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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
braunäuglein bis bräunen (Bd. 2, Sp. 325 bis 326)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) braunäuglein, n

die wirtin sah zum fenster raus
mit irn braunäuglein klare.
Uhland 734;

sie hat zwei äuglein die sind braun,
sie säh dich nicht an durch ein zaun.
Hoffm. gesellsch. 77.


 
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braunbeere, f. bacca myrtilli, schwarzbeere, heidelbeere, auch ribes nigrum.
 
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braunbier, n. cerevisia fusca, gegenüber dem weiszbier.
 
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bräunchen, n. equus badius, nnl. bruintje.
 
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braune, f. supercilium, vgl. DWB braue und DWB augbraune, augenbraune 1, 788. 804: schwarze augen und gleiche braunen. Klinger 1, 412; die zwei starken braunen der stirne richteten sonn und mond in ihrem laufe. Fr. Müller 1, 87.
 
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bräune, f.
1) color fuscus, mhd. briune (Ben. 1, 268b): die bräune der wangen, des haars, des bratens: die krapfen sein schier gepachen, das siehstu an der praunen. küchenm. cap. 4; bei der andern frau ist abzunehmen, dasz sie aus den örtern des morenlands herkomme, welcher bräune gutes theils die natur uberlangte. Ismenius 28a.
2) angina, eine halskrankheit: viel seucht und krankheiten (im lager), sonderlich die breune, welches gebrechen ihr gar viel zu Adams mutter fordert. Kirchhof mil. disc. 202;

auch kann ich gar wol für den schlag,
für die bräun in dem hals gar schwarz.
Ayrer fastn. 41b;

die strafe des stranges wird aufgeschoben, so lange der kranke dieb noch nicht von seiner bräune kurirt ist. Thümmel 4, 15. bei den pferden heiszt die krankheit der strengel.
3) braunerz, angeflogner bräunlicher schein am gestein.
 
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brauneisenstein, m.

[Bd. 2, Sp. 326]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) braunelle, f.braunellchen, n. motacilla modularis, der zaunschlüpfer.
 
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bräuneln, aliquantum fuscare, subfuscare: in butter geröstelet, geschweiszet, gebreunlet brot. Garg. 56a.
 
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braunen, fuscari, nnl. bruinen, vgl. abbraunen:

die wiese grünt, gehörnte herde braunt,
da wandeln menschen gut und bös gelaunt.
Göthe 4, 151.

nnl. de kersen beginnen te bruinen, werden roth.
 
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bräunen , fuscare, in verschiedner meinung,
1) ahd. brûnen, purpurare, röthen: sô negang ze bluomgarten, dâr rôsâ unde ringelen unde violę wahsent, tie den garten brûnent, nunquam purpureum nemus lecturus violas petas. N. Boeth. 33.
2) mhd. briunen, exhilarare:

zwirent zehen unde niune
sint, die ich dâ ziune,
swenne ich die tœrschen briune. Weingart. hs. s. 193, wo

und ich die grîsen briune. MSH. 3, 267b;

lât er iuch diu mære briunen? 3, 273a;

lât ir iu diu mære briunen?
Ben. beitr. s. 430;

lat iu diu mære briunen. Dietr. 7202,

auch in beiden letzten zeilen schiene der acc. iuch besser, laszt die gute botschaft euch erheitern.
3) nhd. bräunen, zumal braun backen: die sonne hat mich gebräunt; etliche backen diese wurzeln in einem teiglein von eieren und mel, andere bräunen sie allein in butter. Tabernaem. 199. figürlich, bräunen schelten, ausbräunen ausschelten, vgl. 1, 834: breunten einander auf den kernen aus. Frey garteng. s. 43, cap. 26, wie man äpfel bis auf den kern brät.
4) intr. fuscari für braunen: bis dasz es brünnien beginne. von guter speise 49; der brate musz bräunen.
5) sich bräunen:

eh ihnen die erstlingsblum an den schläfen
aufgeblüht, und das kinn sich gebräunt von schönem gekräusel
Voss Od. 11, 320;

indessen bräunte sich
der söhne wange.
Schiller 236b;

wie sich schon die pfeifen bräunen! 77b;

wenn die nacht sich bräunet.
Wh. Humboldt sonnette s. 254.

vgl. DWB anbräunen, DWB bebräunen.

 

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