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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
bremen bis bremscheibe (Bd. 2, Sp. 363)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) bremen, fimbriis ornare, praetexere, heute brämen, verbrämen:

nach der mode speise nemen,
nach der mode kleider bremen.
Logau 1, 10, 29;

die bauermägd ums lätzgen samtschnür brehmen. Wiedemann ost. 29; ich lasse andere schnüre auf meinen libereimantl brehmen. Weise markgr. von Ancre 50; brehmt die mauler ein, die oft zu weit aufgehen. mägdelob 71.
 
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bremenhecke, f. sepes spinea, dornhecke: die Griechen nennen fast alle stechende stauden batos, die Latiner rubos, wir Teutsche gemeinlich bremenhecken, weil sie wie die bremen stechen. Spangenberg lustg. 710, vgl. oben sp. 293.
 
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bremenschlacht, f. caedes tabanorum: als nun vorgemelt bremenschlacht Gargantua sah, hett er seine herzliche freud darob. Garg. 147b.
 
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bremgarte, m. ortsname, vgl. ags. ceafortûn, mythol. 1222.
 
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bremmer, m. bergmännisch, ein schacht, der nicht senkrecht niedergeht, sondern absätze hat. bei Hertwig s. 91b: der ort, wo ein schacht gesprenget oder getheilet ist, dasz er nicht in einem seil niedergehet.
 
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bremmern, in schächten, die noch nicht teufe zu einem zweimännigen schacht haben, das erz herauf winden. s. DWB bremse 3.
 
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bremmerschacht, m. was bremmer.
 
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brems, n. epistomis, fiscella, maulkorb, knebel, den man den pferden anlegt, ein ros klagt:

das prembs mein maul mir zwicket vorn.
H. Sachs I, 501a;

Alberus hat: postomis vel pastomis (entstellt aus epistomis), ein gebisz oder bremes, ein eisern oder hölzern instrument, das man dem pferd an die nasen legt. in der cautel des Ssp. (bei Bruns s. 149) heiszt es: nu wil ik Orienus di leren, wo (wie) du dei valschen lude in dedingen salst bedwingen, als man ein pert mit eime premmisse of mulholt dwinget. es wird aber auch, und richtiger, weiblich gebraucht, s. DWB bremse, wo eine erklärung folgen soll.
 
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bremsbaum, m. ein balke unter und über dem bremsrad.
 
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bremschacht, m. was bremmer.
 
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bremscheibe, f.: die roszkunst mit der premscheibe. Mathesius 145b; auch Fischart Garg. 187 nennt unter lauter bergmännischem gerät den hölzen Heine, den Heinzen, die roszkunst mit der bremscheib. s. bremsscheibe.

 

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