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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
breitbart bis breitel (Bd. 2, Sp. 358 bis 359)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) breitbart, m. Stieler 768.
 
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breitbauch, m. ein pferd mit dickem überstehendem bauche, auch kuhbauch genannt.
 
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breitbäuchig, φορτίδος εὐρείης. Voss Od. 9, 323.
 
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breitbeil, n. was breitaxt: auf ein andern tag ubt er sich mit breitbeiheln. Garg. 177a.
 
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breitblatt, n. acer pseudoplatanus.
 
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breitblätterig, latifolius:

drauszen in dunkeler kühle der zwo breitblättrigen linden.
Voss Luise 1, 1.


 
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breitblättig, dasselbe. bei Hohberg 3, 451a geschrieben breitblätig.
 
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breite, f. latitudo.
1) als gegensatz der länge, dicke, höhe: ein strom von ansehnlicher breite; sie wächst in die breite; die breite der schultern; die breite des tuches; ein frauenkleid hat gewöhnlich drei oder vier breiten;

sie bewegt sich im schlummer und sinkt auf die breite des lagers.
Göthe 1, 279.


2) die geographische breite, entfernung vom aequator nach den polen hin: nördliche, südliche breite.
3) die ausdehnung: so dasz die anlagen, was ihnen an weite und breite fehlte, durch das innere und zunächst genieszbare ersetzten. Göthe 17, 343; so wünscht er sich doch denen mitzutheilen, die er sich gleichgesinnt weisz, deren anzahl aber in der breite der welt zerstreut ist. 38, 8; die fruchtbarkeit und manigfaltigkeit der persischen dichter entspringt aus einer unübersehbaren breite der auszenwelt. 6, 73;

wird vieles vor den augen abgesponnen,
so dasz die menge staunend gaffen kann,
so habt ihr in der breite gleich gewonnen. 12, 11;

schlachten, reisen, jede art von unternehmung, die eine gewisse sinnliche breite fordert. 49, 147.
4) abstract, und Durandus hat dasselb nach der lenge und breite erzehlt. bienenk. 74b; es geht zu sehr in die breite; indem ich den gethanen vorschlag der länge und breite nach überdachte. Plesse 3, 340;

als gäbs einen gott im gehirn,
der sei viel herlicher als das wesen,
an dem wir die breite der gottheit lesen.
Göthe 2, 202;

die grosze breite der umsicht, die vom dichter gefordert ward. 6, 79; ihre (der erzväter) lebensweise auf dem meere der wüsten und weiden gab ihren gesinnungen breite und freiheit. 24, 214; solche correspondenzen wurden vorgelesen, und so ward man mit der breite der moralischen welt ziemlich bekannt. 26, 181.
5) ebene, planities: sie lagerten sich aber bis an die breite Sittim. 4 Mos. 33, 49; und schlugen sie und jagten sie bis an die breite zu Mizpe. Jos. 11, 8; die berge gehen hoch erfür

[Bd. 2, Sp. 359]


und die breiten setzen sich herunter. ps. 104, 8; und setzet sich (Nimrot) als ein gewaltiger jeger und nimmet die breiten in Sinnear ein. Mathesius 12a. besonders hiesz so kornfeld und wiesen, auch das land, worauf flachs gebreitet wird, vgl. flachsbreite, DWB kornbreite, DWB wiesenbreite und DWB gebreite. nah bei Cassel ist eine wichtelbreite, wo sich geister zeigen.
6) ein flade oder backwerk hiesz breite, wie ahd. preitinc (Graff 3, 295): mach von airen ain taig und von käs mach ain praiten. Haupt 9, 372.
 
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breitechtig, latus: die bletter seind hart und spitzig und ein wenig breitechtig. Tabernaem. 636.
 
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breiteisen, n. ein meiszel der bildhauer zum ebnen.
 
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breitel, m. das ausgehämmerte packblech.

 

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