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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
brandboge bis branden (Bd. 2, Sp. 297)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) brandboge, m. boge in der brandmauer.
 
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brandbrachse, f. eine art brachsen mit dunkeln schuppen, die brandflecken gleichen.
 
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brandbrief, m.
1) bettelbrief auf erlittnen brand, dann überhaupt dringendes gesuch: bei dem todten bettler fand man einen morgensegen und einen gelben, zerbrochnen, zerknitterten brandbrief. J. P. biogr. bel. 1, 169; ich gäbe nicht einen dreier für die abschrift seines brandbriefs, und du gewis auch nicht. Thümmel 4, 124.
2) brief, der mit brand droht. brandbriefe einwerfen, ins haus werfen, literis incendium minari.
 
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brandbruch, m. hernia sphacelosa.
 
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brandbuchstab, m. ein den blechfässern oder auch thieren eingebrennter buchstab.
 
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branddrohung, f. was brandbrief 2.
 
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brandeinrichtung, f.
 
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brandeisen, n. cauterium. voc. 1482 z 7a.
 
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brandeimer, m. was feuereimer.
 
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brändeln, ustionem redolere. Schm. 1, 262.
 
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branden, ad scopulos allidi, von den meereswellen: die see brandet;

wo, nach leiserem spiel der sanften welle (al. weste),
wogen branden, dasz dumpf das felsgestad kracht.
Klopstock 2, 48;

die welle brandet donnernd an den kiel der stadt.
Stolberg 15, 102;

seht hin,
wies brandet, wie es wogt und wirbel zieht
und alle wasser aufrührt in der tiefe.
Schiller 518a;

das wogt und brandet wie die hole see.
Uhlands Ludwig 81;

wenn jugendlich des zornes wogen branden.
Platen 58;

an die breterne schifswand,
wo mein träumendes haupt liegt,
branden die wellen.
Heine ged. 328.

dies wort, welches Adelung noch nicht aufnimmt, obschon er brandung hat, scheint dem nnl. branden = brennen nachgeahmt, also aestuare bedeutend.

 

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