlag, m. literarum involucrum, briefcouvert: die herzen der töchter sind wie briefumschläge, die sich, wenn sie einmal an einen herrn überschrieben waren, leicht umstülpen lassen. J. P. Hesp. 2, 78.
 
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briefverhältnis, n. commercium epistolare: man blieb jedoch in einem freundlichen briefverhältnis. Göthe 26, 107.
 
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briefverkehr, m. dasselbe.
 
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briefwechsel, m. dasselbe: unser briefwechsel geriet ins stocken, lebte wieder auf, wurde unterbrochen und aufgehoben.
 
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briefwechseln, literas mutuo scribere: hatte mit einem namhaften gelehrten für diesen zweck hieher gebriefwechselt. Arndts leben 324. schon im alamod. interim. Rappersweil 1675 s. 206.
 
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briefwechslung, f. früher üblich für briefwechsel: anlasz zur briefwechselung. Butschky kanzl. 323; zum täglichen umgang wackerer leute sowol als zur briefwechselung zwischen denselben. Leibnitz 454.
 
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briefzwang, m. der krieg, der sich mit brief- und postzwang vertheidigen musz. J. P. friedenspr. 17.
 
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briegel, brigel, m. fustis, schreiben viele im 16 jh., namentlich Serranus i 8b. Henisch 508. doch scheint prügel vorzuziehen, wofür freilich das ahd. giprugilotun, contutati sunt (? contuderunt) Graff 3, 364 nicht beweisen kann. entscheiden wird ein aufschlusz über die noch im dunkel liegende wurzel. gehört auch folgende stelle hierher? wann eim der sack aufbricht, dasz er (? es) auf einmal heraus felt, als wan ein saw in brigel beiszt, so spricht Zenodotus: er redt das sich das gewelb möcht zerreiszen. Frank spr. 1, 15a.
 
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briegelein, n. jusculum für brüegelein, brühlein: issest du ein süplin, ein briegelin, der magen empfahet allein das brieglin, aber alle glider empfahen nutz. Keisersb. omeis 9c; und darnach gib ihm dick z gangarisieren essig mit kochung pfeffers und zissren briele (erbsenbrühlein) etlich tag z suppen. Braunschweig 84.
 
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briegen, flere, ein schweizerisches und alemannisches wort für weinen, flennen, wozu man βρύχειν brüllen, heulen verglichen hat, und auch βρέχειν netzen, regnen halten könnte, noch näher liegt vielleicht flere selbst; ahd. prieken machôndo, ora torquendo (Graff 3, 364); das prieggen und geschrei eines jungen kinds, tremuli ululatus. Maaler 320b; brieggen, brieken, das gesicht zum weinen verziehen. Stalder 1, 225, die briegge, brieke, ein flenngesicht, briegger ein heuler, Tobler 77b; in Mohrs regesten 2, 5. 28 no 116 findet sich der eigenname Peter Brieggo (im j. 1316); sie schlug waidli zu und wir einander an hals, dasz ich und mi Anna vor freudigen brieggtropfen (thränen) bachnasz wurden. der a. m. im Tockenb. 298. Schmid im schwäb. wb. 90 setzt bragen, brägen, braigen, briegen, brögen schreien, blerren, s. 98 brigete, erzbrigete heulerin;

luegets a und briegt.
Hebel 108;

und brieg nit so, es isch em wol. 288.

 

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